Ich will flirten!

Verdammt… ich will wieder flirten. Hemmungslos. Auf allen Ebenen. Schüchtern, offensichtlich, zweideutig, eindeutig zweideutig. Ich will wieder verstohlene erste Küsse  im Kino, offensichtliche erste Küsse in irgendeiner Seitengasse und das ganze Programm mit Schmetterlingen im Bauch.

Und was soll ich sagen… niemand in Sicht.

Perlen aus dem Unialltag

Dozentin: Wo lesen Sie denn heutzutage Texte? Lesen Sie mehr digital oder ganz klassisch auf Papier?
Kommilitone: Also wenn ich die Uni jetzt mal nicht berücksichtige…
Dozentin: Wieso schließen Sie die Uni aus?
Kommilitone: Weil wir ja da ganze Bücher lesen müssen…

Ach nein… wirklich! Und das in Germanistik! Sieh mal einer an.

Dozentin: Diesen Text haben wir verfasst um zu zeigen, was kein Text ist.

Wodurch ja wieder die Informationalität durch den Emittenten gegeben ist… oder nicht? Btw… gibt es das Wort tatsächlich? Google kennt es nicht… 

Kommilitonin: Ich verstehe den Text nicht… Was ist Front National und was Le Pen?

Muss schön sein auf dem Mond zu leben.

 

 

Die Welt ist im Wandel…

Jedenfalls meine!

FullSizeRender 2Begonnen hat alles am 1. Vorlesungstag nach den Semesterferien. Denn plötzlich fühlte ich mich in der Uni wohl. Pudelwohl, wie man so schön sagt. Ich weiß nicht woher es kam, aber ich hoffe, dieses Gefühl bleibt mir noch einige Zeit erhalten.
Zudem habe ich plötzlich eine Lernpartnerin. Wir gehen jeden Freitag zusammen den Stoff in Sprachwissenschaften durch (im Moment sie eher mit mir, weil ich in Phonetik und Phonologie eine Niete bin). Beim Wochenendseminar vergangene Woche habe ich tatsächlich mir nix dir nix jemanden gehabt, mit dem ich die Mittagspause verbrachte – und seitdem schreiben wir uns ab und zu bei WhatsApp. Sind das diese natürlich geknüpften sozialen Kontakte von denen die Welt immer so redet?

Aber das seltsamste war folgendes.

Letzte Woche bin ich in meinem Seminar über österreichische Autorinnen mit dem Mädel, neben dem ich zufällig saß, ins Gespräch gekommen. Sie hat das Studienfach gewechselt, etwas was uns schon irgendwie verband. Es sind ja die kleinen Dinge im Leben.
Gestern habe ich mich dann einfach wieder neben sie gesetzt und wir haben uns locker unterhalten, auch während des Seminars. Sie gab mir einen Kaugummi ab und ich hab
e mich zu Tode geschämt, als mir die silberne Verpackung samt Inhalt auf den Boden fiel und ich erst von ihr darauf aufmerksam gemacht werden musste.
Wir unterhielten uns darüber, dass wir den Dozenten ganz niedlich (sie) bzw. heiß (ich) finden und über die Darstellung von Männern (mächtig, heiß, dominant) in NA-Romanen. Plötzlich holte sie aus ihrer Tasche den Ausdruck eines Gedichts, den der Dozent am Ende der Stunde ausgeteilt und ich nicht mehr mitbekommen hatte, weil ich den Bus erwischen musste. DAS hat mich nun wirklich aus den Schuhen gehauen. Wir haben uns erst einmal gesehen, ein paar Sätze gesprochen und sie hat dennoch für mich bereits Unterlagen mitgenommen. Ohne, dass ich sie darum bitten musste. So etwas ist mir in Jura nie passiert. Da musste ich schon drum betteln, dass jemand für mich Unterlagen mitnahm, oder seine mit mir teilte.

Apropos betteln

Am Wochenende findet das CampusKino statt… ein Herr der Ringehobbiton-1586978_640 Marathon. Darauf warte ich seit Studienbeginn! Aber wer geht mit? Spontan fragte ich einen Kumpel, der, wie erwartet, herumdruckste. Und ich fragte eben meine Lernpartnerin. Und das unglaubliche ist, sie hat sofort zugesagt. Ohne „Mh… weiß nicht“, oder „Mal sehen… ich kann das nicht versprechen“ oder „12 Stunden Herr der Ringe? Tickst du noch richtig?“

#AprilAuthors – Die Challenge auf einen Blick

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Der April stand ganz im Zeichen der Challenge #AprilAuthors. Bei Instagram und Twitter konnte man dabei Autorinnen und Autoren über die Schulter gucken – und mir auf meinem Unplugged-Blog.

Wieso ausgerechnet der April? Vielleicht weil im April auch traditionell das Camp NaNoWriMo ist.

Wtf ist ein Camp NaNoWriMo?

Bildschirmfoto 2017-05-01 um 10.47.15Im November ist seit 1999 der National Novel Writing Month, der gar nicht mehr national, sondern international ist. Ziel bei diesem Schreibprojekt ist es, innerhalb des Monats November einen Roman mit mindestens 50.000 Wörtern zu verfassen. Das ist ein Marathon, kein Sprint – und für einen Marathon trainiert man. Dafür sind die beiden Camps im April und Juli da. Man setzt sich ein eigenes Ziel an WordCount und schreibt.

Diesen April bin ich das erste Mal dabei und habe mit 25.000 Wörtern begonnen. Ehrlich gesagt dachte ich, mein 2. Band wäre dann fertig. Falsch. Ich brauche noch ca. 12.000 Wörter, die ich in dieser Woche noch schreiben möchte. Daran, dass ich das Camp gewonnen habe, ändert sich nichts.

challenge accepted

Während ich pünktlich mit dem Camp angefangen habe, bin ich erst am 7. Tag bei der #AprilAuthors Challenge eingestiegen. Aber danach hab ich auch das durchgezogen.

 

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Start in die Vorlesungszeit

phone-1196697_640Gestern war Vorlesungsstart und es tat gut, endlich wieder im regulären Trott zu sein. Aufstehen, die Bahn zur Uni nehmen und zu wissen, ich bleibe länger als 30 Minuten.  Zwischen zwei Veranstaltungen hatte ich zwei Stunden Leerlauf und saß  auf den Stufen vor dem Audimax. Die Sonne schien durch die Deckenfenster, ich knabberte mein Müsli und laß. Es fühlte sich gut an. Die Beine verschränkt, vor mir auf den Knien ein Buch. Studenten aller Fachrichtungen eilten oder schlenderten am mir vorbei. Niemand interessierte sich für mich, beurteilte mich. Ich kann mich nicht erinnern, jemals so entspannt in der Uni gesessen zu haben. Bin ich endlich angekommen? Nach 5 Semestern?

Für solche Momente liebe ich die Universität

Auf dem Campus hatte eine Hochschulpartei ihren Stand aufgebaut, sprach vorbeigehende Studenten an und hielt ihnen Flyer, Stifte und Bib-Chips entgegen. „Hey! Willst du dich über uns informieren?“ „Alles was ich will ist betrunken sein!“, die knappe Antwort eines BWLers um 10:30 Uhr.

Im Zug unterhielten sich zwei Medizin-Studentinnen. Als die eine der anderen erzählt, sie hätte im vergangenen Semester einmal an einem Tag 4 Tassen Kaffee getrunken, weil sie so müde war und danach war sie total hibbelig, musste ich mir ein lautes Lachen verkneifen.  Amateurin. Erstsemester. 

Motivationsschub

Im Lit-Wit-Seminar über Schriftstellerinnen setzte ich mich bewusst zwischen zwei Jungs. Die kichern wenigstens nicht, wenn der Dozent (Al Borland in jünger und cooler) über die erotischen Nebentöne des Gedichts redet. Im Gegensatz zu den beiden Kim Kardashian-Verschnitten mir gegenüber.
Leider hat mein Dozent mir schon in der ersten Stunde den Wind aus den Segeln genommen. Er möchte, dass wir sämtliche Unterlagen ausdrucken und mitnehmen. Dabei wollte ich dieses Semester doch mit GoodNote/Pages ein wenig tiefer ins papierlose Studium abtauchen – und meinen Rücken schonen. Hoffentlich klappt es zumindest bei den anderen Kursen.

Aber auch was die Kurse angeht, ist dieses Semester etwas besonders für mich. Zum ersten Mal hab ich aufmerksam das Kubus-Programmheft studiert und mich direkt für mehrere Workshops angemeldet. Zwar brauche ich die CPs nicht, weil ich alles aus Jura für den Wahlpflichtbereich anrechnen kann, aber die Kurse interessieren mich:

  • Logik & Argumentation
  • Einführung in das Marketing
  • Online Marketing & Web Usability
  • Karriere im Buchverlag
  • Zeitmanagement
  • Leicht(er) Lernen
  • Das Vorstellungsgespräch

Für ein paar davon bin ich schon zugelassen. Nun hoffe ich, dass ich auch zum Rest eine verbindliche Zusage bekomme. Außerdem überlege ich, ob ich nicht noch einen Rhetorik-Kurs belegen soll. Davon kann man schließlich nie genug haben!

Mega-Facepalm

Am Sonntag war ich wieder mit ein paar Kommilitonen unterwegs. Wir hatten ein paar Austauschstudenten aus Lettland zu Gast und haben uns daher zusammen ein paar der lokalen Sehenswürdigkeiten angesehen. Das Wetter war fantastisch und die Stimmung ausgelassen und fröhlich.

Dennoch gab es zwei Momente, in denen mir mit der Wucht einer Abrissbirne klar gemacht wurde, dass ich einfach 10-8 Jahre älter bin als meine Kommilitonen. Und diese 10-8 Jahre machen manchmal Welten aus!

Am Vormittag hatten wir uns ein altes, barockes Schloss angesehen. Um die dortigen Böden zu schonen, wurden wir gebeten eine Art Pantoffeln über unsere Schuhe zu ziehen.  Damit konnte man herrlich über die glatten Steinböden rutschen! Woraufhin ich einen auf Tom Cruise in Lockere Geschäfte machte.

SIvcTkusMWS4Als ich nur seltsame Blicke erntete, fragte ich schüchtern nach „Tom Cruise? Lockere Geschäfte?“ Es stellte sich heraus, dass niemand den Film kannte. Autsch.

Später am Nachmittag kam dann die Sprache auf das Alter. Ich weiß nicht mehr was die Ursache war, aber plötzlich ging es eben darum. Wir saßen zu viert um einen Tisch, nippten an unseren Getränken und unterhielten uns. Emilia meinte, sie wäretLpKIfRVzUk2A wahrscheinlich die älteste von uns. Woraufhin Karl vehement sagt „Nein, das ist definitiv Jezabel.“ Was mich dazu brachte, Emilia zu fragen, wie alt sie denn sei. 23. Woraufhin Otto mich fragte: „Du bist dann sicher 26, oder?“ Ich schüttelte den Kopf. „27?“ Ich schüttelte wieder den Kopf. „28?“ „Nein.“ Seine Augen wurden immer größer und er lehnte sich über den Tisch mir entgegen. „29????!!!“
„Jepp, in 4 Monaten werde ich 30.“
Emilia beglückwünschte mich dann dazu, dass ich mich ja gut gehalten hätte. Otto war einen Moment sprachlos, dann meinte er nur, „Ja, kommt vor.“
Ja, hab ich auch gehört, dass regelmäßig Menschen dreißig werden.

 

Mach ich’s, oder mach ich’s nicht…

In der alten Wohnung war mein Schreibtishc sozusagen mein ständiger Aufenthaltsort. Ich habe an meinem Schreibtisch gelebt. Nach 8 Jahren ist mir das in Fleisch und Blut übergegangen und es fällt mir schwer, diese Angewohnheit abzulegen.

Insbesondere fällt es mir schwer, an meinem Schreibtisch zu lernen. Das ist mir völlig fremd. In der Schule musste ich nicht lernen und in Jura hat es am besten in der Bibliothek geklappt. Jetzt möchte ich aber nicht unbedingt immer in der Bibliothek sitzen – ich möchte es auch schaffen, zuhause zu lernen. Allerdings habe ich die starke Vermutung, dass ich mich dazu konditioniert habe, an meinem Schreibtisch Unsinn zu machen (oder zu Schreiben, was keineswegs Unsinn ist).

Also hab ich überlegt, ob ich meinen Schreibtisch nicht erweitern sollte. Jetzt ist es ein stink normaler Schreibtisch, steht rechts mit 90 ° zum Fenster. Aber ich könnte eine weitere Schreibtischplatte und einen Bock besorgen und mir einen Eckschreibtisch bauen. Die eine Hälfte ist für den privaten Scheiß da, die andere Hälfte ausschließlich für die Uni.

Allerdings bin ich mir unsicher, ob ich das wirklich tun soll… Ob es sich lohnt. Vielleicht sieht es ja doof aus? Vielleicht nutze ich es nicht? Zumindest hätte ich dann mehr Platz noch mehr Unordnung zu fabrizieren. Andererseits müsste ich dann nicht immer „umräumen“. Von Privat zur Uni… Was es auch erleichtern würde.

Hach ich weiß nicht… Dabei würde mich das Ausprobieren nur 16 € kosten.

3 Monate BuJo

3 Monate hab ich jetzt mein aktuelles BuJo und meine Weeklys haben schon eine ganze Menge durchgemacht.

GifBuJo

Von kunterbunt zu sehr viel schlichter. Ich mag mein BuJo. Es gefällt mir, dass es so dick ist (400 Seiten) und Champagnerfarbene Seiten hat. Es wäre sehr viel besser, wenn es kariert und ultimativ, wenn es punktkariert wäre. Allerdings gibt es das von Hema nicht. Die Leuchtturm-Notizbücher sind mir zu dünn.

Mein nächstes wird wohl kariert. Aber nur, weil ich noch einen leeren Buchblock davon Zuhause rumliegen habe. Pappe bekomm ich von den Ergänzungslieferungen und Einbandpapier hab ich auch. Auch das wird dann halt nicht das perfekte BuJo – aber bis 2017 sollten hoffentlich noch mehr Firmen auf den Trichter gekommen sein, das punktkariert das neue Must-Have ist.

Nein, das möchte ich nicht!

Seit Jahren knirsche ich nachts mit den Zähnen und wenn ich mich konzentriere, oder gestresst bin, auch tagsüber. Also wird es mal wieder Zeit für eine neue Beissschiene. Heute war der Termin für den Abdruck.

Eine kleine, blondierte Arzthelferin führt mich ins Sprechzimmer, platziert mich auf den Stuhl und will mir sofort einen Löffel in den Mund schieben um zu testen, ob er passt. Einziges Problem: Es ist ein Löffel für den Oberkiefer.
Ich: „Nein, die Schiene soll für den Unterkiefer sein.“
Sie: „Ah okay, dann hol ich einen neuen Löffel.“
Sie verlässt den Raum und zurück bleibt die Auszubildende, die meine Akte intensiv studiert.
Nach drei Minuten kommt die Arzthelferin wieder.
„Wir brauchen einen Abdruck vom Ober- und Unterkiefer.“
Ich bin überrascht. „Wieso das denn? Bisher musste das doch auch nicht gemacht werden.“
„Ja, aber wir brauchen das, damit die Schiene besser angepasst werden kann.“
Ach ja? „Aber in den letzten Jahren habe ich meine Schiene doch auch bei Ihnen machen lassen. Das ist jetzt die vierte. Wieso war das denn die letzten Jahre nicht nötig?“
Sie zuckt mit den Schultern. „Das weiß ich auch nicht. Ich weiß nicht, was in den letzten Jahren bei Ihnen gemacht worden ist.“
Ich werfe einen Blick zu der Auszubildenden, die noch immer meine Akte in den Händen hält.
„Okay, aber das möchte ich nicht. Mir ist es wirklich sehr unangenehm einen Abdruck vom Oberkiefer machen zu lassen. Ich bekomme dann einen Würgreflex und muss kotzen. Es wäre mir wirklich lieber, wenn nur ein Abdruck vom Unterkiefer gemacht wird.“
„Dann kann die Schiene aber nicht ordentlich angepasst werden.“
Ich werde stinkig, dennoch bleibe ich ruhig. „Heißt das, dass die Schienen, die ich die letzten 3 Jahre hatte, nicht gut angepasst waren?“
„Das will ich so nicht sagen. Wissen Sie was, ich hole die Frau Doktor.“
„Danke.“
Die Arzthelferin verlässt wieder das Zimmer. Im Geist gehe ich kurz die Pros und Kontras durch. Pro: Stell dich nicht so an, das ist ne Sache von 4 Minuten. Kontra: Du hast vor einer Stunde gegessen und wirst alles voll kotzen weswegen aus den 4 Minuten 8 werden,weil sie den Abdruck wiederholen müssen.
Die Arzthelferin kommt wieder.
„Also Frau Doktor meint, man könnte das dann besser anpassen.“
„Ich habe die letzten Jahre gute Schienen von Ihnen bekommen. Damit war ich sehr zufrieden. Bitte machen Sie nur eine normale Schiene für den Unterkiefer. Es ist mir wirklich unangenehm den Abdruck für den Oberkiefer machen zu lassen. Ich muss kotzen und das ist für alle Beteiligte nicht schön.“
„Können Sie bitte normal mit mir sprechen! Ich rede ja auch normal mit Ihnen. “
Hö? Ich war ruhig. Ich habe Sie nicht beschimpft, angeschrien oder dergleichen. Ich habe versucht jede Antwort so zu formulieren, dass sie eindeutig war. Ich bin Angstpatient. Mir einen Löffel mit ekliger Abdruckmasse in den Mund zu rammen und mich kotzen zu lassen ist da nicht förderlich. Eine Arzthelferin, die mir meine Fragen nicht beantworten kann weil sie nicht in meine Akte gucken will, auch nicht.
„Ich spreche ruhig und normal mit Ihnen. Ich möchte einfach nicht diesen Abdruck machen lassen. Vielleicht kann Frau Doktor kommen und mir erklären, was diesmal anders ist.“
„Wenn ich mit Ihnen normal spreche, dann können Sie auch mit mir normal sprechen.“
Aha. In Gedanken zähle ich bis zehn. Am liebsten würde ich ihr entgegen schleudern, dass sie gerade einfach ein Problem hat, weil sie wegen mir mit ihrer Chefin anscheinend eine Diskussion führen muss, die sie nur verlieren kann. Aber so sympathisch ist sie mir dann doch nicht, dass ich ihr zu Liebe kotze!
„Ich möchte einfach nur die normale Unterkieferschiene.“ Wiederhole ich wie ein Leierkasten. Diesmal an die weiße Wand gerichtet.
Die Arzthelferin steht auf, verlässt den Raum. Kurz darauf kommt sie wieder, drückt der Azubine einen Löffel in die Hand und verschwindet.
Die Azubine braucht dann 2 verdammte Versuche den Abdruck richtig zu machen. Ich soll den Mund spülen. Ein Tuch zum Säubern erhalte ich nicht. Also werfe ich einen Blick in die Handy-Kamera und putze die restlichen rosa Krümel um meinen Mund mit den Fingern ab. Die Ärztin kommt nicht ein einziges Mal in den Behandlungsraum. Auch die Arzthelferin lässt sich nicht mehr blicken.
Die Azubine macht mit mir einen neuen Termin zur Anpassung. Ich wünsch allen einen schönen Tag und ein entspanntes Wochenende.

Jetzt ich bin ich ernsthaft am überlegen, meinen Zahnarzt zu wechseln.