Mach ich’s, oder mach ich’s nicht…

In der alten Wohnung war mein Schreibtishc sozusagen mein ständiger Aufenthaltsort. Ich habe an meinem Schreibtisch gelebt. Nach 8 Jahren ist mir das in Fleisch und Blut übergegangen und es fällt mir schwer, diese Angewohnheit abzulegen.

Insbesondere fällt es mir schwer, an meinem Schreibtisch zu lernen. Das ist mir völlig fremd. In der Schule musste ich nicht lernen und in Jura hat es am besten in der Bibliothek geklappt. Jetzt möchte ich aber nicht unbedingt immer in der Bibliothek sitzen – ich möchte es auch schaffen, zuhause zu lernen. Allerdings habe ich die starke Vermutung, dass ich mich dazu konditioniert habe, an meinem Schreibtisch Unsinn zu machen (oder zu Schreiben, was keineswegs Unsinn ist).

Also hab ich überlegt, ob ich meinen Schreibtisch nicht erweitern sollte. Jetzt ist es ein stink normaler Schreibtisch, steht rechts mit 90 ° zum Fenster. Aber ich könnte eine weitere Schreibtischplatte und einen Bock besorgen und mir einen Eckschreibtisch bauen. Die eine Hälfte ist für den privaten Scheiß da, die andere Hälfte ausschließlich für die Uni.

Allerdings bin ich mir unsicher, ob ich das wirklich tun soll… Ob es sich lohnt. Vielleicht sieht es ja doof aus? Vielleicht nutze ich es nicht? Zumindest hätte ich dann mehr Platz noch mehr Unordnung zu fabrizieren. Andererseits müsste ich dann nicht immer „umräumen“. Von Privat zur Uni… Was es auch erleichtern würde.

Hach ich weiß nicht… Dabei würde mich das Ausprobieren nur 16 € kosten.

Völlig überschätzte Seiten im BuJo

Mein jetziges BuJo ist zur Hälfte voll und ich hab schon eine ellenlange Liste mit Änderungen fürs nächste. Insbesondere hab ich ein paar Dinge, die ich im nächsten Bullet Journal nicht mehr brauche:

  • A Year in Pixels. Für disziplinierte Menschen sicherlich eine gute Methode ihre Launen in Blick zu haben – allerdings bin ich nicht diszipliniert und gut gelaunt sowieso nicht. Meist denke ich nur einmal in der Woche dran und dann weiß ich gar nicht mehr so genau, ob es einen Tag gab, der es verdient hat mehr als „neutral“ zu bekommen. Also völlig unbrauchbar für mich.
  •  Eine Geburtstagsübersicht. Da guck ich gar nicht rein. Die meisten Geburtstage sind in meinem elektronischen Kalender und Facebook erinnert mich an die restlichen. Die wichtigsten hab ich sogar im Kopf (ja wirklich!). Außerdem trage ich die dann sowieso in die Jahresübersicht ein oder eben in die Monatsübersicht. Eine extra Seite nimmt nur Platz weg.
  • Einen Key. Ein Key ist eine Übersicht welches Zeichen für was steht. To-Do, Erledigt, zur Hälfte erledigt usw. Aber so richtig merken kann ich mir das nicht und deswegen hab ich einen ausklappbaren Key zum Ausklappen in den Buchdeckel geklebt. Den nutze ich, die super schön gestaltete Seite dagegen nimmt nur Platz weg.
  • Irgendwelche Challenge-Seiten. Halte ich sowieso nicht durch.
  • A Walk to Hogwarts: Eine Seite, die trackt wie viele Kilometer man so geht. Ziel ist es, das als Ansporn zu nehmen und sich mehr zu bewegen. Sieht gut aus, nützt aber nichts, da keine Deadline gesetzt ist.
  • Irgendwelche Seiten zu speziellen Diäten die ich sowieso nicht nutze. So wie z.B. die „Bananen-Diät“. Ehrlich? Der einzige Grund weswegen ich dazu eine Seite gemacht habe war, weil ich eine verdammte Banane in mein BuJo zeichnen wollte.
  • Eine Seite zum Tracken von Sport. Keine Ahnung wieso ich die gestaltet habe – ich mach keinen Sport. Nicht mal in digitaler Form. Eine unausgefüllte Seite ist Platzverschwendung und verdammt deprimierend.
  • Ein Meal-Plan. Nutze ich nicht. Jedenfalls nicht in der aktuellen Version. Werde das eventuell in die Wochenansicht einbauen und dafür das Food-Log rausschmeißen – das brauch ich auch nicht. Man muss ja nicht wirklich alles notieren. Muss ich echt in 15/20 Jahren was ich am 22.01.2017 gegessen habe? Nein.
  • Eine Doppelseite To-Do für die Uni. Lieber in die Wochenansicht und auf wenige Punkte beschränken.
  • Doppelseite zum Irrenhaus Universität. Ich geh einfach mal davon aus, dass die witzigen Idioten-Sprüche á la „Was ist die Primärliteratur zu Goethe“abebben je höher ich im Semester komme.
  • Filme im TV. Im nächsten BuJo wird nur getrackt, welche Filme ich im Kino gesehen habe. Alles andere würde die Kapazitäten sprengen.
  • Saving-Goals.

Sind so ca. 20 Seiten die ich mir dadurch spare.

Außerdem wird es nicht mehr so bunt und alles in einem einheitlichen Stil. Mein nächstes BuJo will ich im August an meinem 30. Geburtstag anfangen – und bis dahin finde ich schon den richtigen Stil für mich.

Irrenhaus Familie – Weihnachtsgeschenke

fullsizerenderDie Stimmung zwischen mir und meinen Schwiegereltern ist zurzeit etwas ( na gut… sehr) angespannt. Das liegt unter anderem daran, dass ich in den letzten 2 Monaten mehrfach eine Univeranstaltung kurzfristig absagen musste, weil sie lautstark darauf bestanden haben, dass ich arbeite (und was ich für den „Familienfrieden“ auch getan habe) und nun nicht mehr so freundlich zu ihnen bin. Das ich nicht mehr zu allem Ja und Amen sage, irritiert sie. Schließlich konnten sie mich fast 10 Jahre wie ihre pubertierende Tochter behandeln und ich habe sanft gelächelt und alles runtergeschluckt.
Tja, die Zeit ist vorbei und ich bin ein wenig passiv-aggressiv. Deswegen gibt es dieses Jahr die Geschenke in diesem hübschen bunten, etwas kitschigen Geschenkpapier. Meine Schwiegereltern mögen es nämlich extrem schlicht. Am liebsten blankes Packpapier. Als ich im ersten Jahr beim gemeinsamen Einkaufen nach buntem Papier gegriffen habe, hat meine Schwiegermutter völlig schockiert, extrem laut „doch nicht buntes! Das ist hässlich!“ gerufen. Tja, frohe Weihnachten alle miteinander.

Wieder Erstsemester – Wollt ihr mich verarschen?

Da ich noch nie an einer anderen Uni studiert habe, kann ich keinerlei Erfahrungsschatz vorweisen – aber ich stell es mir in etwa so vor:

Man holt sich am Anfang des Studiums seinen Studentenausweis oder bekommt ihn zugeschickt. Der hat ein schickes Scheckkartenformat und dient gleichzeitig als Bibliotheksausweis und als Mensakarte, am besten auch noch als Semesterticket für den Nahverkehr.

Es gibt genau ein Portal in dem Professoren und Dozenten Materialien hochladen oder – wenn der Prof etwas altmodisch ist, oder nett, je nachdem wie man es sieht –  gibt es einen Reader den man sich beim Lehrstuhl gegen eine Gebühr abholen kann.

Hach, wäre das schön, wenn es bei uns auch so wäre.

Unser Studentenausweis ist ein Stückchen Papier, das man erst einmal ausschneiden darf. Dann wird es in der Mitte einmal gefaltet und da es ein äußerst dämliches Format hat und in keine Schutzhülle passt, sieht es schon bald nach Semesterbeginn ziemlich zerfleddert aus. Zudem gibt es einen Bibliotheksausweis + eine Mensakarte, die allerdings im Scheckkartenformat.

Anstatt ein Portal für Dokumenten gibt es drei. Jeder Professor und Dozent hat seine eigene Vorliebe und dementsprechend ist man täglich auf allen dreien unterwegs um die Materialien zusammenzusuchen. Reader gibt es nicht – zumindest nicht in meinem Studiengang.

Effizient ist das alles nicht…

NaNoPrep

Es ist Oktober und im Oktober ist NaNoPrep! Zwar weiß ich noch immer nicht, ob der NaNoWriMo für mich tatsächlich im November ansteht – aber sollte es so sein, will ich vorbereitet sein und wenn nicht, dann bin ich wenigstens so weit vorbereitet, dass es ein NaNoWri-Quartal wird.

Es ist das erste Mal, dass ich ein Romanprojekt so akribisch plane. Ich habe fast alle Szenen bis zum Schluss ausgearbeitet, ein Titelbild erstellt, die Charaktere komplett skizziert und auf Pinterest eine Pinnwand angelegt. Zudem gibt es eine Playlist mit inspirierender Musik.

Es macht unglaublich Spaß dieses Projekt zu planen – und obwohl ich ja weiß, was kommt und wie es endet, bin ich voller Vorfreude tatsächlich die einzelnen Szenen und Kapitel zu schreiben – und zu lesen. „Ich will endlich wissen wie es weitergeht… “ mit diesem Satz möchte ich jeden Abend aus der Uni kommen, mich an den Schreibtisch setzen – und es herausfinde!

Noch 8 Tage 🙂

Lernplan für die Semesterferien

Lernplan

Was sein muss, muss sein. Deswegen habe ich mir einen Lernplan für die Semesterferien erstellt. Ich weiß, dass er ambitioniert ist, aber ich versuche dennoch, so viel wie möglich davon zu schaffen. Mittlerweile habe ich sowieso schon ein schlechtes Gewissen, weil ich mir eine Woche komplett frei genommen habe. Das muss wohl dieses „Jura“ sein, von dem alle sprechen…

Entdeckung / Erkenntnis des Tages

  1. Bei Otto-Office wird einem heute die Frachtkosten-/Versandkostenpauschale erlassen. Deswegen hab ich sofort Karteikarten, Stifte, Ordner, Ordnerrücken usw. bestellt. Kann man ja immer gebrauchen und im Vergleich zum hiesigen Schreibwarenladen komme ich sogar noch günstiger davon.
  2. Bei PrintPeter kann man pro Woche ein Dokument mit max. 175 Seiten kostenlos drucken und binden lassen. Gleich mal mit dem Baurecht-Lehrbuch ausprobiert, das Ergebnis halte ich in spätestens 48 Stunden in den Händen.
  3. Ferien sind nix für mich. Habe diese Woche Vorlesungsfrei und hänge völlig deplatziert und motivationslos zuhause rum. Ich vermisse die Uni. Ich brauch die Uni um überhaupt einen geregelten Tagesablauf zu haben und um anständig arbeiten zu können. Mir graut es schon vor den 3 Monaten Semesterferien im Sommer 😮

 

 

Der perfekte Unitag

So stell ich mir den perfekten Uni-Tag vor.

6:10 Uhr

  • aufstehen
  • duschen
  • Frühstücken und dabei ein paar Artikel in der Tageszeitung lesen

7:00 Uhr

  • das Haus verlassen und die 900 m zum Bahnhof laufen

7:15 – 8:24 Uhr

  • in Bus und Bahn verbringen und ein Hörbuch hören

8:30 – 12:00 Uhr

  • Vorlesungen / AGs /Lernzeit

12:00 – 12:30 Uhr

  • Pause – wenn die Pause länger dauern sollte und das Wetter schön ist: Spaziergang durch den Botanischen Garten

12:30 – 16:00  Uhr

  • Vorlesung/AGs / Lernzeit

16:00 – 18:00 Uhr

  • Heimweg. Dabei eine Vorlesung als Podcast hören. Am Bahnhof die Straßenbahn ignorieren und die 900 m wieder laufen.

Ab 18:00 Uhr

  • Zuhause was leckeres kochen
  • in RUHE essen
  • eine Folge meiner Lieblingsserie gucken
  • 15 Minuten Yoga
  • die Unterlagen vom Tag durchsehen und eventuell neu schreiben
  • die sortieren Unterlagen vom Vortag noch einmal durchlesen
  • Notizen machen mit Themen die ich noch nicht (richtig) verstanden hab
  • Abwasch machen und alles für den nächsten Morgen vorbereiten

 

Und in meiner Vorstellung halte ich mich sogar dran…..

ein ungewöhnlicher Fund

Wie jeden Samstag waren meine Fast-Schwiegermutter und ich auf den Markt. Eigentlich gehen wir nur Frühstücken, etwas shoppen (und dann kurz auf den Markt)… aber diesmal waren wir auch in einem kleinen, süßen Buchladen. Einer jener Sorte, die immer mehr aus den Städten vertrieben werden. Ich habe dort großartiges Briefpapier gefunden, was nächste Woche auf Reise geht, einen winzigen Kalender für 2016 und einen Notizblock für die Uni. Um das Briefpapier zu schützen, bat ich um eine Tüte (ich hasse Plastiktüten und vermeide sie normalerweise konsequent). Als ich die Tüte heute Mittag ausgepackt habe, fand ich noch etwas, was ich nicht gekauft hatte.

Eine Kondolenz-Karte.

Sie muss sich auf den Verkaufstresen (der wirklich sehr chaotisch war) gelegen haben und dann zufällig ihren Weg in meine Tüte gefunden haben. Die Karte ist mit 4 € ausgezeichnet.

Es fühlt sich wie ein Faustschlag in den Magen an, eine Kondolenzkarte zwischen seinen Einkäufen zu finden, wenn man gerade auf den Tod der Schwiegeroma wartet.

Eine Uniwoche

Uni1

So sieht ungefähr jeder Tag aus. Ich ärgere mich über die Spiralheftung meines Semesterplaners (weswegen ich mir für 2015/2016 garantiert keinen mehr kaufen werde), die Tinte meines Füllers will nicht da bleiben, wo sie hingehört, mein Schreibtisch bietet viel zu wenig Platz für geordnete Unterlagen und ich schreibe zig Karteikarten.

Uni2

Letzte Woche gab es einen CareerDay an unserer Uni und ich hatte ein interessantes Gespräch mit Microsoft. Leider rückte die Frau nichts von ihren Schlüsselbändern und Handyhüllen raus… andere Firmen waren da spendabler. Während andere sich an Kugelschreiber und Marker hielten, griff ich mir diese Notizblöcke mit Post-Its. Die kann man für alles mögliche gebrauchen und man kann nie genug haben. Es gab auch n paar Bleistifte und natürlich Süßigkeiten. Die Sparkasse verteilte frisches Popcorn und andere Firmen Klausurblöcke, frischgepressten O-Saft und Porzellanbecher-To-Go.

Es wurden auch gratis Bewerbungsbilder angeboten – aber da hab ich dann drauf verzichtet. Was daran lag, dass ich den CareerDay völlig verschlafen und auch keine Erfahrung damit hatte (ich wusste nicht was da auf mich zukommt – wir Juristen waren ja auch nicht offiziell angesprochen) und daher kam ich als ICH in die Uni. Chucks, Jeans, Ringelpullover und nur mit Mascara geschminkt. Die „normale“ Juristin hatte natürlich wie jeden Tag Bluse und Blazer an und kann in 2 Wochen ihre gratis Bewerbungsbilder abholen. Nächstes Jahr weiß ich es besser.

Uni3Meine Gesetzestexte sehen im Moment recht bunt aus. Das erste Semester habe ich normal mit Textmarker markiert. Da gefallen mir aber diese Tintenkleckse am Ende nicht. Außerdem drücken sie, zumindest bei den Beck-Texten, durch. Daher gibts jetzt Bunt- und Bleistifte.