Kurzgeschichte

Ich habe die dünnen Seiten der Tageszeitung auf dem gelben Teppichboden ausgebreitet und rote Kringel um die Artikel gemalt, die ich ausschneiden will. Die stumpfe Schere reißt sich durch das dünne Papier und hinterlässt unsaubere Kanten, die ich später sorgfältig umknicken und festkleben werde.
Ich liebe das Gefühl des dünnen, knisternden, bedruckten Papiers unter meinen Fingerspitzen. Generell mag ich Papier sehr gerne.
Normales, industriell gefertigtes Papier wird hauptsächlich aus Zellstoff gefertigt. Die Cellulosefasern, von wenigen Millimeter bis zu einigen Zentimeter Länge, werden von Hemicellulosen, Harzen und anderen Pflanzenbestandteilen getrennt, mit Wasser versetzt und zerfasert. Den so entstandenen Brei gibt man auf ein Sieb und presst das überschüssige Wasser heraus, während man das Sieb ständig hin und her bewegt um die Fasern zu verdichten. Bei Zeitungspapier wird noch Lignin hinzugefügt, was dafür sorgt, dass es aufrecht steht ohne dass die Seiten so schnell umknicken. Zudem ist Lignin zusammen mit Druckerschwärze zuständig für diesen typischen Zeitungsgeruch, den ich jeden Morgen tief inhaliere, und der mir ein Gefühl von Geborgenheit vermittelt.
Lignin beschleunigt jedoch auch das Vergilben und obwohl es für die meisten Zeitungsleser kein Problem darstellt, weil sie die Zeitung am Ende des Tages sowieso in den Papiermüll werfen, ist es das sehr wohl für mich. „Kurzgeschichte“ weiterlesen

#AprilAuthors – Die Challenge auf einen Blick

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Der April stand ganz im Zeichen der Challenge #AprilAuthors. Bei Instagram und Twitter konnte man dabei Autorinnen und Autoren über die Schulter gucken – und mir auf meinem Unplugged-Blog.

Wieso ausgerechnet der April? Vielleicht weil im April auch traditionell das Camp NaNoWriMo ist.

Wtf ist ein Camp NaNoWriMo?

Bildschirmfoto 2017-05-01 um 10.47.15Im November ist seit 1999 der National Novel Writing Month, der gar nicht mehr national, sondern international ist. Ziel bei diesem Schreibprojekt ist es, innerhalb des Monats November einen Roman mit mindestens 50.000 Wörtern zu verfassen. Das ist ein Marathon, kein Sprint – und für einen Marathon trainiert man. Dafür sind die beiden Camps im April und Juli da. Man setzt sich ein eigenes Ziel an WordCount und schreibt.

Diesen April bin ich das erste Mal dabei und habe mit 25.000 Wörtern begonnen. Ehrlich gesagt dachte ich, mein 2. Band wäre dann fertig. Falsch. Ich brauche noch ca. 12.000 Wörter, die ich in dieser Woche noch schreiben möchte. Daran, dass ich das Camp gewonnen habe, ändert sich nichts.

challenge accepted

Während ich pünktlich mit dem Camp angefangen habe, bin ich erst am 7. Tag bei der #AprilAuthors Challenge eingestiegen. Aber danach hab ich auch das durchgezogen.

 

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Völlig überschätzte Seiten im BuJo

Mein jetziges BuJo ist zur Hälfte voll und ich hab schon eine ellenlange Liste mit Änderungen fürs nächste. Insbesondere hab ich ein paar Dinge, die ich im nächsten Bullet Journal nicht mehr brauche:

  • A Year in Pixels. Für disziplinierte Menschen sicherlich eine gute Methode ihre Launen in Blick zu haben – allerdings bin ich nicht diszipliniert und gut gelaunt sowieso nicht. Meist denke ich nur einmal in der Woche dran und dann weiß ich gar nicht mehr so genau, ob es einen Tag gab, der es verdient hat mehr als „neutral“ zu bekommen. Also völlig unbrauchbar für mich.
  •  Eine Geburtstagsübersicht. Da guck ich gar nicht rein. Die meisten Geburtstage sind in meinem elektronischen Kalender und Facebook erinnert mich an die restlichen. Die wichtigsten hab ich sogar im Kopf (ja wirklich!). Außerdem trage ich die dann sowieso in die Jahresübersicht ein oder eben in die Monatsübersicht. Eine extra Seite nimmt nur Platz weg.
  • Einen Key. Ein Key ist eine Übersicht welches Zeichen für was steht. To-Do, Erledigt, zur Hälfte erledigt usw. Aber so richtig merken kann ich mir das nicht und deswegen hab ich einen ausklappbaren Key zum Ausklappen in den Buchdeckel geklebt. Den nutze ich, die super schön gestaltete Seite dagegen nimmt nur Platz weg.
  • Irgendwelche Challenge-Seiten. Halte ich sowieso nicht durch.
  • A Walk to Hogwarts: Eine Seite, die trackt wie viele Kilometer man so geht. Ziel ist es, das als Ansporn zu nehmen und sich mehr zu bewegen. Sieht gut aus, nützt aber nichts, da keine Deadline gesetzt ist.
  • Irgendwelche Seiten zu speziellen Diäten die ich sowieso nicht nutze. So wie z.B. die „Bananen-Diät“. Ehrlich? Der einzige Grund weswegen ich dazu eine Seite gemacht habe war, weil ich eine verdammte Banane in mein BuJo zeichnen wollte.
  • Eine Seite zum Tracken von Sport. Keine Ahnung wieso ich die gestaltet habe – ich mach keinen Sport. Nicht mal in digitaler Form. Eine unausgefüllte Seite ist Platzverschwendung und verdammt deprimierend.
  • Ein Meal-Plan. Nutze ich nicht. Jedenfalls nicht in der aktuellen Version. Werde das eventuell in die Wochenansicht einbauen und dafür das Food-Log rausschmeißen – das brauch ich auch nicht. Man muss ja nicht wirklich alles notieren. Muss ich echt in 15/20 Jahren was ich am 22.01.2017 gegessen habe? Nein.
  • Eine Doppelseite To-Do für die Uni. Lieber in die Wochenansicht und auf wenige Punkte beschränken.
  • Doppelseite zum Irrenhaus Universität. Ich geh einfach mal davon aus, dass die witzigen Idioten-Sprüche á la „Was ist die Primärliteratur zu Goethe“abebben je höher ich im Semester komme.
  • Filme im TV. Im nächsten BuJo wird nur getrackt, welche Filme ich im Kino gesehen habe. Alles andere würde die Kapazitäten sprengen.
  • Saving-Goals.

Sind so ca. 20 Seiten die ich mir dadurch spare.

Außerdem wird es nicht mehr so bunt und alles in einem einheitlichen Stil. Mein nächstes BuJo will ich im August an meinem 30. Geburtstag anfangen – und bis dahin finde ich schon den richtigen Stil für mich.

Work In Progress – der Erotikroman

Kasimir hat Dienstag Vormittag die ersten 350 Seiten von meinem Erotikroman (Arbeitstitel: Reckless Love Hold me now)  ausgelesen. Morgens um 6:45 schrieb er dann eine Kurzzusammenfassung seiner Rezession. Die war ausgedruckt etwa 1,5 DIN A4 Seiten lang in 12 pt Times New Roman mit einfachem Zeilenabstand.

Quintessenz: Das beste was ich bisher geschrieben habe, allerdings viel zu kurz. Ich solle die Story auf 4 – 5 Bände ausweiten, 1500 Normseiten anpeilen und den Figuren dadurch mehr Leben einhauchen.

Danach brachte er auch einen noch viel besseren Arbeitstitel, den ich hier nicht verraten werde, weil der wirklich so gut ist, dass er am Ende sicherlich auf dem Titelblatt stehen wird.

Ich denke tatsächlich darüber nach, diesmal auf ihn zu hören.

Wie Eltern beim Sex

Kasimir kann meinen Erotikroman nicht vollständig lesen. Die Sexszenen überspringt er. Er sagt, er würde sich dabei fühlen, als würde er seinen Eltern beim Sex zugucken.

Natürlich hab ich nachgefragt. Er stellt sich nicht seine Eltern dabei vor (zum Glück). Es ist ihm unangenehm, weil er dabei in meine Privatsphäre eindringt.

Ist das jetzt gut oder schlecht?

Das Schreiben – Wie darf ich denn das verstehen?

Folgende zwei „Gespräche“ hatte ich die letzten Tage:

Lisa: „Was habt ihr denn so für Hobbys, abgesehen vom BuJo?“
Ich: „Ich schreibe Romane und möchte die demnächst nach und nach veröffentlichen.“
Lisa: „Ach, so kleinere Sachen meinte ich ar nicht. Dachte eher so in Richtung Sport oder so.“

Ich bräuchte übrigens ein Alibi für Samstag Abend zwischen 18:00 Uhr und 23:00 Uhr.

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Kasimir: „Ich hab jetzt die Hälfte von deinem Erotik-Roman fertig. Er ist schon viel besser als dein letzter Roman.“
Ich: „Der, der jetzt demnächst veröffentlicht wird?“
Kasimir: „Ja!“

Genau so macht man Selbstbewusstsein kaputt!

Jezzi und ihr Bullet Journal: es wird goldig

Hab mir vor ein paar Tagen ein neues Notizbuch bei Hema gekauft – in Gold! Da mein jetziges nur noch paar leere Seiten hat, wurde es auch Zeit. Natürlich konnte ich mir nicht verkneifen, schon ein paar erste Seiten einzufügen.

 

Es gibt immer ein paar Seiten, die „Pflicht“ sind – zumindest bei mir. Ein Haushaltsplaner um einen Überblick über die Kosten zu haben. Ein Liste der Filme, die ich im Kino gesehen habe bzw. eine für den TV. Dann natürlich die obligatorischen Vorsätze fürs neues Jahr. Und ein Layout für die Reading-Challenge.

Was noch fehlt sind Seiten für den NaNoWriMo, für Weihnachten 2017, den geplanten Irland-Urlaub und natürlich für den Semesterplaner. Allerdings weiß ich da noch nicht genau, was ich alles brauche, abgesehen vom Stundenplan.

 Habt ihr noch Ideen für ein paar wichtige Seiten?

Das Schreiben – Ideeninput

Ich hänge im Moment bei Reckless Love. Mir fehlt das Ende und in der Mitte ein ganzes Stück. Zwar weiß ich jetzt, wie ich es stopfe – aber ich bin nicht wirklich zufrieden. Und der Schluss ist noch immer ein großes Fragezeichen. Vielleicht lass ich es einfach offen, pack noch etwas Dramatik hinein und dann mal sehen.

Aber dafür bekomm ich extrem viel Input für kommende Romanprojekte. Vorgestern Nacht träumte ich etwas, das ich sofort in meinen nächsten Roman einbauen werde. Etwas, wovon ich vorher nicht einmal eine leise Ahnung hatte. Es addiert jedenfalls sofort noch mehr Konfliktpotential in die Story und wir wissen ja alle, dass Konflikte der Schlüssel zu guten Storylines sind.

Gestern Nacht hab ich dann einfach mal den gesamten Ploteinstieg für den 4. Roman geträumt. Der dürfte dann wieder in die Richtung New Adult Romance gehen.

Der ein oder andere fragt sich jetzt bestimmt, wieso ich von Roman 3 und 4 rede… wenn ich doch schon allein beim NaNoWriMo in der Vergangenheit 2x gewonnen habe und Ich atme dich ja auch vor Jahren fertiggestellt wurde.

Also. Mein aller erster fertiger, ernstzunehmender Roman war „Ich atme dich“. Der wird gerade überarbeitet und demnächst veröffentlicht.

Danach kam „Unkrautcharakter“. Der ist auch fertiggestellt, allerdings sind nur die ersten 75 Seiten brauchbar. Er wird also in naher Zukunft um- und weitergeschrieben. Er wird Roman #3.

Nach dem ersten Unkraut-Versuch kam „Counterfire“. Mein erstes New Adult Romance Projekt. Es wurde zwar auch fertig – aber taugt nicht so richtig. Also fällt es untern Tisch, wenn sich auch ein paar Szenen daraus in Reckless Love wiederfinden.

Ach und zwischendurch kam „Es kam eine Fremde“. Auch fertig – aber großer Mist. Die Storyline ist interessant, die Umsetzung katastrophal. Also werd ich es entweder nie wieder anfassen oder komplett neu schreiben müssen.

Das meiste davon zählt also nicht. Waren eher eine Fingerübung oder eine Studie. Daher die seltsame Zählweise 😀

 

NaNoWriMo – Tag 25

Seit 3 Tagen habe ich die 50k -Marke geknackt. Allerdings ist mein Roman noch lange nicht fertig nd ich stehe ehrlich gesagt gerade etwas auf dem Schlauch. An zwei Stellen.

In der Mitte fehlen ir 2 -3 Kapitel. Auch man Ende bin ich etwas ratlos. Es läuft gerade auf den die Katastrophe zu. Meine Protagonistin macht mit dem heißesten Typen der Welt Schluss. Das letzte Viertel des Buches möchte ich jetzt plötzlich aus seiner Sicht schreiben!!

Jetzt weiß ich absolut nicht mehr was ich tun soll. Vielleicht probier ich es einfach ein paar Kapitel aus. Ich es ist ja schließlich nur eine erste Fassung.

Als Kasimir heute zur Arbeit ging, hat er mir viel Spaß beim Schreiben gewünscht – und gefragt, ob er es dann eigentlich auch zum Probelesen bekommt ❤