Gastbeitrag: Tipps und Tricks für das Onlinesemester

Hallo zusammen,

mein Name ist Jasmin und ich habe einen englischsprachigen Blog mit dem Titel ‘The Dawn of Inspiration’. Ich studiere derzeit zweit Master-Studiengänge – Germanistik und English Literatures and Cultures. Ich wollte unbedingt beide Fächer auch im Master weiter machen, weswegen ich mich für zwei Master- Studiengänge entschieden habe. Ich werde euch heute ein paar Tipps geben, um die aktuelle Situation ein bisschen besser zu bewältigen. Viel Spaß beim Lesen!

Das Onlinesemester stellt nicht nur Studierende auf eine Geduldsprobe, sondern auch unsere Lehrenden. Internet-Lehre als Neuland für beide Seite – im 21. Jahrhundert. Man sollte meinen der Ausbau dessen sei schon viel weiter, aber leider ist das nicht der Fall. Das bedeutet nunmal Stress für beide Seiten. Es bedeutet aber auch einen Wandel der Lehre, der seit ein paar Jahren definitiv fällig war. Meint ihr nicht?

Wie geht man nun mit der Situation um?

Selbstorganisation und Disziplin sind wichtige Begleiter in dieser Zeit, aber auch das Verständnis dafür, dass nicht alles reibungslos klappen muss und, dass manchmal nicht jedes To-Do geschafft wird.

Wie kann man trotzdem Erfolg haben und seine To-Do Liste abhaken auch wenn das gewohnte Umfeld fehlt? Wichtig sind Struktur und ein Plan, ohne die beiden Sachen wird das nichts. Sicherlich muss du nicht den gewohnten Alltag im Büro oder an der Universität nachstellen, wäre auch garnicht möglich, aber du musst etwas finden, das für dich eine Arbeitssituation schafft.

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Wie ich mit dem Paretoprinzip mein Studium rock(t)e

Das Paretoprinzip, auch 80-zu-20-Regel genannt, besagt nichts anderes, als das 80 % der Ergebnisse bereits mit 20 % des Gesamtaufwandes erreicht werden können. Die verbleibenden 20 % der Ergebnisse erfordern jedoch mit 80 % des Gesamtaufwandes die meiste Arbeit.

Je nachdem mit welchem Anspruch man an sein Studium geht, und welches Fach man studiert, kann man also mit relativ wenig Aufwand sehr viel erreichen. 

Da ich ein Mensch bin, der solange ein Motivationsproblem hat, bis er ein Zeitproblem hat, kommt mir dieses Prinzip sehr zugute. Allerdings habe ich es am Anfang meines Studiums nicht genau verstanden und auf mein Jurastudium kann ich es immer noch nicht anwenden – aber sowohl in meinem Bachelor als auch jetzt in meinem Masterstudiengang bringe ich damit gute Leistungen. 

Um das kurz zu veranschaulichen erkläre ich kurz, wie mein Bachelorstudium aufgebaut war:
Mein Germanistikstudium teilte sich in ein Grund- und ein Hauptstudium.
Im Grundstudium studierte ich 4 Module mit je 4 Seminaren.
Im Hauptstudium reduzierte sich das auf 2 Module mit je 2 Seminare.
Jedes Seminar musste mit einem Beteiligungsnachweis und jedes Modul mit einer Abschlussprüfung (AP) abgeschlossen werden. Lediglich die Abschlussprüfungen werden benotet und bilden zusammen mit der Bachelorarbeit die Bachelornote. 

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Online-Lehre: eine neue Chance

Seit etwa einer Woche läuft das Projekt Online-Semester und die Herangehensweise der einzelnen Fakultäten und Dozenten ist ganz unterschiedlich. Das mag nun Verbesserungswürdig sein, oder auch nicht, je nachdem welcher Lerntyp man ist. Fakt ist jedoch, dass wir alle in einem großen Experiment mitwirken, wie die Lehre an einer Präsenzuni auch zukünftig digital erfolgen kann.

Denn unbestreitbar bietet sie auch Chancen. So konnte ich dieses Semester mehr Seminare belegen, als ursprünglich geplant. Einige Seminare finden nicht live statt, sondern über Aufzeichnungen oder vertonte Powerpoint-Präsentationen. Diese kann ich mir ansehen, wann immer ich möchte und Zeit habe. So kann ich ausnahmsweise auch Veranstaltungen parallel belegen, oder während meiner Arbeitszeit. Dadurch wird es – natürlich nicht nur für mich – sehr viel einfacher, das Studium neben dem Beruf zu bewältigen. Außerdem entfallen die Pendelzeiten zur Universität, weswegen ich nun auch lediglich ein Seminar pro Tag belegen konnte, was früher für mich undenkbar war. 

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Digitale Lehre

Eine Sonderbefragung des Hochschulverbandes des Stifterverbands und der Heinz-Nixdorf-Stiftung von 168 Hochschulen hat ergeben, dass knapp 90 % der Universitäten sich gut oder „eher gut“ für einen Online-Lehrbetrieb gerüstet sehen. Dann muss sich meine Hochschule unter den restlichen rd. 10 % befinden.

In diesem Semester habe ich 5 reguläre Veranstaltungen aus 3 Fakultäten belegt. Die Wirtschaftswissenschaftliche Fakultät, bei der ich die Vorlesung Organisation und Personal für Nicht-Ökonomen belegt habe, lädt Videos mit vertonten Powerpoint-Präsentationen hoch. Was sich als genauso langweilig herausstellte, wie es sich anhört. Dem Dozenten fehlt eindeutig ein menschliches Gegenüber, denn monoton ist noch gar kein Ausdruck für die Qualität der Vertonung. Zudem lässt sich in der heutigen Zeit durchaus darüber streiten, wie sinnvoll Vorlesungen überhaupt noch sind.

Die Juristische Fakultät, bei der ich die Vorlesung Wirtschaftsrecht besuche, findet via Zoom-Webinar statt. Der Live-Aspekt sorgt natürlich für einige interessante Gegebenheiten. So sitzt der Dozent in seinem Homeoffice, redet 1,5 Stunden und beantwortet Fragen aus dem Chat. Alle anderen Teilnehmer bleiben verborgen und stumm. Wenigstens ist hier der Vorteil, dass ich niemandem zeigen muss, wie ich in Jogginghosen in meinem Arbeitszimmer sitze.

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Start ins vierte Semester

Mein neuer Stundenplan für das Wintersemester steht. Und trotz aller Widrigkeiten sieht es so aus, als würde ich meinen Bachelor doch in der Regelstudienzeit machen können. Und das, obwohl ich nach 2 Semester das Ergänzungsfach gewechselt und ich nebenbei in Teilzeit arbeite.

Das nächste Semester wird vom Pensum her die Hölle – aber manchmal muss man durch die Hölle gehen um auf den Wolken tanzen zu können. Keine Ahnung wer diesen kitschigen Spruch mal ursprünglich gesagt hat, aber irgendwie passt er. Und in einer Sache bin ich sehr gut: Ich kann super schwierige Situationen aussitzen.

Ich habe 9 Veranstaltungen im kommenden Wintersemester. In vier davon muss ich Abschlussprüfungen machen. Drei Hausarbeiten, eine Klausur. Dann kommt im Sommersemester nur noch die Bachelorarbeit sowie eine AP.

Ich freue mich auf das anstehende Semester. Es tut mir gut, gefordert zu sein. Gefordert in zwei Bereichen, die mir Spaß machen.

Auch mein Projekt schreitet voran. Die Zeit wird knapper, die Tage kürzer. Dennoch halte ich an meinem drei-Monatsplan fest. Es sind noch 68 Tage übrig und ich bin nicht diszipliniert genug. Mal sehen ob es besser wird.

Jedes Semester bedeutet Entscheidungen

Es ist die erste Veranstaltung dieses Semester und während der Dozent einen Studienverlaufsplan nach dem anderen auf die weiße Wand projiziert, überlege ich krampfhaft, wie Kamikaze ich die nächsten Semester angehe. Besser gesagt: wie heftig es im Wintersemester 2018/2019 und im Sommersemester 2020 wird. Und eine weitere Frage drängt sich jetzt auf, die vorher noch so weit weg erschien und nun dringend beantwortet werden muss: Mache ich meinen Master? Und wenn ja, in welchem Fach?

Wer glaubt, sich für ein Studienfach zu entscheiden, wäre die einzige Entscheidung hinsichtlich eines Studiums, liegt leider falsch. Jedes Semester muss man seinen Studienplan überdenken. Es ist manchmal schwierig die eigenen Leistungen im Blick zu behalten. Welche Module muss man belegen, welche Kurse habe ich schon belegt und welche fehlen. Sich für eine Klausur in einem bestimmten Seminar zu entscheiden heißt auch, dass man in einem anderen Seminar keine Klausur schreiben muss oder kann. Nicht jedes Seminar das mich interessiert, kann ich belegen, weil es sich mit anderen Pflichtveranstaltungen überschneidet.

Stundenplan steht

Noch hab ich kein einziges Wort meiner Hausarbeit (meiner zwei Hausarbeiten) geschrieben, aber ich hab zumindest schon einmal meinen Stundenplan fürs kommende Semester zusammengestellt. So ganz funktioniert es noch nicht, da die Übung in Politikwissenschaft genauso wie die AGs in Jura nach Priorität bzw. nach dem Windhundverfahren vergeben wird – und zwar erst ab dem 7.10. Aber Montag und Donnerstag hab ich frei, was meine Chefin in der Redaktion freuen dürfte.
Was mich in Hochstimmung versetzt, ist die Blockveranstaltung an 4 Samstagen. Dann muss ich das Proseminar nicht im Sommersemester 2018 belegen und hab Zeit für eine Hausarbeit um nicht wieder das gleiche Problem wie jetzt zu haben.

Falls ihr übrigens eine Idee für ein relativ spannendes Thema in Bezug auf Veza Canetti habt, nur her damit!