Neues vom Planeten Wtf

Freitag bekomme ich eine SMS von meinem Schwiegervater.
„Sollen wir Dienstag gemeinsam kochen? Du machst den Kartoffelsalat, ich brate die Würstchen?“
Ich ignorierte die Tatasche, dass die Arbeitsverteilung völlig ungleichmäßig verteilt ist und ich von dem von mir zubereiteten Kartoffelsalat nichts essen kann (Fastenzeit), und sagte zu. Wir verabredeten uns für 13:00 Uhr.

Dienstag, Punkt 13:00 Uhr bin ich mit dem Kartoffelsalat fertig und habe den Schlafanzug aus- und ausgehtaugliche Kleidung angezogen (etwas, was in den Semesterferien nicht selbstverständlich ist). Das Telefon klingelt. Man könnte jetzt nicht essen. Freunde wären vorbei (was man vorher wusste) gekommen, da müsse man erst mit denen reden. Das gemeinsame Essen wurde kurzerhand auf 15:00 Uhr verschoben.

Ehrlich? Da stellt man sich aufs gemeinsame Essen ein (oder auf Essen im Allgemeinen) und dann wird das einfach verschoben, ohne sich darüber Gedanken zu machen, dass Kasimir und ich eventuell Hunger haben?? Sorry, das ist doch unverschämtes Verhalten, oder bin ich jetzt doof?

Einen Bananensplit mit extra Schokoladensoße bitte!

Gestern saß ich mit zwei Freundinnen in einem kleinen Lokal. Freundin 1 trägt Größe 36, Freundin 2 ist eine Größe 38.

Sagt Größe 38 zu  Größe 36: Also, ich fahre ja jeden Morgen 10 Minuten auf meinem Heimtrainer und dann noch ein wenig Stretching – das muss sein.
Größe 36: Ja, aber 10 Minuten sind eigentlich nicht genug. Der Stoffwechsel kommt ja erst ab 20 Minuten in trapp.
Größe 38: Mh… da hast du natürlich recht. Aber jeden Tag. Vielleicht jeden zweiten Tag.
Größe 36: Ja, probier das mal.
Größe 38: Ja, nötig hab ich es ja schon. Mein Bauch will nicht mehr so wie ich will.
Größe 36: Ich muss ja auch aufpassen. Hab einen Bürojob – da geht mir die Bewegung echt ab.
So geht es noch etwa 5 Minuten weiter.

Ca. 25 Minuten später kommt die Sprache auf unseren Bekannten Thomas, der seit seiner Hochzeit vor einem Jahr laut Größe 38 etwas zugenommen hat.
Größe 38: Also, der hat ja schon zugenommen. Ist richtig pummelig geworden. Der ist jetzt schon dicker als ich!
Und ich sitz mit meinen 10-Jura-Frustkilos zu viel daneben, während ich schweigend an meinem Zitronenwasser nippe,  betont desinteressiert in der Gegend herumstarre und die Fastenzeit verfluche, weil ich große Lust hätte, mir einen  Eisbecher mit extra Schokosoße zu bestellen.  Aus Gründen!

Solche Situationen hasse ich – wenn man als „dicke“ zwischen zwei sehr schlanken Frauen sitzt und die sich nur über Diäten und ihre ach so dicken Bäuche, Hintern und Beine unterhalten. Sorry, aber dafür ist mein Selbstbewusstsein nicht ausgeprägt genug!

Lernplan für die Semesterferien

Lernplan

Was sein muss, muss sein. Deswegen habe ich mir einen Lernplan für die Semesterferien erstellt. Ich weiß, dass er ambitioniert ist, aber ich versuche dennoch, so viel wie möglich davon zu schaffen. Mittlerweile habe ich sowieso schon ein schlechtes Gewissen, weil ich mir eine Woche komplett frei genommen habe. Das muss wohl dieses „Jura“ sein, von dem alle sprechen…

Tobsuchtsanfall – Servicewüste Autohaus

Am 09.06 ist mir jemand beim Ausparken ins Auto gefahren. Lackschaden und der Kotflügel ist verzogen.

Am 11.06 habe ich bei der Vertragswerkstatt angerufen und gefragt, wie das vorgehen so sei. Die Antwort war, ich solle einfach mal schnell vorbei kommen, da wirft dann jemand ein Auge auf den Schaden und dann können wir einen Termin machen. Ginge ganz schnell.

Am 23.06 habe ich dann unsere Vertragswerkstatt aufgesucht. „Warten Sie bitte, in 25 Minuten kommt jemand zu Ihnen.“ Nach 65 Minuten Wartezeit kommt ein Mechaniker, nimmt den Unfall auf, wirft einen Blick auf das Auto und meint: Ich bräuchte auf alle Fälle erstmal die Schadensnummer und schicken Sie mir eine Kopie des Fahrzeugscheins. Ok, ich hatte den Fahrzeugschein zwar dabei, aber wenn er das so wollte, wieso nicht.

Also habe ich im am 24.06 morgens eine Mail geschickt, mit der Schadensnummer und einer Kopie meines Fahrzeugscheins. Die Frage war, ob man ein Gutachten braucht um Kosten für Folgeschäden auszuschließen.

Bis zum 26.06 habe ich nichts mehr gehört. Weshalb ich noch eine Mail hingeschickte. „Vielleicht ist meine Mail vom 24.06 ja im Spam-Ordner gelandet, daher schicke ich Ihnen erneut….“

Am 01.07 bekomme ich einen Anruf von der Werkstatt, dass der „nette“ Mechaniker gar nicht für Unfallschäden zuständig ist, sondern der Herr Bodenlos. Ich solle zurückrufen. Das habe ich dann auch prompt getan. Herr Bodenlos meinte, er müsse einen Blick auf den Wagen werfen, da sein Kollege ja keine Fotos gemacht hätte. Ich solle doch bitte Freitag oder Montag vorbei kommen, er sei bis 16:30 Uhr im Haus.

Am 03.07 (Freitag) fuhr Kasimir mit dem Auto zur Werkstatt, da ich ja in Karlsruhe war. Herr Bodenlos hatte keine Zeit. Kasimir wartete über eine Stunde, bis er entnervt ging.

Am Montag. 06.07. das gleiche. Da ich in der Uni war, fuhr er hin. „Herr Bodenlos hat jetzt gerade einen Termin und dann kommt noch ein Gespräch vor Ihnen. Nach über 1 1/2 Stunden Wartezeit und kein Ende in Sicht, gab Kasimir auf und fuhr wieder.

Am Dienstag, 07.07., wiederholte sich das Spiel. „Herr Bodenlos hat grad noch einen Termin.“ „Herr Bodenlos ist noch im Gespräch.“ „Herr Bodenlos geht jetzt in die Mittagspause.“
Nach 2 Stunden gab Kasimir auf.

Am Mittwoch und Donnerstag 08.07  und 09.07 jeweils das gleiche Spiel. Mittlerweile war Kasimir, der der Werkstatt von Anfang an Misstraute, sehr sehr angepisst, blieb aber ruhig. Am Donnerstag ging er wieder nach 2 Stunden Wartezeit, was die Mitarbeiterin am Empfang mit „Sie gehen?“ quittierte. Er erklärte, er müsse jetzt zur Arbeit und komme am Montag wieder.

Heute Morgen kamen wir dann um 8:00 Uhr an der Werkstatt, pünktlich zur Öffnung, an… fragten nach Herrn Bodenlos und wurden darüber informiert, dass der werte Herr jetzt erstmal für die nächste Zeit im Urlaub ist.

Hätte ich eine Axt gehabt, ich hätte den Laden auseinander genommen….

Jetzt hoffe ich schnell eine andere Werkstatt zu finden, die mein Auto auch reparieren will.

Was ist das für ein Arzt?

Meine Schwiegeroma hat seit 30 Jahren den selben Arzt. Er ist mittlerweile ungefähr im Alter meiner Schwiegereltern und wurde im Laufe der Jahre zu einer Vertrauensperson – wie es eben sein sollte mit dem Hausarzt. Er kennt all ihre Macken, ihre Wehwehchen und hat sie die ganzen Jahre betreut. Auch meine Schwiegereltern sind in diesen 30 Jahren Patienten bei ihm gewesen.

Allerdings… letzte Woche ist folgendes geschehen:

Meine Schwiegeroma ist mittlerweile nur noch im Bett. Man darf sie kaum berühren, denn alles schmerzt ihr. Aufstehen, oder zumindest sitzen ist mittlerweile undenkbar.
Weil die Schmerzen immer schlimmer wurden, haben meine Schwiegereltern den Hausarzt angerufen und um einen Hausbesuch gebeten. Er kam dann auch… allerdings…

… er stampfte die Treppe hoch, hochroter Kopf und schnauzte meinen Schwiegervater an: „Nein…. von XY hier her zu kommen.. bei dem Verkehr! Das rentiert sich nicht für 20 €!“

Mein Schwiegervater war sprachlos… aber hielt still, obwohl er da schon vom Hausarzt enttäuscht war. Als der Arzt von der Schwiegeroma wiederkam, meinte er, er käme diese Woche Montag oder Dienstag noch mal vorbei.

Der Montag verstrich… der Arzt blieb fern. Am Dienstag Mittag rief man daher bei ihm an um zu fragen, wann er denn komme, damit man sich und die Oma darauf einstellen könnte. Die Sprechstundenhilfe ganz empört: „Der Doktor Hausarzt kann frühestens! Freitag! Er hat heute überhaupt keine Zeit.“

Da platze dem Schwiegervater der Kragen. Er sagte zur Sprechstundenhilfe, dass er zutiefst enttäuscht ist und man sich dann wohl um einen anderen Arzt bemühen muss…

Am Mittwoch Abend kam dann ein Anruf vom Pflegedienst. Die Oma bräuchte neue Katheterbeutel. Dafür bräuchte man eine neue Verordnung, die gibts vom Hausarzt. Normalerweise läuft das alles ohne Probleme. Der Pflegedienst ruft beim Hausarzt an, sagen, was sie benötigen, holen das Rezept ab und lösen das in der Apotheke ein. Diesmal nicht… die Sprechstundenhilfe hat dem Pflegedienst klipp und klar gesagt, dass die Schwiegeroma nicht mehr Patientin von ihnen sei.

Meine Schwiegereltern verstehen die Welt nicht mehr. Wie kann man als ARZT so handeln? Nach 30 Jahren Vertrauensverhältnis? Was soll die Oma denn tun? Sich aus dem Bett quälen, unter Höllenqualen die Treppe runtergeschaut werden im Liegendtransport zu ihm in die Praxis gefahren, weil er den Verkehr nicht verträgt (es sind 3 km einfacher Weg)?

Weil sie die Situation nicht verstehen und so dermaßen enttäuscht sind, haben sie sich gestern noch einmal hingesetzt und eine Mail an den Arzt geschrieben. In warmen, versöhnlichen Worten haben sie ihm geschrieben, wie die Situation auf sie wirkt und sie es eben nicht verstehen.

Er hat sich nicht gemeldet.

zu kurz :(

Ich bin klein. Genauer gesagt, 162 cm klein. Aber wenn ich mich so umschaue, dann bin ich nicht allein. Wir sind sogar ziemlich viele!

Deswegen finde ich es schon ganz schön scheiße, unverschämt, diskriminierend (das ist ja das neue In-Word), dass es bei H&M die Länge 30 bei Jeans nur online gibt. Wo man dann 4,99 Euro Versandkosten zahlen darf… und die 30er Länge auch noch regelmäßig ausverkauft ist… weswegen ich die 32er Länge im Laden kaufen und dann zur Schneiderin bringen muss. … Und richtig doof ist, dass ich die neue Hose also erst Ende nächste Woche tragen kann anstatt heute!!!

Alles nur geträumt?

Geträumt, ich wäre durch alle Klausuren geknallt und hätte max. 3 Punkte in BGB. Bin vor Frust nach Afrika ausgewandert. Wenn ihr also ab nächster Woche nichts mehr von mir hört, bin ich auf Safari gegangen und werfe mit den Krokodilen zum Fraß vor oder hab mich aller Kleider entledigt und mich einem Ureinwohnerstamm irgendwo in der tiefsten Steppe angeschlossen.

Notenspiegel

Bildschirmfoto 2015-03-26 um 14.40.50Gerade wurde der Notenspiegel der Strafrechtsklausur veröffentlicht. Da es der erste Notenspiegel ist, der veröffentlicht wurde, kann ich absolut gar nichts dazu sagen, wie die Klausur im Vergleich zu ÖRecht oder BGB ausgefallen ist. Auch die Noten selbst wurden noch nicht veröffentlicht. Das wird laut Mitteilung „Demnächst“ passieren.
Allerdings weiß ich ganz genau, dass ich zu den 22,7 % gehören, die die Klausur nicht bestanden haben.

Zwischenbericht

So… in 2 1/2 Wochen gehts richtig los… dann ist der Spuk vorbei. Nächste Woche heißt es „warm laufen“. Mittwoch steht die Klausur in Verfassungsgeschichte auf den Plan, die ich hoffentlich bestehe. Dann hätte ich schon einen von zwei nötigen Grundlagenscheinen.

Eine Woche Später, in der zweiten Februarwoche, stehen dann alle anderen Klausuren an. BGB-AT, StGB-AT, ÖRecht Ordnungs- u. Polizeirecht. Was BGB und StGB angeht, bin ich sehr optimistisch, bei ÖRecht ist beten angesagt. Beten für 4 Punkte, damit ich zumindest dann schonmal sagen kann, dass ich 1/3 meiner Zwischenprüfung schon bestanden habe. Falls es nicht klappt, werde ich die Klausur in einem Jahr wiederholen.

Damit es aber nicht so weit kommt, werde ich die nächsten Wochen nur noch sehr sporadisch bloggen.

Statistik:

verbrauchte College-Blöcke: 2,5

verbrauchte Tintenpatronen: 2

für meine Unterlagen gestorbene Bäume: ein mittelgroßer Wald

volle Ordner: Nur der BGB-AT Ordner ist voll, alle anderen sind ca. 1/3 gefüllt.

Besetzte Regalmeter insgesamt: 1,4 m (genauer gesagt: 148 cm)

Zufriedenheitsgrad mit meinem Studienplaner: 67 %

Anzahl von Panikattacken: 3, Tendenz steigend

Frustlevel: hoch

Was frustet am meisten: mh… das die Jura-Bib so schlecht belüftet ist, das ich da immer einschlafe, dabei liebe ich Bibliotheken. Bibliotheken und ich sind in einer Langzeitbeziehung… aber die aktuelle Situation ist einfach unbefriedigend 😦 Außerdem gibt es bei uns an der Uni keinen Juristenball 😦 und keinen Tatort-Abend 😦