Der Club der Nicht-toten-Dichter

Vor etwa 13 oder 14 Jahren gründeten drei Freundinnen und ich den Club der Nicht-toten-Dichter. Wieso, weshalb, warum, kann ich jetzt gar nicht mehr sagen. Jedenfalls gab es Nicht-Goethe, Nicht-Schiller, Nicht-Dylan und ehrlich gesagt hab ich den Dichternamen von Lilo schon wieder vergessen.

Nach der Mittleren Reife trennten sich unsere Wege. Ausbildung und Abi standen erstmal an. Lilo gab Gas. Sie heiratete mit Anfang 20, baute ein Haus, bekam das erste Kind. Sie blieb in der bayerischen Provinz. Wir anderen ließen uns Zeit. Nicht-Schiller holte ihre Abi nach, ging nach Berlin. Im Sommer bekam sie ihr erstes Kind. Nicht-Goethe hat letzte Woche heimlich still und leise geheiratet. Sie hatte ihr Abi parallel zur Ausbildung nachgeholt und in Potsdam studiert. Mittlerweile ist sie in Hessen gelandet. Auch mein Weg war nicht geradlinig. Jobben, Ausbildung, Abi, jetzt das Studium. Mitten in NRW. Aber auch ich komme langsam an und bin gespannt was noch kommen mag.

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Meine Top Ten der kitschigsten Filme aller Zeiten: #10

„SMS für dich“ ist ein zuckersüßer Roman, der mit der wunderbaren Karoline Herfurth verfilmt wurde und im vergangenen Jahr in die Kinos kam.

Im winterlichen Berlin macht sich Journalist Mark auf die Suche nach der Frau, die SMS an ihren verstorbenen Verlobten schickt. Da die Nummer aber nach 2 Jahren neu vergeben wurde, landen sie bei ihm.

Der Film brilliert mit sehr lebensnahen Dialogen, wie folgender:

Mark: „Was sind die anderen drei Dinge?“

Clara: „Sympathie. Du musst den anderen mögen wie deinen besten Freund. Vertrauen. Du musst wissen, dass er immer für dich da ist und dich nie belügen wird.

Mark: „…Und das vierte?“

Clara: „Leidenschaft. Du musst so sehr mit dem anderen schlafen wollen, dass du Schmerzen hast, überall da, wo er dich noch nicht berührt hat.“

Mark: „Und? Hast du irgendwo Schmerzen?“

Clara: „Absolut überall.“

Am Ende, nach 107 Minuten Herzschmerz und Hach-Momenten, wurde man so geschickt manipuliert, dass man den an Helene Fischer angelegten Schlagersong „Dein Sein“ tatsächlich gut findet. Nun ja… etwa 1,5 Minuten.

Dann wird er zum Glück abgelöst… von Shape of Love.

Hach…  ist doch klar, dass ich SMS für d ich mittlerweile schon zig mal gesehen habe – und bereue das Buch damals weggegeben zu haben. Ich würde es sehr gerne mal wieder lesen.

 

Paris ist immer eine gute Idee

Gestern Nacht um 2:00 Uhr ins Auto gestiegen und nach Paris gefahren. Abends um 21:00 ging es zurück. Heute Morgen um 2:30 Uhr ins Bett gefallen, um 5:30 Uhr wieder aufgestanden… dank 4 Tassen Kaffee und 2 Koffeintabletten den Tag tatsächlich wach verbracht, abends noch ein wenig durch die Innenstadt geschlendert, Pizza gegessen… jetzt gleich noch ein paar Seiten lesen und dann endlich schlafen…. Es hat sich gelohnt.

Paris – egal wie viel Zeit man dort verbringt – ist immer eine gute Idee.

Playlist

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Manche haben für jede Situation die richtige Playlist… ich nicht. Meine wächst und wandelt sich. Mal kommt jeden Tag was neues dazu und anderes fällt weg… dann ändert sich wochenlang gar nichts. Nur einzelne Titel, die bleiben. Oder ich weiß, sie werden bleiben. „Du bist Rockmusik“ zum Beispiel.

Semesterbeginn

Die erste Veranstaltung im Semester und während der Dozent einen Studienverlaufplan nach dem anderen auf die weiße Wand projiziert, überlege ich krampfhaft, wie Kamikaze ich die nächsten Semester angehe. Besser gesagt… wie heftig es im Wintersemester 2018/2019 und im Sommersemester 2020 wird. Und eine weitere Frage drängt sich jetzt auf, die vorher noch so weit weg erschien und nun dringend beantwortet werden muss: Mache ich meinen Master? Und wenn ja, in welchem Fach?

 

 

 

Stundenplan steht

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Noch hab ich kein einziges Wort meiner Hausarbeit (meiner zwei Hausarbeiten) geschrieben, aber ich hab zumindest schon einmal meinen Stundenplan fürs kommende Semester zusammengestellt. So ganz funktioniert es noch nicht, da die Übung in Politikwissenschaft genauso wie die AGs in Jura nach Priorität bzw. nach dem Windhundverfahren vergeben wird – und zwar erst ab dem 7.10. Aber Montag und Donnerstag hab ich frei, was meine Chefin in der Redaktion freuen dürfte.
Was mich in Hochstimmung versetzt, ist die Blockveranstaltung an 4 Samstagen. Dann muss ich das Proseminar nicht im Sommersemester 2018 belegen und hab Zeit für eine Hausarbeit um nicht wieder das gleiche Problem wie jetzt zu haben.

Falls ihr übrigens eine Idee für ein relativ spannendes Thema in Bezug auf Veza Canetti habt, nur her damit!

Kids der 90er

Heute morgen scrollte ich ein wenig durch meine Facebook-TL und stolperte über diesen Song. Seitdem spielt er in der Endlosschleife und ich schwelge in Erinnerungen. Die 90er, die hab ich komplett mitgemacht. Und damals war meine Welt noch in Ordnung.

Meine Inlineskates waren schwarz mit roten Einsätzen. Wir konnten ohne Angst auf der Straße fahren. Kam mal ein Auto, wurde angehalten, man hat drei oder vier Sätze mit dem Fahrer getauscht (in der bayerischen Provinz kennt man sich) und dann ging es weiter.

Bei uns gab es keinen Kiosk (gibt es immer noch nicht), dafür einen Bäcker, bei dem man sich eine gemischte Tüte holen konnte. Aus irgendeinem Grund war es ultra-cool, wenn man den Namen des Bäckers rückwärts aussprach. Lakritze durfte tatsächlich nicht in die Tüte, aber Frösche mussten mit hinein! Center Shocks (Apfel, alles andere war für Warmduscher) gibt es immer noch jedes Jahr zu meinem Geburtstag.

Britney Spears kann ich noch immer mitsingen… was ich auch hin und wieder mache:

Ich hatte damals den ersten Gameboy in grau zu Weihnachten bekommen und am nächsten Tag meine Mutter dabei erwischt, wie sie die Nacht damit durchgespielt hatte. Mit Tetris. Erst Monate später gab es Super Mario.

Im Ferienlager haben wir exzessiv Bänder geknüpft. Mit Sicherheitsnadeln an der Hose befestigt lehnten wir gegen die Zelte und mixten Farben. Hauptsache bunt. Verehrt wurde diejenige, die tatsächlich Buchstaben knüpfen konnte. Wer am Ende der Ferien nicht mit mindestens fünf neuen Bändchen wiederkam, war ein Loser.

Auf dem Pausenhof wurden ordentlich Diddl-Blätter getauscht. Später kamen Postkarten dazu. Meine Lieblingskarte zeigte die Diddl-Maus unter einem übergroßen Sonnenhut. „Willst du mit mir unter meinen Sombrero knutschen?“

Jo-Jos waren auf dem Pausenhof der Hammer! Und Seilhüpfen. Da war es egal ob man den anderen mochte oder nicht. Da spielten alle zusammen – und verdammt, ich war richtig gut!

Im Gegensatz zu meiner Tante, habe ich nie üEi-Figuren gesammelt. Mein Onkel hat ihr zum Geburtstag und zu Weihnachten jedesmal eine ganze Palette Überraschungseier geschenkt und bis heute ist das für mich der Inbegriff für wahren Liebe. Die Eier wurden fein säuberlich geöffnet, die Figuren behalten, alles andere (inklusive der Schokolade) zu einem Kindergarten gebracht.

Unsere Fenster waren über und über mit Window-Color-Bilder verziert. Blumen, Weinreben, Schmetterlinge.  Selbst als meine Mutter, meine Schwester und ich ausgezogen waren, hatte mein Dad die Bilder an den Fenstern kleben.
Ich habe damals schöne Flaschen gesammelt. Sie standen aufgereiht auf einem Hängeregal, das noch immer in meinem Schlafzimmer hängt. Ich hatte eine weiße, schlanke Likörflasche, die ich mit Weintrauben verziert hatte. Sie landete erst vor 10 Jahren im Altglas.

Nachdem unsere Kelly-Family Phase abgeklungen war, standen wir tatsächlich alle auf die Backstreet Boys. Nick Carter war natürlich der Liebling der meisten – aber ich mochte  Brian lieber … Mein Dad ist fast ausgetickt, als ich zu Weihnachten die BSB-Bettwäsche bekam und mit meinen acht Jahren stolz heuausposaunte, dass ich ab sofort mit 5 süßen Typen im Bett liegen würde.

Meine erste Freundin hatte dann tatsächlich ein mächtiges Arschgeweih… Die kam allerdings erst 2003 😉

Furby oder Tamagotchis hatte ich nie. Dafür die Trolle mit den bunten Haaren und dem Stein im Bauchnabel. Das Bäuchlein reiben brachte Glück!

Die 90er waren schon geil… wir rochen alle nach dem Spice-Girls-Deo von Impuls (oder Vanille) und hatten Glas-Schnuller am 4-You-Rucksack hängen.

Zum Glück sind die 90er jetzt lang genug vorbei um verklärt in Erinnerungen zu schwelgen und alles negative verdrängt zu haben (fast alles… ich sag nur: Adidas-Knopfhosen!).

Prosecco und Katzen statt Champagner und Kerle

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Oh mein Gott… ist es das was mir in zehn Jahren blüht? Die Wahl zwischen 3 Katzen und Prosecco in der Bahn? Ich dachte, mit 40 lass ich die Champagnerkorken knallen. In einer Limousine! Und statt 3 Katzen massieren mir drei süße Kerle mit nackten Oberkörpern und Schleifen um den Hals die Füße und reichen Lindorschokolade… Meine ganze Lebensplanung ist dahin!

 

***

H. ist ein Jura-Kommilitone, 8 Jahre jünger und sehr seltsam (noch seltsamer als Jurastudenten normalerweise sind)… im Januar hat er mir mal völlig aus dem Kontext heraus gesagt, ich wäre ihm zu alt fürs Daten. Seitdem schickt er mir regelmäßig Selfies und fragt mich, ob er so abends weggehen kann oder er schickt mir Memes und eben Katzenbilder…

 

Good Bye altes BuJo.

Mein zweites Bullet Journal ist voll und am 1.8. (rechtzeitig zum neuen Lebensjahr), gibt es ein neues. Hatte ich hier und hier noch darüber nachgedacht, wie ich es wohl machen werde und explizit gesagt, was ich nicht will? Tja… es kam mal wieder alles ganz anders.

Ich habe jetzt ein Din A6 Moleskine Hardcover blanco (!)… und auch schon einige Listen angelegt. Durch die Größe wird es minimalistischer. Aber ich glaube, das tut mir gut. Außerdem wird das Tagebuch ausgegliedert. Dann kann ich mein BuJo auch tatsächlich überall mithin nehmen und brauche kein zweites mehr für die Uni.

Bei Aliexpress hab ich mal wieder ein paar Washitapes bestellt und auch ein neuer Fineliner sollte morgen ankommen. Über den Pigma MICRON Fineliner habe ich schon so viel gelesen, dass ich ihn jetzt einfach mal ausprobieren werde. Außerdem ist mein PITT Artist Pen S von FaberCastell ausgefranst und musste entsorgt werden.

Mal sehen wie ich damit zurecht komme – könnte mir vorstellen, dass ich irgendwann doch zu einem Softcover in Punktkartiert wechsle…

Hier meine Lieblingsseiten meines aktuellen BuJo: 

„Good Bye altes BuJo.“ weiterlesen

Neues aus dem Irrenhaus

2013/2014

Meine Schwiegereltern: Du musst unbedingt Jura machen… du bist so ein logischer Mensch und du kannst so gut mit Worten umgehen. Es wäre eine Schande, wenn du nicht Jura studieren würdest. Außerdem hast du doch die Ausbildung als ReNo, da bietet sich das doch praktisch an. Komm, mach Jura!

Herbst 2016

Meine Schwiegereltern: Wir haben uns sowieso immer gefragt, warum du nicht Germanistik studiert hast. Das passt doch so viel besser zu dir.

Frühjahr 2017:

Augenchirurg: Was? Germanistik? Studieren Sie doch Jura zu Ende! Wenn sie nur noch die großen Scheine brauchen.
Schwiegervater: Das sagen wir ihr auch immer.