Stundenplan steht

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Noch hab ich kein einziges Wort meiner Hausarbeit (meiner zwei Hausarbeiten) geschrieben, aber ich hab zumindest schon einmal meinen Stundenplan fürs kommende Semester zusammengestellt. So ganz funktioniert es noch nicht, da die Übung in Politikwissenschaft genauso wie die AGs in Jura nach Priorität bzw. nach dem Windhundverfahren vergeben wird – und zwar erst ab dem 7.10. Aber Montag und Donnerstag hab ich frei, was meine Chefin in der Redaktion freuen dürfte.
Was mich in Hochstimmung versetzt, ist die Blockveranstaltung an 4 Samstagen. Dann muss ich das Proseminar nicht im Sommersemester 2018 belegen und hab Zeit für eine Hausarbeit um nicht wieder das gleiche Problem wie jetzt zu haben.

Falls ihr übrigens eine Idee für ein relativ spannendes Thema in Bezug auf Veza Canetti habt, nur her damit!

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Die Welt ist im Wandel…

Jedenfalls meine!

FullSizeRender 2Begonnen hat alles am 1. Vorlesungstag nach den Semesterferien. Denn plötzlich fühlte ich mich in der Uni wohl. Pudelwohl, wie man so schön sagt. Ich weiß nicht woher es kam, aber ich hoffe, dieses Gefühl bleibt mir noch einige Zeit erhalten.
Zudem habe ich plötzlich eine Lernpartnerin. Wir gehen jeden Freitag zusammen den Stoff in Sprachwissenschaften durch (im Moment sie eher mit mir, weil ich in Phonetik und Phonologie eine Niete bin). Beim Wochenendseminar vergangene Woche habe ich tatsächlich mir nix dir nix jemanden gehabt, mit dem ich die Mittagspause verbrachte – und seitdem schreiben wir uns ab und zu bei WhatsApp. Sind das diese natürlich geknüpften sozialen Kontakte von denen die Welt immer so redet?

Aber das seltsamste war folgendes.

Letzte Woche bin ich in meinem Seminar über österreichische Autorinnen mit dem Mädel, neben dem ich zufällig saß, ins Gespräch gekommen. Sie hat das Studienfach gewechselt, etwas was uns schon irgendwie verband. Es sind ja die kleinen Dinge im Leben.
Gestern habe ich mich dann einfach wieder neben sie gesetzt und wir haben uns locker unterhalten, auch während des Seminars. Sie gab mir einen Kaugummi ab und ich hab
e mich zu Tode geschämt, als mir die silberne Verpackung samt Inhalt auf den Boden fiel und ich erst von ihr darauf aufmerksam gemacht werden musste.
Wir unterhielten uns darüber, dass wir den Dozenten ganz niedlich (sie) bzw. heiß (ich) finden und über die Darstellung von Männern (mächtig, heiß, dominant) in NA-Romanen. Plötzlich holte sie aus ihrer Tasche den Ausdruck eines Gedichts, den der Dozent am Ende der Stunde ausgeteilt und ich nicht mehr mitbekommen hatte, weil ich den Bus erwischen musste. DAS hat mich nun wirklich aus den Schuhen gehauen. Wir haben uns erst einmal gesehen, ein paar Sätze gesprochen und sie hat dennoch für mich bereits Unterlagen mitgenommen. Ohne, dass ich sie darum bitten musste. So etwas ist mir in Jura nie passiert. Da musste ich schon drum betteln, dass jemand für mich Unterlagen mitnahm, oder seine mit mir teilte.

Apropos betteln

Am Wochenende findet das CampusKino statt… ein Herr der Ringehobbiton-1586978_640 Marathon. Darauf warte ich seit Studienbeginn! Aber wer geht mit? Spontan fragte ich einen Kumpel, der, wie erwartet, herumdruckste. Und ich fragte eben meine Lernpartnerin. Und das unglaubliche ist, sie hat sofort zugesagt. Ohne „Mh… weiß nicht“, oder „Mal sehen… ich kann das nicht versprechen“ oder „12 Stunden Herr der Ringe? Tickst du noch richtig?“

Mach ich’s, oder mach ich’s nicht…

In der alten Wohnung war mein Schreibtishc sozusagen mein ständiger Aufenthaltsort. Ich habe an meinem Schreibtisch gelebt. Nach 8 Jahren ist mir das in Fleisch und Blut übergegangen und es fällt mir schwer, diese Angewohnheit abzulegen.

Insbesondere fällt es mir schwer, an meinem Schreibtisch zu lernen. Das ist mir völlig fremd. In der Schule musste ich nicht lernen und in Jura hat es am besten in der Bibliothek geklappt. Jetzt möchte ich aber nicht unbedingt immer in der Bibliothek sitzen – ich möchte es auch schaffen, zuhause zu lernen. Allerdings habe ich die starke Vermutung, dass ich mich dazu konditioniert habe, an meinem Schreibtisch Unsinn zu machen (oder zu Schreiben, was keineswegs Unsinn ist).

Also hab ich überlegt, ob ich meinen Schreibtisch nicht erweitern sollte. Jetzt ist es ein stink normaler Schreibtisch, steht rechts mit 90 ° zum Fenster. Aber ich könnte eine weitere Schreibtischplatte und einen Bock besorgen und mir einen Eckschreibtisch bauen. Die eine Hälfte ist für den privaten Scheiß da, die andere Hälfte ausschließlich für die Uni.

Allerdings bin ich mir unsicher, ob ich das wirklich tun soll… Ob es sich lohnt. Vielleicht sieht es ja doof aus? Vielleicht nutze ich es nicht? Zumindest hätte ich dann mehr Platz noch mehr Unordnung zu fabrizieren. Andererseits müsste ich dann nicht immer „umräumen“. Von Privat zur Uni… Was es auch erleichtern würde.

Hach ich weiß nicht… Dabei würde mich das Ausprobieren nur 16 € kosten.

Wieder Erstsemester – „Bestnote“

Vor 7 Wochen habe ich das Buch „Bestnote“ von Martin Krengel gewonnen. Von Krengel habe ich auch „Der Studie Survical-Guide“ gelesen und war davon nicht ganz so überzeugt. Daher war ich bei „Bestnoten“ skeptisch.

Das Buch verspricht die besten Techniken für Motivation, Konzentration, Lesen, Zeitmanagement, Verständnis und Lernen.

Der Weg zu Bestnoten wird in 10 Schritten angegangen. 

  1. Lernstrategie
  2. Lernmodus
  3. Global Picture
  4. Struktur
  5. Verbalisieren
  6. Kodieren
  7. Reduktion
  8. Wiederholung
  9. Taktieren
  10. Reflektieren

Die Tipps sind einprägsam und die verwendeten Bilder anschaulich. Das Lesen macht Spaß und beruhigt automatisch das Gewissen, weil man ja eigentlich lernen müsste.
Am Ende jeden Kapitels gibt es eine Art Zusammenfassung der Tipps bzw. eine Vorlage für den Lernplan oder eine Checkliste.

Beim Lesen macht alles Sinn und ständig hat man eine Art Aha-Effekt. Allerdings weiß man ja erst, ob es wirklich funktioniert, wenn man es ausprobiert hat. Daher werd ich mal die einzelnen Techniken ausprobieren.

 

Wieder Erstsemester: Soll ich, oder soll ich nicht?

Das Ende des ersten Semesters steht kurz bevor und ich stehe vor zwei wichtigen Entscheidungen.

  1. Schreibe ich in Germanistik meine 1. Hausarbeit in Semantik, oder schreibe ich sie Ende des 2. Semesters? Dann hätte ich den Druck aus dem 2. Semester genommen. Allerdings hab ich keine Ahnung, wie man eine Hausarbeit schreibt?! In Jura gab es ja immer einen vorgegebenen Fall und den Gutachtenstil hat man ja praktisch eingeprügelt bekommen. Mit der Eigenverantwortlichkeit im Bachelor bin ich grad – ehrlich gesagt – etwas überfordert.
  2. Schreibe ich die Klausur in Geschichte mit, obwohl ich weiß, dass ich höchstwahrscheinlich durchfallen und im Sommersemester wahrscheinlich das EF wechseln werde?  Selbst wenn ich das Fach nicht wechsle könnte ich im WS erneut die VL belegen und dann den Schwerpunkt auf Mittelalter anstatt auf Antike legen und mir die Sache dadurch erleichtern.

Ich hab noch gut zwei Wochen um mich zu entscheiden… aber ich werde langsam nervös.

Abschluss

2016 hatte seine guten wie auch schlechten Seiten. Das ist nun mal so. Das ist jedes Jahr so und dagegen kann man nichts machen. Auch 2017 wird uns das ein oder andere mal den Mittelfinger zeigen.

Allerdings war 2016 der Montag unter den Jahren. Das lässt sich wiederum nicht bestreiten. Insbesondere nicht, wenn man die Zeitungen liest. Aber das ist das große Ganze, das Panoramabild.

Wenn ich den Focus auf mein Leben setze, war 2016 okay. Es ist niemand meiner Liebsten gestorben und darüber bin ich sehr dankbar.

Im Februar sind Kasimir und ich endlich in die neue Wohnung gezogen. Sie ist wunderschön, bietet viel Platz und die Heizkosten übernimmt der Vermieter. Allerdings ist die Heizung im Schlafzimmer definitiv kaputt, was der Vermieter nicht verstehen will. Im Badezimmer musste der Boden zweimal verlegt werden, die Küche neu verputzt und gestrichen und auch die Toilettenspülung will ich nicht so, wie wir das wollen.

Ebenfalls im Februar hab ich das erste Mal seit 10 Jahren meine Halbzwillingsschwester wiedergesehen. Eine Zeitreise in die Teenager-Jahre. In Zeiten, in denen man noch auf Greenfield feierte, zusammen nach Canada flog und heimlich auf der Fensterbank sitzend geraucht hat – bzw. gepafft.

Mein Jura-Studium hat mir 15 Kilo mehr gebracht und wenig Spaß. Deswegen wurde im August die Notbremse gezogen und ich habe mit Germanistik und Geschichte angefangen. Erst, um zu testen, ob Jura doch das Richtige ist, oder eben nicht. Es ist nicht das richtige. Ich bleibe bei Germanistik. Vielleicht wechsle ich noch das Ergänzungsfach.

Das Verhältnis mit meinen Schwiegereltern hat sich verändert. Ich sage jetzt auch mal meine Meinung, etwas woran sie sich gewöhnen müssen. Sollten sie es geschafft haben, wird es hoffentlich wieder etwas entspannter.

Im November habe ich endlich wieder geschrieben. So richtig. Jeden verdammten Tag, mehrere Stunden. Es hat Spaß gemacht – es macht immer noch Spaß. Es hat mir gezeigt, dass ich genau das will. Geschichten erzählen. Dabei möchte ich mic nicht festlegen, viele Genres bedienen. Mich ausprobieren. Kein Ziel verfolgen, nur Spaß haben.

Meiner Familie geht es gut. Mein Großvater hat die Hüft-OP gut überstanden und läuft jetzt wie ein englischer Gentleman mit seinem Gehstock durch die Weltgeschichte. Er dient mittlerweile mehr zur Deko als zur Hilfe.

Meine Großmutter freut sich auf unsere gemeinsame Irlandreise, die 2017 ansteht. Ohne meinen Großvater. Der hatte schließlich seine Polen/Ukraine-Reise bereits im April 2016.

Im August habe ich, nach 2 Jahren Pause, wieder ein Tagebuch unter dem Motto „Alles wird gut“ begonnen. Darin hab ich mir 4 Eckpfeiler gesetzt, die mein Leben tragen sollen. Lesen, Schreiben, Lernen und Fitness. 2,5 von 4 hab ich bisher umgesetzt. 2017 wird weiter darauf aufgebaut.

Es geht mir besser. Ich fühl mich besser. Noch nicht ganz angekommen, aber auf dem Weg dahin. 2017 könnte daher ein Jahr mit viel Potential sein. Ich arbeite daran.

 

Wieder Erstsemester – Und täglich grüßt das Murmeltier

Als ich im Oktober 2014 mit Jura anfing, wurde eine freiwillige Bibliotheksführung durch die Jura-Bib angeboten. Eine Bibliothekarin zeigte uns erst, wie man mit der Website der Bib das richtige Buch heraussucht und später, wie man es anhand der dort angegebenen Kennung in den Regalen findet. Die ganze Veranstaltung hat 30 Minuten gedauert und 10 Minuten davon gingen für den Fußmarsch vom Seminarraum zur Bibliothek drauf.

Dieses Semester hatte ich solch eine (Ein)Führung schon 3 mal. Nicht freiwillig, sondern verpflichtend. Einmal im Tutorium Germanistik, einmal im Tutorium Geschichte und einmal im Grundkurs Alte Geschichte. Immer in der Hauptbibliothek, immer im gleichen Seminarsaal und das einzige was variierte war die Dozentin. Die Veranstaltungen dauerten 60 Minuten ohne Fußmarsch und mehr als 2014 hab ich auch nicht erfahren. Allein die Fähigkeit mit offenen Augen zu schlafen hat sich exorbitant verbessert.

Lernplan für die Semesterferien

Lernplan

Was sein muss, muss sein. Deswegen habe ich mir einen Lernplan für die Semesterferien erstellt. Ich weiß, dass er ambitioniert ist, aber ich versuche dennoch, so viel wie möglich davon zu schaffen. Mittlerweile habe ich sowieso schon ein schlechtes Gewissen, weil ich mir eine Woche komplett frei genommen habe. Das muss wohl dieses „Jura“ sein, von dem alle sprechen…

Schrödingers Klausuren II

Heute um 11 Uhr war es dann endlich soweit… Alle SAKs des 4. Semesters sind geschrieben.

Ich bin froh, dass es jetzt erstmal zu Ende ist. Deswegen gönn ich mir jetzt auch 1,5 Wochen „Frei“. Morgen hat Kasimir Geburtstag, Montag werde ich 29 und gefeiert wird natürlich auch. Zudem möchte ich ein paar Tage in die Heimat und auch den ein oder anderen Tag ans Meer.

Danach wird aber ordentlich nachgearbeitet. Ich habe 9 Wochen Zeit um StrafR BT I, FamR, ZPO I, ArbeitsR, GesellR I, GrundR und BauR zu wiederholen. Was sein muss, muss sein 😛

zwischen iMac und Klausuren

Nachdem UPS es gestern geschafft hat, den iMac auf den falschen Wagen zu laden, kam er erst heute an. Ich freu mich natürlich dennoch wie ein Schnitzel und hab das Ding sofort in Betrieb genommen und konfiguriert. Der iMac heißt jetzt offiziell Abby. Jetzt fehlt mir noch ein schickes Hintergrundbild, aber irgendwann werd ich das schon finden.

Eine Umstellung ist es schon. Vorher hab ich mit Mountain Lion gearbeitet, jetzt bin ich auf El Capitan umgestiegen. Ich  hab – glaub ich – zwei Betriebssysteme übersprungen und komme mir jetzt irgendwie vor wie ein DAU (Dümmster Anzunehmender User).

Apple hat leider die falsche Tastatur geschickt. Bestellt hatte ich aus versehen die kabelgebundene Tastatur. Als mir das auffiel, hab ich noch am gleichen Tag mit dem Kundendienst telefoniert und die Frau am Telefon meinte auch, das wäre kein Problem, sie würde eine Notiz zu machen, ich würde definitiv das Magic Keyboard bekommen (Magic, weil es kabellos ist… etwas Übertrieben von Apple, da von Magie zu sprechen)… jedenfalls kam heute dennoch das Kabelgebundene.

Kurz hab ich überlegt, ob ich jetzt nochmal anrufe oder nicht… aber ich hatte Zeit und war gut gelaunt. Der Typ am Telefon war, wie die Frau letzte Woche, sehr nett, sehr höflich und versprach, nach kurzer Rückfrage beim Kollegen, sie würden die richtige Tastatur heute noch abschicken. Eine Bestellbestätigung hatte ich kurz darauf im Posteingang. Die neue Tastatur bekomm ist gratis. Die Kabelgebundene darf ich behalten. Das freut vor allem Kasimir, der auf kabelgebundene Tastaturen besteht, allerdings alle zwei Jahre eine verschleißt, und jetzt eine voll funktionsfähige, neue Tastatur auf Reserve Zuhause liegen hat.

Heute nachmittag war ich dann wieder in der Unistadt bei einem Klausurenkurs eines großen Repetitors. Zuerst Schuldrecht-AT, danach direkt Sachenrecht. Seltsamerweise waren hauptsächlich 6. Semester da, die keinerlei SAKs mehr schreiben müssen. Als ich dann endlich auch mal was sagen konnte, was dann allerdings falsch war woraufhin ich dem Dozenten sagte, dass ich das in der AG (mühsam) anders gelernt hatte, wurde ich von den 6. Semestern direkt als Zimtzicke bezeichnet – weil ich nicht sofort den Kopf eingezogen habe, sondern hinterfragt habe, wieso das, was ich in der AG lerne, falsch ist.

Ehrlich – man kann es ja wirklich niemandem Recht machen. Egal was man tut, wie man es tut, ob man etwas tut oder unterlässt – irgendjemand regt sich immer darüber auf. Das kotzt mich an.