Start in die Vorlesungszeit

phone-1196697_640Gestern war Vorlesungsstart und es tat gut, endlich wieder im regulären Trott zu sein. Aufstehen, die Bahn zur Uni nehmen und zu wissen, ich bleibe länger als 30 Minuten.  Zwischen zwei Veranstaltungen hatte ich zwei Stunden Leerlauf und saß  auf den Stufen vor dem Audimax. Die Sonne schien durch die Deckenfenster, ich knabberte mein Müsli und laß. Es fühlte sich gut an. Die Beine verschränkt, vor mir auf den Knien ein Buch. Studenten aller Fachrichtungen eilten oder schlenderten am mir vorbei. Niemand interessierte sich für mich, beurteilte mich. Ich kann mich nicht erinnern, jemals so entspannt in der Uni gesessen zu haben. Bin ich endlich angekommen? Nach 5 Semestern?

Für solche Momente liebe ich die Universität

Auf dem Campus hatte eine Hochschulpartei ihren Stand aufgebaut, sprach vorbeigehende Studenten an und hielt ihnen Flyer, Stifte und Bib-Chips entgegen. „Hey! Willst du dich über uns informieren?“ „Alles was ich will ist betrunken sein!“, die knappe Antwort eines BWLers um 10:30 Uhr.

Im Zug unterhielten sich zwei Medizin-Studentinnen. Als die eine der anderen erzählt, sie hätte im vergangenen Semester einmal an einem Tag 4 Tassen Kaffee getrunken, weil sie so müde war und danach war sie total hibbelig, musste ich mir ein lautes Lachen verkneifen.  Amateurin. Erstsemester. 

Motivationsschub

Im Lit-Wit-Seminar über Schriftstellerinnen setzte ich mich bewusst zwischen zwei Jungs. Die kichern wenigstens nicht, wenn der Dozent (Al Borland in jünger und cooler) über die erotischen Nebentöne des Gedichts redet. Im Gegensatz zu den beiden Kim Kardashian-Verschnitten mir gegenüber.
Leider hat mein Dozent mir schon in der ersten Stunde den Wind aus den Segeln genommen. Er möchte, dass wir sämtliche Unterlagen ausdrucken und mitnehmen. Dabei wollte ich dieses Semester doch mit GoodNote/Pages ein wenig tiefer ins papierlose Studium abtauchen – und meinen Rücken schonen. Hoffentlich klappt es zumindest bei den anderen Kursen.

Aber auch was die Kurse angeht, ist dieses Semester etwas besonders für mich. Zum ersten Mal hab ich aufmerksam das Kubus-Programmheft studiert und mich direkt für mehrere Workshops angemeldet. Zwar brauche ich die CPs nicht, weil ich alles aus Jura für den Wahlpflichtbereich anrechnen kann, aber die Kurse interessieren mich:

  • Logik & Argumentation
  • Einführung in das Marketing
  • Online Marketing & Web Usability
  • Karriere im Buchverlag
  • Zeitmanagement
  • Leicht(er) Lernen
  • Das Vorstellungsgespräch

Für ein paar davon bin ich schon zugelassen. Nun hoffe ich, dass ich auch zum Rest eine verbindliche Zusage bekomme. Außerdem überlege ich, ob ich nicht noch einen Rhetorik-Kurs belegen soll. Davon kann man schließlich nie genug haben!

Jura-Flohmarkt – Update

Das neue Semester naht und je näher es kommt, desto länger wird die Wunschliste für neue Bücher. Also  verkauf ich mal wieder ein paar meiner alten Lehrbücher, Skripte und Zeitschriften.

ZivilR: 
BGB-AT – Brox/Walker, 37. Auflage, 8 €
Handels- u. Gesellschaftsrecht, Schwabe, 6. Auflage, (neu), 12 €
Der Zivilrechtsfall, Johann Braun, 3. Auflage, 5 €
Schuldrecht AT – Looschelders, 10. Auflage, 10 €
Schuldrecht BT – Looschelders, 8. Auflage, 10 €

ÖR: 
Allgemeines Verwaltungsrecht, Detterbeck, 12. Auflage, 10 €
Definitionen ÖR, Alpmann, 3 €
Aufbauschemata ÖR, Alpmann, 5 €
Grundrechte Staatsrecht II, Pieroth/Schlink, 29. Auflage, 10 €
Verwaltungsrecht AT 2, Niederle Media, 5. Auflage, 2 €
Polizei und Ordnungsrecht NRW, Hemmer, 5. Auflage, 10 €
Verwaltungsrecht BT I, Schlömer & Sprörl, 3. Auflage, 10 €
Verwaltungsrecht BT II, Schlömer & Sprörl, 2. Auflage, 10 € „Jura-Flohmarkt – Update“ weiterlesen

Lernplan für die Semesterferien

Lernplan

Was sein muss, muss sein. Deswegen habe ich mir einen Lernplan für die Semesterferien erstellt. Ich weiß, dass er ambitioniert ist, aber ich versuche dennoch, so viel wie möglich davon zu schaffen. Mittlerweile habe ich sowieso schon ein schlechtes Gewissen, weil ich mir eine Woche komplett frei genommen habe. Das muss wohl dieses „Jura“ sein, von dem alle sprechen…

ein gutes System – endlich

So, endlich scheine ich das richtige System fürs Studium gefunden zu haben. Hat ja auch nur 3,5 Semester gedauert…

Normale Mitschriften funktionieren bei mir nicht. Darin war ich noch nie gut. In der Schule mussten meine Unterlagen immer sehr ordentlich sein. Am besten war es, wenn die Lehrer viel auf die Tafel geschrieben haben. Mathe war dementsprechend immer sehr gut, Philosophie sehr schlecht (der hat nämlich nie auch nur ein einziges Wort auf die Tafel geschrieben).

Ich kann also nicht einfach in der Vorlesung sitzen und mitschreiben. Ich weiß einfach nicht wie. Ordentliche Unterlagen bekomme ich so nicht. Also brauch ich Lehrbücher, Skripte, Fallbücher und die Folien um meine Notizen ordentlich zu machen. Dauert länger, ist anstrengender, aber bringt mir mehr. Mit der Hand schreiben ist auch effektiver als am Computer. Deswegen bin ich bei den meisten „Fächern“ wieder auf Schulhefte umgestiegen.

Auf meinem iPad lade ich mir jetzt immer die aktuell benötigten Kapitel der Lehrbücher in der Bib runter und hab auch so in den AGs immer die Fälle dabei ohne sie ausdrucken zu müssen. Das mach ich später nur mit den Lösungsskizzen.

Zudem habe ich mir einen akademischen Timer von Moleskine besorgt, der als Studienplaner / „Hausaufgabenheft“ fungiert. Es macht einfach mehr Spaß, darin meine To-Dos einzutragen, als in eine App.

Auf meinem Schreibtisch liegen 3 Jurismappen (werden die immer noch so genannt?) in denen ich die losen Aufgabenblätter lege, die ich in der jeweiligen Woche bis Sonntag abgearbeitet haben will. Sieht einfach schöner aus als sie einfach so rumliegen zu haben und wenn ich sie in die passenden Ordner geheftet hätte, wäre es ziemlich schnell „aus den Augen aus dem Sinn“.

Zudem lerne ich mit Karteikarten. Aber da meist nur vor dem Schlafen gehen, angeblich soll man da ja besonders gut die Sachen behalten können.

Und ich mach zurzeit bei einer Challenge mit… #100HoursOfStudy Ich will es in 3,5 Wochen schaffen 😀

 

Es geht wieder los – 4. Semester

So, heute beginnt das ernsthafte Leben wieder *hust*. Es ist offiziell erster Vorlesungstag. Außerdem die letztmögliche Abgabe der Hausarbeit.

Ratet mal wer heute um 8:12 Uhr das letzte Wort der Hausarbeit geschrieben hat? Genau 😀 Ich.
Ausgedruckt hab ich sie mittlerweile auch *voll stolz*. Allerdings gibt es ein kleines Problem mit dem Brenner. Die Hausarbeit muss auf CD, mein Brenner will allerdings nicht. Also hoffe ich, dass Kasimir in den nächsten 15 Minuten aufsteht, damit er sie mir brennen kann. Ich geh mal aus, dass mein Brenner einfach kaputt ist. Warum sollte eine Word- und PDF-Datei sich sonst weigern, auf einen hübschen DVD-Rohling gepresst zu werden?!

Jedenfalls bin ich bereits jetzt gut eingedeckt was Lernmaterial und guten Vorsätze betrifft. Ich bin auch schon fleißig am Lernplan erstellen und hoffe, dass wir von den Professoren noch eine Art Terminplan bekommen. Ein paar geben ja immer schön bekannt, welches Thema sie wann zu lehren gedenken. Ansonsten frag ich einfach mal die AG-Leiter.

Im Groben sieht mein Plan wie folgt aus:

  • Alle Vorlesungen besuchen (außer Strafrecht – das hat bei diesem Professor echt null Sinn)
  • Alle AGs ordentlich besuchen und auch aktiv mitarbeiten
  • In Sachenrecht, Strafrecht und StaatsOrga je 2 Schwabe-Fälle pro Woche bearbeiten
  • In Schuldrecht-AT, Gesellschaftsrecht und Verwaltungsrecht je 1 Schwabe-Fall pro Woche bearbeiten
  • Pro Tag 1 Fall unter Klausurbedingungen lösen.
  • Am Wochenende sich in die Themengebiete der nächsten Woche einlesen… damit man in der AG auch mal schlau wirken kann 😉
  • Abends nacharbeiten was am Tag so dazu kam.

Zudem hab ich dieses Semester 2 Kurse des Studierendenservice belegt. Einmal: „Richtig lernen – die Methodik“  und „Die psychologischen Aspekte der Prokrastination“.

befreit

… ich fühle mich befreit.

Endlich… endlich sind alle Klausuren des 3. Semesters geschrieben und ich kann mir meine wohlverdiente Pause bis zum 01.03. gönnen – die natürlich ganz im Zeichen der Wohnung steht.

Es waren jetzt 5 Klausuren innerhalb von 8 Tagen und obwohl sich das ja sehr human anhört, war es doch recht fies… Aber hey, ich will ja nicht verschweigen das ich ja selbst dran schuld an der Miesere war…

Wie es diesmal lief? Wieder durchwachsen… Mit BGB stehe ich wohl etwas auf Kriegsfuß – aber ich bin sicher, im nächsten Semester begraben wir das Kriegsbeil und rauchen eine Friedenspfeife miteinander.

Die SAK-1 in BGB lief jedenfalls extrem gut und auch die SAK-1 in Strafrecht lief überraschend gut. Zu gut vielleicht?

Auch die SAK-3 in Strafrecht war super (und die Klausur in der kleinen Übung am 4.2 – hey, die lief auch super!).

Bei Grundrechte bin ich mal n bissl verhalten positiv und in der BGB-SAK-3 denk ich mir: Hey, Sachenrecht ist sicherlich n ganz tolles Thema! Außerdem kann ich ja auch noch mal Schuldrecht AT nachschreiben und darin leg ich jetzt meine ganzen Hoffnungen 😀

Heute geht es dann direkt weiter mit dem Projekt Villa Kunterbunt.

Ich streiche Kasimirs Schreibtisch in schwarz und Rubinrot (ich bin etwas neidisch wegen des Rottons und überlege, was ich mir jetzt in der Farbe noch lackieren könnte 😉 ). Morgen häng ich dann alle restlichen Lampen auf, hole einen schwarzen gebrauchten Teppich für Kasimir ab, den ich bei Ebay-Kleinanzeigen gefunden habe und montiere sämtliche Vorhangstangen.

Freitag darf Kasimir dann die Teppiche reinigen und ich arrangiere schonmal alle Möbel, die drüben sind.

Und bis Montag wird dann alles in Kartons gepackt was in der alten Wohnung ist und mit meinem süßen kleinen Twingo Etappenweise in die neue Wohnung geschafft (zum Glück ist der Weg nicht weit).

Dienstag ist dann der ganz große Tag und wenn alle Helfer die zugesagt haben auch wirklich kommen, dürften die paar Möbel ratz fatz im neuen Zuhause ankommen.

Hoffentlich geht auch wirklich alles Problemlos über die Bühne.

Ach ja, wann die Fußbodenleisten angebracht werden, weiß ich noch immer nicht, aber im Notfall müssen die Polen das halt machen, wenn wir schon längst eingezogen sind.

Semesterbeginn

Montag beginnt das Semester und ich freu mich richtig darauf.
Gestern gab es die Noten zurück und ich bin sehr zufrieden. Ich bin motiviert.Sehr sogar.

Diesmal werde ich das Semester auch ein wenig anders angehen. Zum ersten habe ich mich für einen Online-Kurs angemeldet: „Mache ich später“. Ein Kurs gegen die Prokrastination.

Außerdem für einen Kurs über die „Kriminologie bei Gewaltkriminalität“. Einfach nur aus Spaß. Zudem mache ich bei einer Wiederholer-AG für Strafrecht-AT mit, da ich ja die Klausur aus dem 1. Semester im Februar nachschreiben muss.

Zudem habe ich mir jetzt endlich ein iPad inklusive Tastatur gegönnt. Damit kann ich in den Vorlesungen ordentlicher mitschrieben, alle Unterlagen immer dabei haben und in der Bib zugriff auf die Beck-Datenbank haben, auch wenn ich keinen Computerplatz erwischt habe.

Eine Uniwoche

Uni1

So sieht ungefähr jeder Tag aus. Ich ärgere mich über die Spiralheftung meines Semesterplaners (weswegen ich mir für 2015/2016 garantiert keinen mehr kaufen werde), die Tinte meines Füllers will nicht da bleiben, wo sie hingehört, mein Schreibtisch bietet viel zu wenig Platz für geordnete Unterlagen und ich schreibe zig Karteikarten.

Uni2

Letzte Woche gab es einen CareerDay an unserer Uni und ich hatte ein interessantes Gespräch mit Microsoft. Leider rückte die Frau nichts von ihren Schlüsselbändern und Handyhüllen raus… andere Firmen waren da spendabler. Während andere sich an Kugelschreiber und Marker hielten, griff ich mir diese Notizblöcke mit Post-Its. Die kann man für alles mögliche gebrauchen und man kann nie genug haben. Es gab auch n paar Bleistifte und natürlich Süßigkeiten. Die Sparkasse verteilte frisches Popcorn und andere Firmen Klausurblöcke, frischgepressten O-Saft und Porzellanbecher-To-Go.

Es wurden auch gratis Bewerbungsbilder angeboten – aber da hab ich dann drauf verzichtet. Was daran lag, dass ich den CareerDay völlig verschlafen und auch keine Erfahrung damit hatte (ich wusste nicht was da auf mich zukommt – wir Juristen waren ja auch nicht offiziell angesprochen) und daher kam ich als ICH in die Uni. Chucks, Jeans, Ringelpullover und nur mit Mascara geschminkt. Die „normale“ Juristin hatte natürlich wie jeden Tag Bluse und Blazer an und kann in 2 Wochen ihre gratis Bewerbungsbilder abholen. Nächstes Jahr weiß ich es besser.

Uni3Meine Gesetzestexte sehen im Moment recht bunt aus. Das erste Semester habe ich normal mit Textmarker markiert. Da gefallen mir aber diese Tintenkleckse am Ende nicht. Außerdem drücken sie, zumindest bei den Beck-Texten, durch. Daher gibts jetzt Bunt- und Bleistifte.

So kann es weitergehen

Die letzten 2 Wochen waren perfekte Uniwochen. So schöne Uniwochen hatte ich im letzten Semester nicht. Die meisten Vorlesungen sind einfach spitze. Die Dozenten witzig und fähig, den Stoff spannend zu präsentieren und meine Anglo-American-Law-Vorlesung ist das reinste Kino. Da bring ich nächste Woche definitiv Popcorn mit.

Aber auch das Wetter spielt eine große Rolle. In den „Freistunden“ konnte ich hervorragend draußen auf der Wiese liegen, zwei Stunden schlafen ^^ und im Sonnenschein lernen. Das macht einfach Laune! Wenn es so bleibt, wird das Semester spitze!

Listen geschrieben

Ich hab mich jetzt endgültig damit abgefunden, dass ich zumindest die nächsten Semester weiterhin in dieser Wohnung leben werde. Womit ich mich nicht abgefunden habe: wie sie jetzt aussieht. Deswegen gibt es jetzt auch einen groben Plan, was gemacht werden muss. Er ist bei weitem nicht vollständig und soll auch nicht sofort abgearbeitet werden… aber wenn mal Zeit ist, dann wird sie nach und nach abgearbeitet. Und es gibt eine Wunschliste für die Wohnung. Alles was ich gerne noch machen bzw. haben würde, damit sie hübscher aussieht. Wie eine Wohnung eben 🙂

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