Die Welt ist im Wandel…

Jedenfalls meine!

FullSizeRender 2Begonnen hat alles am 1. Vorlesungstag nach den Semesterferien. Denn plötzlich fühlte ich mich in der Uni wohl. Pudelwohl, wie man so schön sagt. Ich weiß nicht woher es kam, aber ich hoffe, dieses Gefühl bleibt mir noch einige Zeit erhalten.
Zudem habe ich plötzlich eine Lernpartnerin. Wir gehen jeden Freitag zusammen den Stoff in Sprachwissenschaften durch (im Moment sie eher mit mir, weil ich in Phonetik und Phonologie eine Niete bin). Beim Wochenendseminar vergangene Woche habe ich tatsächlich mir nix dir nix jemanden gehabt, mit dem ich die Mittagspause verbrachte – und seitdem schreiben wir uns ab und zu bei WhatsApp. Sind das diese natürlich geknüpften sozialen Kontakte von denen die Welt immer so redet?

Aber das seltsamste war folgendes.

Letzte Woche bin ich in meinem Seminar über österreichische Autorinnen mit dem Mädel, neben dem ich zufällig saß, ins Gespräch gekommen. Sie hat das Studienfach gewechselt, etwas was uns schon irgendwie verband. Es sind ja die kleinen Dinge im Leben.
Gestern habe ich mich dann einfach wieder neben sie gesetzt und wir haben uns locker unterhalten, auch während des Seminars. Sie gab mir einen Kaugummi ab und ich hab
e mich zu Tode geschämt, als mir die silberne Verpackung samt Inhalt auf den Boden fiel und ich erst von ihr darauf aufmerksam gemacht werden musste.
Wir unterhielten uns darüber, dass wir den Dozenten ganz niedlich (sie) bzw. heiß (ich) finden und über die Darstellung von Männern (mächtig, heiß, dominant) in NA-Romanen. Plötzlich holte sie aus ihrer Tasche den Ausdruck eines Gedichts, den der Dozent am Ende der Stunde ausgeteilt und ich nicht mehr mitbekommen hatte, weil ich den Bus erwischen musste. DAS hat mich nun wirklich aus den Schuhen gehauen. Wir haben uns erst einmal gesehen, ein paar Sätze gesprochen und sie hat dennoch für mich bereits Unterlagen mitgenommen. Ohne, dass ich sie darum bitten musste. So etwas ist mir in Jura nie passiert. Da musste ich schon drum betteln, dass jemand für mich Unterlagen mitnahm, oder seine mit mir teilte.

Apropos betteln

Am Wochenende findet das CampusKino statt… ein Herr der Ringehobbiton-1586978_640 Marathon. Darauf warte ich seit Studienbeginn! Aber wer geht mit? Spontan fragte ich einen Kumpel, der, wie erwartet, herumdruckste. Und ich fragte eben meine Lernpartnerin. Und das unglaubliche ist, sie hat sofort zugesagt. Ohne „Mh… weiß nicht“, oder „Mal sehen… ich kann das nicht versprechen“ oder „12 Stunden Herr der Ringe? Tickst du noch richtig?“

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Lernplan für die Semesterferien

Lernplan

Was sein muss, muss sein. Deswegen habe ich mir einen Lernplan für die Semesterferien erstellt. Ich weiß, dass er ambitioniert ist, aber ich versuche dennoch, so viel wie möglich davon zu schaffen. Mittlerweile habe ich sowieso schon ein schlechtes Gewissen, weil ich mir eine Woche komplett frei genommen habe. Das muss wohl dieses „Jura“ sein, von dem alle sprechen…

Endlich – die Klausuren sind vorüber

Am Freitag stand die letzte Klausur an und nach dem ganzen Stress der letzten Wochen war ich einfach nur noch genervt, motivationslos und hab deswegen auf gut Glück nur 2 der 6 oder 7 möglichen Klagearten gelernt  – und was soll ich sagen? Es kam genau die Klageart, die ich am besten konnte.
Insgesamt habe ich also dieses Semester 6 Klausuren geschrieben. Was soll ich sagen 😀 Es wird schon irgendwas zwischen 0 und 18 Punkten sein.

Jetzt nehme ich mir erstmal eine ganze Woche „frei“. Kasimir hat am Mittwoch Geburtstag und ich am kommenden Samstag. Wir werden feiern – hoffentlich bei gutem Wetter.
Außerdem werden jetzt mal alle Arzttermine nachgeholt, die ich in den letzten Monaten vernachlässigt habe. Und die Wohnung verdient auch einen Frühjahrsputz.

Zudem habe ich gestern eine Menge Geld im hiesigen Buchladen ausgegeben. Es wird wieder Zeit, dass ich mal wieder was anderes lese, als juristische Schriften

Das kann doch nicht deren Ernst sein!

Letzte Woche gabs die Statistik der Strafrechtsklausur mit der Ankündigung, es gäbe „Demnächst“ die Noten. Tja, bis jetzt gab es sie nicht! Morgen ist Feiertag, Samstag werden sie garantiert nicht im Büro auftauchen und Sonntag und Montag wird auch keine Bekanntgabe stattfinden.

Bekommen wir also allen ernstes die Klausurergebnisse am Dienstag?! Allerdings ist Dienstag Vorlesungsbeginn und wir haben direkt von 8:30 – 12:00 Uhr Vorlesungen. Und um 12:00 – 14:30 soll man sich die, die die Klausur in StR bestanden haben, ihre Klausuren abholen.

Also… wollen die wirklich erst Dienstag Vormittag, während der Vorlesungen, die Noten bekanntgeben, wohl wissend, dass alle die ganze Zeit alle 5 Minuten auf ihre Handys starren oder das Studierendenportal auf ihren Laptops aktualisieren, bis endlich die Ergebnisse da sind? Das gibt nur Unruhe bis es endlich so weit ist, und wenn es so weit ist, werden alle entweder jubeln, frustriert auf Durchzug schalten und oder sich mit all den anderen Studenten links und rechts über deren Noten austauschen. Da wird garantiert keiner den Professoren lauschen.

Was denken sich die Verantwortlichen eigentlich dabei?!

Blöde Zeitplanung!

Wieso kann der NaNoWriMo nicht im Oktober sein und das Camp NaNoWriMo im März? Dann könnte ich dieses und die nächsten Jahre zumindest versuchen mitzumachen. Aber so? Im November ist das Semester voll im Gange und im April sind die ersten Probeklausuren. So brauch ich mir gar nicht sagen: Versuchs einfach mal. Ich würde entweder am Camp NaNo scheitern oder das Studium schleifen lassen.

Und nach dem ich das hier gelesen habe und mir fest vorgenommen habe, max. 10.000 € mehr fürs Studium auszugeben, kann ich es mir auch finanziell keine Studienflaute leisten.

Alles nur geträumt?

Geträumt, ich wäre durch alle Klausuren geknallt und hätte max. 3 Punkte in BGB. Bin vor Frust nach Afrika ausgewandert. Wenn ihr also ab nächster Woche nichts mehr von mir hört, bin ich auf Safari gegangen und werfe mit den Krokodilen zum Fraß vor oder hab mich aller Kleider entledigt und mich einem Ureinwohnerstamm irgendwo in der tiefsten Steppe angeschlossen.

Geschafft

Vor etwa einer Woche kam die Studienbescheinigung für das zweite Semester… aber erst jetzt ist bei mir angekommen, dass ich das erste Semester tatsächlich überlebt habe. Ich hab es wirklich geschafft. Ich weiß nicht wie es lief, aber seltsamerweise ist das gerade nicht wichtig.

Es ist gar nicht so anstrengend wie gedacht, jeden Tag 2 – 3 Stunden in der Bahn zu fahren. Natürlich kommt die Bahn andauernd zu spät, natürlich fallen viele Züge aus und manchmal sitze ich auch in der Wohnstadt fest, weil die Straßenbahnen nicht kommen, da irgendein Vollpfosten mal wieder so geparkt hat, dass die Tram einfach nicht vorbei kann.
Wie man in den Vorlesungen nicht einschläft hab ich zwar immer noch nicht so raus, aber es wird schon irgendwie. Es kann ja nur besser werden 😀
Auch hat sich eine Angst von mir nicht realisiert. Ich habe dort tatsächlich schon sehr bald Anschluss gefunden. Unsere Gruppe umfasst 7 Personen und ist somit tatsächlich die größte Freundes-Gruppe, die ich jemals an einer Schule oder überhaupt hatte. Mittlerweile ist mein Alter eine Art Running-Gag geworden. Wenn ältere Studenten oder so kommen, wird immer wieder gefragt: Wie alt schätzt du den? Meine Antwort: Wahrscheinlich so in meinem Alter.
Aber mein Alter wird nicht genannt 😀 Auch die anderen werden regelmäßig gefragt: Wie alt schätzt du sie?
Meistens werde ich so 5 Jahre jünger geschätzt, was nicht gerade prickelnd ist, aber in Ordnung geht. Lieber wären mir 10 Jahre 😉 aber es ist besser als älter geschätzt zu werden.
Meine Klausuren liefen nicht so gut, wie ich insgeheim gehofft hatte, aber auch wenn ich Strafrecht versaut haben sollte (bei BGB und ÖRecht hoffe ich das beste), besteht immer noch die die Möglichkeit, bereits nach dem 3. Semester mit der Zwischenprüfung fertig zu sein. Dafür müsste ich in einem Jahr die Strafrechtsklausur einfach wiederholen – und natürlich in keiner anderen Klausur mehr durchfallen.

Bis zum 6.04 ist jetzt „Pause“. Die Pause nutz ich um meine Wohnung wieder auf Vordermann zu bringen und Kasimir dazu zu verdonnern, sich von zumindest 50 % seines Elektroschrotts (alte Drucker, Scanner usw.) aus der Wohnung zu schaffen. Ich werd auch ein paar Tage zu meinen Großeltern fahren, einen Stapel Bücher lesen, meine Steuererklärung machen und Lücken füllen, die ich in ÖRecht und BGB habe.

Mittwoch fängt die Fastenzeit an und ich hab mich dieses Jahr dafür entschieden, auf Süßigkeiten / Zucker, Alkohol und Koffein zu verzichten. Letztes Jahr waren Süßigkeiten und Alkohol verzichtet, dieses Jahr steigern wir mal die Schwierigkeit. Mal sehen wie es läuft 🙂

erste Klausur

Heute hab ich die erste Semesterabschlussklausur geschrieben – in BGB-AT Hier der Sachverhalt: IMG_1955 IMG_1956in unsere Lerngruppe / WhatsApp-Gruppe hat jeder etwas anders 😀 Die Widersprüche fangen schon bei der Anspruchsgrundlage an. Das kann ja heiter werden. Nachtrag: Kurz nach der Klausur: Ich bin die Königin der Welt!!! 10 Minuten nach der Klausur: Ach, das wird schon alles Punkte bringen. 3 Stunden nach der Klausur: 4 Gewinnt! Jetzt um 18:29 Uhr: Wenn ich es mir so recht überlege könnte ich auch Burger-Braterin bei Mcdoof werden…

Ok 🙂

die typische Jurastudentin

Gestern in der BGB-AG.

Der AG-Leiter stellt folgenden Fall vor:

A beauftragt B für As Freundin C ein „schönes Schmuckstück“ zu kaufen, da C Geburtstag hat und A keine Zeit ein Geschenk zu besorgen. Als finanzieller Rahmen gibt A dem B 200 € mit.

B geht zum Juwelier und findet in der Auslage ein paar Perlenohrringe. Die findet er ganz hübsch und kauft sie für 199 €. Die Quittung lässt er auf As Name ausstellen.

Als er die Ohrringe zu A bringt, ist dieser nicht sehr angetan und will sie nicht entgegennehmen, da C Perlen hasst, weil sie sie damit aussieht, wie eine typische Jurastudentin.

Ein Blick in die Runde… verhaltenes Kichern… das Mädel mir gegenüber trägt Perlenohrringe.