Finanzielle Selbstverantwortung: Das Zwei-Konten-Prinzip

Als ich vor Jahren anfing, mich intensiver mit meinen Finanzen und meiner Altersvorsorge auseinander zu setzen, hat sich für für mich das 2-Konten-Prinzip als äußerst effektiv herausgestellt. Der Tipp kam von meinem Großvater und hat sich in den letzten Jahrzehnten in unserer Familie bewährt. Gerade am Beginn meiner Ausbildung bzw. meines Studiums hat es mir geholfen, mir trotz geringen finanziellen Spielraums in meinem Budget zu bleiben und ein kleines finanzielles Polster zu errichten.

Was ist das Zwei-Konten-Prinzip?

Das Zwei-Konten-Prinzip gehört zu den einfachsten Dingen, die man machen kann, um in seinem Budget zu bleiben. Das erste Konto deckt die fixen Kosten ab und einen Betrag x für alltägliche Ausgaben und Aufwendungen für die Freizeit. Das zweite Konto dient als Parkplatz für einen Notgroschen.

Achtung: Diese Methode eignet sich meiner Meinung nach lediglich zum Einhalten seines persönlichen Budgets und zum Aufbau eines Notgroschens (falls der Computer oder die Waschmaschine kaputtgehen sollte), nicht zum nachhaltigen Vermögensaufbau.

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Selbstorganisation mit dem Bullet Journal

Seit ungefähr sechs Jahren arbeite ich mit dem Prinzip des Bullet Journals. Das Konzept für dieses Selbstorganisations-Tool stammt von Ryder Carroll, dessen System sehr minimalistisch, aber effektiv ist. Mittlerweile gibt es eine große Community, die das Konzept weiterentwickelt hat, wobei nur noch wenige mit dem original minimalistischen Design arbeiten. Auch ich habe am Anfang sehr viel Zeit in die Gestaltung meines Bullet Journals gesteckt und ausgiebig verziert. Mittlerweile bin ich jedoch davon weg, sodass mein Layout überschaubarer geworden ist. Mein BuJo ist für mich das Tracking-Instrument und Selbstführungs-Tool schlechthin. Im Folgenden gebe ich euch einen kleinen Einblick in dieses mächtige Timemanagement-Werkzeug.

Meine Wochenansicht

Weekly-Layout meines Bullet Journals

Termine und Aufgaben

In meinem wöchentlichen Spread notiere ich zum einen meine Termine und zum anderen wichtige Ereignisse wie zum Beispiel Geburtstage oder den Umzug meiner besten Freunde. Zudem ist dort sehr viel Platz für Aufgaben. Ich bin ein großer Fan von To-Do-Listen. So finde ich es einerseits befriedigend, wenn ich erledigte Aufgaben abhaken kann, andererseits ist es schön visualisiert zu haben, was man schon alles geschafft hat. Wenn man größere Aufgaben in kleinere Einheiten unterteilt und diese als einzelne Tasks betrachtet, erscheinen die Hürden bis zu einem großen Ziel nicht mehr so hoch. Aufgaben, die an einem bestimmten Tag zu erledigen sind, schreibe ich in die Spalte des zugehörigen Datums. Aufgaben, die irgendwann in der Woche gemacht werden müssen, kommen in die sogenannte Running-List. Ich hake dann ab, wann ich sie erledigt habe. Natürlich könnte ich sie einfach so abhaken, ohne sie im Nachhinein einem Tag zuzuordnen. Aber auch hier hilft mir die Visualisierung. Und ich kann sehen, an welchen Tagen ich besonders produktiv bin.

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Gastbeitrag: Tipps und Tricks für das Onlinesemester

Hallo zusammen,

mein Name ist Jasmin und ich habe einen englischsprachigen Blog mit dem Titel ‘The Dawn of Inspiration’. Ich studiere derzeit zweit Master-Studiengänge – Germanistik und English Literatures and Cultures. Ich wollte unbedingt beide Fächer auch im Master weiter machen, weswegen ich mich für zwei Master- Studiengänge entschieden habe. Ich werde euch heute ein paar Tipps geben, um die aktuelle Situation ein bisschen besser zu bewältigen. Viel Spaß beim Lesen!

Das Onlinesemester stellt nicht nur Studierende auf eine Geduldsprobe, sondern auch unsere Lehrenden. Internet-Lehre als Neuland für beide Seite – im 21. Jahrhundert. Man sollte meinen der Ausbau dessen sei schon viel weiter, aber leider ist das nicht der Fall. Das bedeutet nunmal Stress für beide Seiten. Es bedeutet aber auch einen Wandel der Lehre, der seit ein paar Jahren definitiv fällig war. Meint ihr nicht?

Wie geht man nun mit der Situation um?

Selbstorganisation und Disziplin sind wichtige Begleiter in dieser Zeit, aber auch das Verständnis dafür, dass nicht alles reibungslos klappen muss und, dass manchmal nicht jedes To-Do geschafft wird.

Wie kann man trotzdem Erfolg haben und seine To-Do Liste abhaken auch wenn das gewohnte Umfeld fehlt? Wichtig sind Struktur und ein Plan, ohne die beiden Sachen wird das nichts. Sicherlich muss du nicht den gewohnten Alltag im Büro oder an der Universität nachstellen, wäre auch garnicht möglich, aber du musst etwas finden, das für dich eine Arbeitssituation schafft.

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Ich werde zufrieden sein

Im vergangenen Jahr haben drei unterschiedliche Menschen zu einem unterschiedlichen Zeitpunkt etwas zu mir gesagt, was eine Weile gebraucht hat, bis ich es wirklich verstanden habe.

Das erste Mal sagte es der Ehemann meiner besten Freundin zu mir. Das war so ungefähr im Juli. Wir saßen auf ihrem Sofa und aßen indisches Take-away. Den genauen Zusammenhang weiß ich nicht mehr, aber er erzählte, dass ihm eine Erkenntnis sehr geholfen hat: Es hilft einem nicht, nach links und rechts zu gucken um sich mit anderen zu vergleichen. Dadurch wird man nicht glücklich. Es wird immer Menschen geben, die es besser haben. Man muss mit seinem eigenen Leben, seinen eigenen Ansprüchen und seinen eigenen Fehlern zurecht kommen.

Ein paar Monate später zog sich ein von mir sehr geschätzter Blogger völlig aus den Sozialen Medien zurück. Zuvor war er schon „kürzer getreten“ und meinte, allein das hätte ihm schon sehr geholfen, wieder so einiges ins rechte Licht zu rücken und klarer zu sehen.

In der Adventszeit war ich mit meinen Mädels beim traditionellen Weihnachtsbrunch und auch sie erklärten, dass sie aufgehört haben, sich mit anderen zu vergleichen bzw. darauf zu achten, was andere machen und wie andere ihr Leben leben.

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Was glücklich macht

Am 2. Advent hatten wir Mädels unseren traditionellen Weihnachtsbrunch. Seit wir nicht mehr gemeinsam die Schulbank drücken, ist es immer schwierig einen Termin zu finden, an dem wir alle können – im Advent klappt es immer. Notfalls wird da auch schon einmal ein Seminar gecancelt.

Ich genieße diese paar Stunden immer sehr. Auch wenn sich dieses Jahr so einiges geändert hat. Man hat uns aus irgendeinem Grund direkt neben die Kinderecke platziert, was uns unser Lieblingsthema, Sex, irgendwie vermiest hatte. Stattdessen redeten wir über Rentensparpläne, Altersvorsorge und über Patientenverfügungen. Und wir redeten darüber, dass es nicht glücklich macht, wenn man sein Leben immer mit dem von anderen vergleicht. Und das haben die drei sehr viel besser verstanden als ich.

Projekt-Resümee

Seit etwa 3 Wochen ist mein 3-Monats-Plan vorbei und es lief nicht ganz so, wie ich es mir erhofft hatte. Aber tut es das jemals? Vor ein paar Wochen wäre ich deswegen noch sehr traurig und niedergeschlagen. Aber es mir gut. Ich habe zwar mein Ziel nicht erreicht, aber ich bin ein sehr gutes Stück weiter gekommen. Und wer hindert mich daran, den Plan weiterzuverfolgen? Niemand.

Ich habe ein paar Punkte für mich aufgestellt, an die ich mich halten werde.

  1. Pläne können sich ändern. Auch spontan. Es ist kein Weltuntergang.
  2.  Manche Dinge brauchen Zeit und Geduld.
  3. An sich zu arbeiten bedeutet, sich jeden Tag aufs neue dafür zu entscheiden.
  4. Es ärgert bestimmte Menschen am meisten, wenn man scheiß freundlich zu ihnen ist.
  5. Es lohnt sich, sich zu vergewissern, ob die eigenen Wünsche noch aktuell sind.
  6. Wünsche ändern sich, das ist okay.
  7. (Glüh)Wein hilft.
  8. Bücher auch.
  9. Manche Menschen sind so unzufrieden mich sich selbst, dass sie ihren Frust und ihren Selbsthass auf dich projizieren nur um sich selbst ihre eigenen Fehler nicht eingestehen zu müssen. Geh darüber hinweg.

Das Projekt geht weiter. Bis ich am Ziel bin. Egal wie lange es dauert. Obwohl ich ja schon insgeheim eine Deadline habe: Mai 2019.

Projektfahrplan – Halbzeit

Halbzeit.

Was wurde gemacht?

Fehlstrukturen wurden erkannt und werden langsam aber sicher umgebaut. Ein paar waren schon zu Beginn des Projekts klar ersichtlich, ein paar andere kamen erst im Laufe der letzten Wochen ans Tageslicht. Bei einigen frage ich mich, wie ich so lange damit leben konnte – und wieso mir nicht auffiel, wie toxisch diese Strukturen sind.

Neue Strukturen werden aufgebaut. Dies ist schwieriger als gedacht. Immer wieder falle ich in alte Verhaltensmuster, alte Tagesabläufe und Ansichten. Jedoch verbuche ich es als Fortschritt, dass mir das auffällt. Es war nicht alles realistisch, was ich mir am Anfang des Projekts als Ziel gesetzt habe – aber das ist egal. Aber Ziele kann man korrigieren. Eine Gewinnwarnung.

Wie sieht es aktuell aus?

Ich bin nicht ganz da, wo ich nach der Hälfte sein sollte. Aber das ist okay. Ich habe Unterstützung bekommen, einen Sparring-Partner. Seitdem geht es in einigen Bereichen viel leichter. Freunde helfen mir. Unterstützen mich. Das ist ein gutes Gefühl. Vergangene Woche wurden einige Punkte klarer und ich weiß genauer, wo ich ansetzen muss um bessere Ergebnisse zu erzielen.

Was kommt als nächstes?

Der aktuelle Schwerpunkt wird weiter ausgebaut und die Bemühungen intensiviert. Es gibt feste Fixpunkte, die erreicht werden wollen. Jede Woche erneut. Dazu kommen neue Probleme und Herausforderungen – die ich so nicht habe kommen sehen. Die Projektkosten sind dabei stabil. Eventuell wird übernächste Woche ein bisschen mehr investiert.

Projektfahrplan: Zeit

Will ich mein Projekt ordentlich über die Bühne bringen, muss ich Ressourcen wie Zeit, Betriebsmittel, Material und Informations- und Kommunikationstechnik so planen, dass sie meinem Ziel dienlich sind.

Insbesondere der Faktor Zeit ist dabei knapp bemessen. Das Projekt geht über 3 Monate, das sind  12 Wochen à  10.080 Minuten. Pro Woche arbeite ich etwa 1.980 Minuten. Dazu kommen 720 Minuten Wegzeit. 210 Minuten sind für einen festen, nicht verschiebbaren Termin reserviert. 2.950 Minuten wird geschlafen. Übrig bleiben 4.310 Minuten. Fast 72 Stunden.

Die verschiedenen Teilbereiche meines Projekts benötigen unterschiedliche Zeitanforderungen. Für Teilbereich A werde ich 780 Minuten einplanen. Im Teilbereich B werden es  540 Minuten sein. 210 Minuten sind Transferzeit – Zeit, die zwischen Teil A und Teil B als Verbindungsstück dient. Die restlichen Minuten werde ich auf der Couch liegen, mit einem guten Glas Wein oder Whiskey und mich fragen, wieso ich diesen Mist unbedingt durchziehen muss.

Projektfahrplan

Ansatz

Manches in meinem Leben braucht einen neuen Rahmen, anderes benötigt eine andere Richtung, Fähigkeiten müssen ausgebaut werden. Ein Rundumschlag.

Zielsetzung

In 3 Monaten genau diese Punkte umsetzen bzw. Veränderungen anstoßen. In der Theorie ist es einfach. Man erkennt die Prozesse die eine Veränderung bedürfen und passt sie neuen Gegebenheiten an, verbessert sie.

Lösung

Veränderungen in dieser Größenordnung können nicht allein umgesetzt werden. Ich hole mir Hilfe mit ins Boot, Unterstützung und das nötige Know-How. Die Kosten sind überschaubar. Fürs erste. 115 € reine Projektkosten, Spesen und Zubehör nicht inbegriffen.

Stundenplan steht

Noch hab ich kein einziges Wort meiner Hausarbeit (meiner zwei Hausarbeiten) geschrieben, aber ich hab zumindest schon einmal meinen Stundenplan fürs kommende Semester zusammengestellt. So ganz funktioniert es noch nicht, da die Übung in Politikwissenschaft genauso wie die AGs in Jura nach Priorität bzw. nach dem Windhundverfahren vergeben wird – und zwar erst ab dem 7.10. Aber Montag und Donnerstag hab ich frei, was meine Chefin in der Redaktion freuen dürfte.
Was mich in Hochstimmung versetzt, ist die Blockveranstaltung an 4 Samstagen. Dann muss ich das Proseminar nicht im Sommersemester 2018 belegen und hab Zeit für eine Hausarbeit um nicht wieder das gleiche Problem wie jetzt zu haben.

Falls ihr übrigens eine Idee für ein relativ spannendes Thema in Bezug auf Veza Canetti habt, nur her damit!