Schrödingers Asperger

Habe aus Jux und Tollerei einen Asperger-Test für Erwachsene gemacht. Früher dachte ich tatsächlich, ich hätte es – dabei bin ich einfach nur seltsam und sozial inkompatibel.

Der Test wurde einem Blogger empfohlen, nachdem er sich über die Glucken im Büro (meiner Meinung nach zurecht) beschwert hatte.

Natürlich war der Test mal wieder uneindeutig. Wie hätte es auch anders sein können. Schrödingers Asperger sozusagen.

Bildschirmfoto 2017-03-25 um 10.02.47Unabhängig davon, glaube ich, dass es nicht gerade hilfreich ist, wenn man jemanden, der kein zuckersüßes Sozialleben simuliert, sofort diesen Test hingeworfen bekommt. Das ist das falsche Signal. Nicht jeder mag Menschen und nicht jeder mag jeden Menschen. Wieso auch? Der ein oder andere ist einfach scheiße und soziale Interaktion raubt Kraft, wenn sie nur dazu dient gute Miene zum bösen Spiel zu machen. Außerdem macht es unsicheren Menschen wie mir oft Angst. Ich kann nicht schnell neue Freunde finden und mache ungern Smalltalk? Mit mir stimmt etwas nicht!

Seit wann ist das eigentlich so, dass man immer mit Freunden und Bekannten umgeben um die Häuser ziehen und sich mit allen sofort verstehen muss? War das schon in den letzten 50 Jahren so oder kam das erst mit den amerikanischen Feel-Good-Movies wo jeder jeden liebt und man als erstes im Geschäft gefragt wird, wie es einem geht? Mein Studium läuft besser ohne Sozialdruck und menschliche Interaktion hab ich genug. Dazu muss ich mit Menschen nicht einmal in einem Raum sein. Dank Twitter, Blog und WhatsApp hab ich genau die Portion soziales Leben, die mir gut tut und ich mich wohlfühlen. Ohne, dass ich mir dabei einsam oder alleine vorkomme.

 

Völlig überschätzte Seiten im BuJo

Mein jetziges BuJo ist zur Hälfte voll und ich hab schon eine ellenlange Liste mit Änderungen fürs nächste. Insbesondere hab ich ein paar Dinge, die ich im nächsten Bullet Journal nicht mehr brauche:

  • A Year in Pixels. Für disziplinierte Menschen sicherlich eine gute Methode ihre Launen in Blick zu haben – allerdings bin ich nicht diszipliniert und gut gelaunt sowieso nicht. Meist denke ich nur einmal in der Woche dran und dann weiß ich gar nicht mehr so genau, ob es einen Tag gab, der es verdient hat mehr als „neutral“ zu bekommen. Also völlig unbrauchbar für mich.
  •  Eine Geburtstagsübersicht. Da guck ich gar nicht rein. Die meisten Geburtstage sind in meinem elektronischen Kalender und Facebook erinnert mich an die restlichen. Die wichtigsten hab ich sogar im Kopf (ja wirklich!). Außerdem trage ich die dann sowieso in die Jahresübersicht ein oder eben in die Monatsübersicht. Eine extra Seite nimmt nur Platz weg.
  • Einen Key. Ein Key ist eine Übersicht welches Zeichen für was steht. To-Do, Erledigt, zur Hälfte erledigt usw. Aber so richtig merken kann ich mir das nicht und deswegen hab ich einen ausklappbaren Key zum Ausklappen in den Buchdeckel geklebt. Den nutze ich, die super schön gestaltete Seite dagegen nimmt nur Platz weg.
  • Irgendwelche Challenge-Seiten. Halte ich sowieso nicht durch.
  • A Walk to Hogwarts: Eine Seite, die trackt wie viele Kilometer man so geht. Ziel ist es, das als Ansporn zu nehmen und sich mehr zu bewegen. Sieht gut aus, nützt aber nichts, da keine Deadline gesetzt ist.
  • Irgendwelche Seiten zu speziellen Diäten die ich sowieso nicht nutze. So wie z.B. die „Bananen-Diät“. Ehrlich? Der einzige Grund weswegen ich dazu eine Seite gemacht habe war, weil ich eine verdammte Banane in mein BuJo zeichnen wollte.
  • Eine Seite zum Tracken von Sport. Keine Ahnung wieso ich die gestaltet habe – ich mach keinen Sport. Nicht mal in digitaler Form. Eine unausgefüllte Seite ist Platzverschwendung und verdammt deprimierend.
  • Ein Meal-Plan. Nutze ich nicht. Jedenfalls nicht in der aktuellen Version. Werde das eventuell in die Wochenansicht einbauen und dafür das Food-Log rausschmeißen – das brauch ich auch nicht. Man muss ja nicht wirklich alles notieren. Muss ich echt in 15/20 Jahren was ich am 22.01.2017 gegessen habe? Nein.
  • Eine Doppelseite To-Do für die Uni. Lieber in die Wochenansicht und auf wenige Punkte beschränken.
  • Doppelseite zum Irrenhaus Universität. Ich geh einfach mal davon aus, dass die witzigen Idioten-Sprüche á la „Was ist die Primärliteratur zu Goethe“abebben je höher ich im Semester komme.
  • Filme im TV. Im nächsten BuJo wird nur getrackt, welche Filme ich im Kino gesehen habe. Alles andere würde die Kapazitäten sprengen.
  • Saving-Goals.

Sind so ca. 20 Seiten die ich mir dadurch spare.

Außerdem wird es nicht mehr so bunt und alles in einem einheitlichen Stil. Mein nächstes BuJo will ich im August an meinem 30. Geburtstag anfangen – und bis dahin finde ich schon den richtigen Stil für mich.

Wieder Erstsemester: Soll ich, oder soll ich nicht?

Das Ende des ersten Semesters steht kurz bevor und ich stehe vor zwei wichtigen Entscheidungen.

  1. Schreibe ich in Germanistik meine 1. Hausarbeit in Semantik, oder schreibe ich sie Ende des 2. Semesters? Dann hätte ich den Druck aus dem 2. Semester genommen. Allerdings hab ich keine Ahnung, wie man eine Hausarbeit schreibt?! In Jura gab es ja immer einen vorgegebenen Fall und den Gutachtenstil hat man ja praktisch eingeprügelt bekommen. Mit der Eigenverantwortlichkeit im Bachelor bin ich grad – ehrlich gesagt – etwas überfordert.
  2. Schreibe ich die Klausur in Geschichte mit, obwohl ich weiß, dass ich höchstwahrscheinlich durchfallen und im Sommersemester wahrscheinlich das EF wechseln werde?  Selbst wenn ich das Fach nicht wechsle könnte ich im WS erneut die VL belegen und dann den Schwerpunkt auf Mittelalter anstatt auf Antike legen und mir die Sache dadurch erleichtern.

Ich hab noch gut zwei Wochen um mich zu entscheiden… aber ich werde langsam nervös.

Jezzi und ihr Bullet Journal: es wird goldig

Hab mir vor ein paar Tagen ein neues Notizbuch bei Hema gekauft – in Gold! Da mein jetziges nur noch paar leere Seiten hat, wurde es auch Zeit. Natürlich konnte ich mir nicht verkneifen, schon ein paar erste Seiten einzufügen.

 

Es gibt immer ein paar Seiten, die „Pflicht“ sind – zumindest bei mir. Ein Haushaltsplaner um einen Überblick über die Kosten zu haben. Ein Liste der Filme, die ich im Kino gesehen habe bzw. eine für den TV. Dann natürlich die obligatorischen Vorsätze fürs neues Jahr. Und ein Layout für die Reading-Challenge.

Was noch fehlt sind Seiten für den NaNoWriMo, für Weihnachten 2017, den geplanten Irland-Urlaub und natürlich für den Semesterplaner. Allerdings weiß ich da noch nicht genau, was ich alles brauche, abgesehen vom Stundenplan.

 Habt ihr noch Ideen für ein paar wichtige Seiten?

Das Schreiben – Ideeninput

Ich hänge im Moment bei Reckless Love. Mir fehlt das Ende und in der Mitte ein ganzes Stück. Zwar weiß ich jetzt, wie ich es stopfe – aber ich bin nicht wirklich zufrieden. Und der Schluss ist noch immer ein großes Fragezeichen. Vielleicht lass ich es einfach offen, pack noch etwas Dramatik hinein und dann mal sehen.

Aber dafür bekomm ich extrem viel Input für kommende Romanprojekte. Vorgestern Nacht träumte ich etwas, das ich sofort in meinen nächsten Roman einbauen werde. Etwas, wovon ich vorher nicht einmal eine leise Ahnung hatte. Es addiert jedenfalls sofort noch mehr Konfliktpotential in die Story und wir wissen ja alle, dass Konflikte der Schlüssel zu guten Storylines sind.

Gestern Nacht hab ich dann einfach mal den gesamten Ploteinstieg für den 4. Roman geträumt. Der dürfte dann wieder in die Richtung New Adult Romance gehen.

Der ein oder andere fragt sich jetzt bestimmt, wieso ich von Roman 3 und 4 rede… wenn ich doch schon allein beim NaNoWriMo in der Vergangenheit 2x gewonnen habe und Ich atme dich ja auch vor Jahren fertiggestellt wurde.

Also. Mein aller erster fertiger, ernstzunehmender Roman war „Ich atme dich“. Der wird gerade überarbeitet und demnächst veröffentlicht.

Danach kam „Unkrautcharakter“. Der ist auch fertiggestellt, allerdings sind nur die ersten 75 Seiten brauchbar. Er wird also in naher Zukunft um- und weitergeschrieben. Er wird Roman #3.

Nach dem ersten Unkraut-Versuch kam „Counterfire“. Mein erstes New Adult Romance Projekt. Es wurde zwar auch fertig – aber taugt nicht so richtig. Also fällt es untern Tisch, wenn sich auch ein paar Szenen daraus in Reckless Love wiederfinden.

Ach und zwischendurch kam „Es kam eine Fremde“. Auch fertig – aber großer Mist. Die Storyline ist interessant, die Umsetzung katastrophal. Also werd ich es entweder nie wieder anfassen oder komplett neu schreiben müssen.

Das meiste davon zählt also nicht. Waren eher eine Fingerübung oder eine Studie. Daher die seltsame Zählweise 😀

 

Irrenhaus Familie – das Internet

Gestern Nachmittag klingelten meine Schwiegereltern an unserer Tür. Sie hatten Probleme mit ihrem Telekom-Internetzugang und wir sollten doch bitte drei Mails an ihre Kunden verschicken. Wir boten Ihnen an sich, selbst bei ihren Provider einzuloggen damit die Emails von ihnen kamen – das wollten sie aber nicht. Also bekamen die Kunden ihre Mails von jezabel.botanica@web.de

Am Abend saßen wir kurz alle zusammen. Die Stimmung lud zum allgemeinen Kaktusumarmen ein. Plötzlich sagte meine Schwiegermutter:
„Wir hatten 19 Trojaner auf dem Computer.“
Kasimir und ich direkt so: „Was?!?!?!?!“ In Gedanken gingen wir schon durch, was alles geändert werden muss. Passwörter, Online-Banking Zugang, Sicherheitscode für die Kreditkarte usw.
Schwiegermama: „Ja, aber das ist überhaupt nicht schlimm. Andere hatten viel mehr Trojaner.“
Aha. Ja dann. Noch Kuchen?

NaNoWriMo – Tag 22

bildschirmfoto-2016-11-22-um-20-19-20Es läuft fantastisch… Wahrscheinlich werde ich heute Nacht sogar mit dem NaNoWriMo fertig. Die Worte, Sätze und Kapitel fließen mir praktisch aus der Hand. Und nebenbei fällt mir der Anfang eines weiteren new adult Romanes ein, dabei wollte ich doch danach was ernstes schreiben.

Nun ja, noch bin ich mit Reckless Love nicht fertig. Es fehlt noch ein sehr gutes Stück. Schätzungsweise werden es wohl insgesamt 85.000 Wörter. Gute 400 Normseiten. Viel mehr als ich ursprünglich geplant hatte. Sieh mal einer an. Dennoch halte ich mich ziemlich gut an meine Planung. Zwar hab ich das ein oder andere umgeworfen – aber nicht komplett. Die meisten Szenen kommen vor, es sind nur weitere dazu gekommen, genauso wie ein weiterer Handlungsstrang.

In nächster Zeit wird die Stimmung dieses Songs meinen Roman bestimmen:

PeNoWriMo – Inspiration

Im September war mein PeNoWriMo (mein: Personal Novel Writing Month) und ich konnte ordentlich Wörter machen, allerdings ist der Roman noch lange nicht fertig. Letzte Woche hab ich einfach mal den Schluss umgeworfen. Eigentlich wollte ich ja im kommenden November (wenn es zeitlich passt) meinen Familienroman endlich weiterschreiben, aber ich habe mehr Lust auf die kleine, seichte Lovestory. Vielleicht auch, weil ich die letzten Tage die Crossfire-Reihe zu Ende gelesen habe.

Inspiration fürs neue Ende: 

 

 

Wieder Erstsemester

Ich bin also wieder Erstsemester. 

Wenn ich vorgestern gewusst hätte, was ich heute weiss, hätte ich mich gestern auf heute viel besser vorbereiten können

Franz Kern

Wie oft wünscht man sich nicht, man könnte von Vorne beginnen… Ich mach das jetzt einfach. Okay, es ist nicht Jura, aber dennoch ein Neuanfang – und ich habe aus alten Fehlern gelernt. Aus vielen Fehlern. Das war wirklich eine Menge Try and Error. Und ich will nicht sagen, dass ich jetzt, nach 4 Semestern Jura, die Weisheit mit den Löffeln gefressen habe, aber ich habe Erfahrungen die Gold wert sind.

Dinge, die sie sich wiederholen, noch bevor das Semester beginnt:

  1. Natürlich gibt es für die Erstsemester eine Facebook-Gruppe, in der zwar eine Woche vor Studienbeginn fast 300 Leute beigetreten sind, aber nur knapp eine Handvoll auch etwas schreiben.
  2. Diese Handvoll haben eine WhatsApp-Gruppe ins Leben gerufen, bei der natürlich auch wieder alle dabei sind – aber in der nur knapp eine Handvoll schreiben.
  3. Diese Handvoll sind auch die einzigen, die die Gruppe nicht auf Stumm geschaltet haben.
  4. Dennoch schafft man es, sich Anfang Oktober „spontan“ zu einer Kneipentour zu treffen, um sich besser kennenzulernen.
  5. Man trifft sich zufällig genau an dem Tag, an dem alle anderen Studiengänge das ebenfalls tun – an genau dem gleichen Platz an dem sich auch alle anderen Studiengänge verabredet haben.
  6. Ein übereifriger Kommilitone fragt in der Gruppe, ob man sich wirklich alle Bücher besorgen muss, die im Literaturverzeichnis der Vorlesung aufgelistet sind.
  7. Ein zweiter Kommilitone fragt entsetzt, wo denn die Literaturliste ist.
  8. Ein dritter erklärt, dass man nicht die ganzen Lehrbücher kaufen sollte, da das ja eher Empfehlungen sind.
  9. Ein vierter findet das doof, schließlich wäre es doch besser, wenn alle das gleiche Lehrbuch hätten.
  10. Ein fünfter findet, dass zwei WhatsAppGruppen (KF und EF) nicht ausreichen, es müsste eine Dritte her, in der auch wirklich nur die sind, die die selbe  Fächerkombination belegt haben.

Im Gegensatz zu meiner Jura-Ersti-Zeit bin ich zwar in den Gruppen, aber ich halte den Mund, lese, schmunzle, aber antworte nicht. Die Gruppe ist stumm geschaltet und abends lese ich die letzten 10 – 20 Einträge (von 150).

Außerdem habe ich ein paar Dinge in den letzten Semestern schmerzhaft gelernt…
z.B.:

  • weiß ich, dass ich keine Lehrbücher kaufen, sondern alles wichtige in der Bib kopieren werden – und auf keinen Fall sind damit ganze Lehrbücher gemeint!
  •  dass ich mind. 2 Veranstaltungen pro Tag ansetze, damit ich nicht die Ausrede habe: „nur für eine Vorlesung fahr ich doch jetzt nicht in die Uni-Stadt“.
  • ich jeden Tag meine Unterlagen pflegen muss, damit sie auch was taugen. Ansonsten sind die Platzverschwendung.
  • dass Unterlagen so gestaltet werden müssen, dass ich sie jederzeit verkaufen könnte. Nur dann sind sie vollständig und taugen was.
  • dass der erste Eindruck trügt.
  • dass man mit der Zeit die besten Leute kennenlernt und dass das nicht immer die sind, die man in der Erstiwoche volltrunken kennengelernt hat.
  • ich disziplinierter an die Sache herangehen  und smarter mit meiner Zeit in der Uni umgehen muss.

Ich freu mich aufs neue Semester und auf das neue Studienfach. Und ich bin froh, dass ich diesmal entspannter an die Sache herangehen kann. Vielleicht auch etwas schlauer. Zumindest weiß ich, dass ich für manche Sachen schon zu alt bin. Dazu gehört Stutenbissigkeit, Modeschauen in der Bib und Cliquenbildung. Und ich bin zu alt dafür, mich mit anderen zu vergleichen. Insbesondere mit 19 Jährigen, die noch beide Elternteile haben, im schlimmsten Falle noch Zuhause wohnen und noch nie in ihrem Leben eine Minute auf Lohnkarte arbeiten mussten.