Lernplan für die Semesterferien

Lernplan

Was sein muss, muss sein. Deswegen habe ich mir einen Lernplan für die Semesterferien erstellt. Ich weiß, dass er ambitioniert ist, aber ich versuche dennoch, so viel wie möglich davon zu schaffen. Mittlerweile habe ich sowieso schon ein schlechtes Gewissen, weil ich mir eine Woche komplett frei genommen habe. Das muss wohl dieses „Jura“ sein, von dem alle sprechen…

Läuft…

Also…

Anscheinend hat unser Sachenrechts-Prof tatsächlich das Herz am rechten Fleck.

Pfandrecht: Ausgeschlossen
Hypothek: Ausgeschlossen
Grundschuld: Ausgeschlossen
Eigentumsvorbehalt: Ausgeschlossen
Sicherungsübereignung: Ausgeschlossen.

Betont: Besitz, Besitzschutz (Unterlassungs- und Beseitigungsansprüche, Nachbarrecht). Und natürlich das EBV

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Btw… ich hab jetzt auch Pokemon Go. Und weil es heute bei Aldi-Nord Aktenordner in schön für 1 € gibt, bin ich da direkt mal hingelaufen. Aber eigentlich schon bescheuert… ich hab extra einen Umweg gemacht um zwei solcher Pokestops abzugrasen und allein auf dem Aldi-Parkplatz 3 von den Dingern gefangen… und ein Wasserpokemon in unserem Garten.

Rückblick 1. Woche

 

Die erste Vorlesungswoche ist vorbei, Zeit für ein Resümee. Bis auf BauR und StR habe ich Glück bei den Professoren. Insbesondere die Professorin für FamR und ZPO ist klasse und schafft es, Begeisterung zu wecken. Genauso unser Prof. in SachenR. Der ist wirklich klasse. Er erinnert zwar an ein Huhn, aber man merkt, die Materie macht ihm Spaß. Da komm ich doch gerne um 8:30 Uhr zur Uni.

Auch hatte ich Glück was die AGs betrifft. Es wurden bei allen Drei meine höchsten Prioritäten bewilligt. Zwar kenne ich die AG-Leiter nicht, aber wird schon gut gehen. Zumindest die Zeiten sind gut.

Nachdem ich im 1. Semester alles in College-Blöcke notiert habe und zuhause sofort in die passenden Aktenordner packte, bin ich im 2. Semester auf Ösenhefter umgestiegen. Das war zwar ganz gut, hat mein System aber auch nicht so gerockt. Es war unbefriedigend. Und immer viel zu viel zum mitnehmen. Also war ich im 3. Semester – so weit es ging – papierlos. Dank Tablet, Tastatur und Dropbox. Allerdings war das auch nicht das wahre. Selbst da war ich zu unordentlich.
Deswegen hab ich im 4. mein System wieder etwas geändert…. Ich mache wieder wie in der Realschule. Ganz schnöde mit Schulheften. Die dünnen (16 Blatt) Din A4, kariert ohne Rand. Die kann ich gut lochen und in meine Aktenordner heften. Außerdem hab ich alles sofort zur Hand. Und – da ich das immer dabei habe – und keine Ausrede hab von wegen „das schreib ich nachher neu“, muss ich von Anfang an ordentlich arbeiten.

Ich hab mein erstes Hörbuch im Zug gehört. Eines, was ich vor Jahren von meinem Onkel geschenkt bekommen habe. „Das 5. Flugzeug“ von John S. Cooper. Ein klassischer Verschwörungsthriller über den 9/11. Keine Ahnung, warum ich es mir tatsächlich komplett angehört habe – die ganzen 9,5 Stunden. Ein Freund besorgt mir jetzt Kafka.

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BauR = Baurecht
ZPO = Zivilprozessrecht
FamR= Familienrecht
SachenR = Sachenrecht
StR = Strafrecht

In gewisser Weise

… bin das ich.

Ihr kennt doch sicherlich alle den Film „Natürlich Blond“ mit Reese Witherspoon – und die Szene, in der sie als Playboy-Bunny auf einer Party ankommt, gedemütigt wird und dann im Apple Store ein MP kauft?

Tja, in gewisser Weise könnte das ich sein. Im übertragenen Sinne natürlich. Ich würde niemals als Bunny verkleidet auf eine Party gehen 😉

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Ein Tag am BGH

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Gestern habe ich mal wieder einen netten Kurztripp gemacht. Es ging nach Karlsruhe zum BGH.
Der Tag begann um 4:20 Uhr, denn der Fernbus ging schon um 5:45 Uhr. Um knapp 12 Uhr waren wir dann in Karlsruhe. Als wir aus den klimatisierten Bus stiegen, traf uns die Hitze wie eine Mauer.
Da wir um 13 Uhr schon bei Gericht sein mussten, gönnten Heidi und ich uns ein Taxi.

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Als wir ankamen, wurden wir bereits vom elsa-BuVo begrüßt und zu den anderen geschickt, die bereits im Gerichtskomplex waren.

Heidi und ich gingen zum Besuchereingang. Dort wurde nur kurz ein Blick auf unsere Ausweise geworfen, dann ginge direkt an der Sicherheitsschleuse vorbei (!!) und man zeigte uns den Weg zur Kantine. Da warteten bereits die anderen Regionalvertreter und wir „schwätzten“ ein wenig…. im Schatten, bei leicht gekühlten Getränken.

Natürlich mussten Heidi und ich eine Menge Fotos machen… dabei sind mir dann erstmal meine schönen Tommy-Hilfiger-Wedges kaputt gegangen 😦

Um 13:45 saßen wir dann alle im „schönsten Raum des BGH“, den die meisten sicher aus den Nachrichten kennen und warteten auf die Verhandlung.

Die Bezeichnung Moot Court kommt ursprünglich aus dem Englischen und bedeutet so viel wie „fiktives Gericht“. Es handelt sich um einen Wettbewerb im Rahmen der juristischen Ausbildung, bei dem Studenten der Rechtswissenschaften ein fiktiver oder realer Fall zugeteilt wird, in dem sie jeweils eine der Prozessparteien vertreten müssen

Das Finale findet traditionell beim BGH statt mit echten Bundesrichtern.

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Die Verhandlung selbst war sehr spannend. Die beiden Teams waren beide unglaublich professionell (auch wenn es immer wieder zu kleinen lustigen Szenen kam, weil die Kläger- und Verklagtenseite nicht wussten, ob sie aufstehen sollten oder nicht) und der Fall – ein Erbstreit – sehr komplex.

Nach 1 1/2 Stunden Verhandlung zogen sich die Richter zur Beratung zurück und nach der „Urteilsverkündung“ und der Siegerehrung gab es noch eine kleine Führung über das Gelände und es wurden wieder zig Fotos gemacht – trotz 36 Grad im Schatten.

Um 16 Uhr war dann alles vorbei, wir verabschiedeten uns und gingen in der Innenstadt etwas essen. Ich habe mir einen Wurstsalat bestellt, allerdings war der viel zu Käselastig und es fehlte Essig 😦

Um 19:00 Uhr machten wir uns dann auf den Weg zum Bahnhof – zu Fuß. Dabei lief ich mir schöne Blasen und zerfetzte mir die Oberschenkel 😦

Die Heimfahrt war dann auch eine kleine Odyssee. Wir haben uns ein Bahnticket gegönnt… allerdings gab es mal wieder dermaßen Verspätungen, dass wir erst eine Stunde später als geplant zuhause ankamen. Allerdings waren die meisten Abteile gekühlt und das ist schonmal viel wert.

Es war wirklich ein toller Tag und der Moot-Court und die beiden Teams haben mich extrem beeindruckt.

Das kann doch nicht deren Ernst sein!

Letzte Woche gabs die Statistik der Strafrechtsklausur mit der Ankündigung, es gäbe „Demnächst“ die Noten. Tja, bis jetzt gab es sie nicht! Morgen ist Feiertag, Samstag werden sie garantiert nicht im Büro auftauchen und Sonntag und Montag wird auch keine Bekanntgabe stattfinden.

Bekommen wir also allen ernstes die Klausurergebnisse am Dienstag?! Allerdings ist Dienstag Vorlesungsbeginn und wir haben direkt von 8:30 – 12:00 Uhr Vorlesungen. Und um 12:00 – 14:30 soll man sich die, die die Klausur in StR bestanden haben, ihre Klausuren abholen.

Also… wollen die wirklich erst Dienstag Vormittag, während der Vorlesungen, die Noten bekanntgeben, wohl wissend, dass alle die ganze Zeit alle 5 Minuten auf ihre Handys starren oder das Studierendenportal auf ihren Laptops aktualisieren, bis endlich die Ergebnisse da sind? Das gibt nur Unruhe bis es endlich so weit ist, und wenn es so weit ist, werden alle entweder jubeln, frustriert auf Durchzug schalten und oder sich mit all den anderen Studenten links und rechts über deren Noten austauschen. Da wird garantiert keiner den Professoren lauschen.

Was denken sich die Verantwortlichen eigentlich dabei?!

Blöde Zeitplanung!

Wieso kann der NaNoWriMo nicht im Oktober sein und das Camp NaNoWriMo im März? Dann könnte ich dieses und die nächsten Jahre zumindest versuchen mitzumachen. Aber so? Im November ist das Semester voll im Gange und im April sind die ersten Probeklausuren. So brauch ich mir gar nicht sagen: Versuchs einfach mal. Ich würde entweder am Camp NaNo scheitern oder das Studium schleifen lassen.

Und nach dem ich das hier gelesen habe und mir fest vorgenommen habe, max. 10.000 € mehr fürs Studium auszugeben, kann ich es mir auch finanziell keine Studienflaute leisten.

Alles nur geträumt?

Geträumt, ich wäre durch alle Klausuren geknallt und hätte max. 3 Punkte in BGB. Bin vor Frust nach Afrika ausgewandert. Wenn ihr also ab nächster Woche nichts mehr von mir hört, bin ich auf Safari gegangen und werfe mit den Krokodilen zum Fraß vor oder hab mich aller Kleider entledigt und mich einem Ureinwohnerstamm irgendwo in der tiefsten Steppe angeschlossen.