Workshop „Leichter Lernen“

Ja, ich hab es wieder getan.

Ich habe mich 6 Stunden mit 10 völlig fremden Kommilitonen in einen Raum sperren lassen um übers Lernen lernen zu sprechen. Vor zwei Semester hab ich ja schon den eLearning-Workshop „Im Kampf gegen die Aufschieberitis“ mitgemacht… und was soll ich sagen… das Rad kann man halt nicht noch einmal neu erfinden. Dennoch war dieser Kurs etwas besser. Aber vor allem deswegen, weil er am Anfang erstmal eine halbe Stunde die biologische Seite des Lernens betrachtet hatte. Das war jedenfalls interessanter als zum ixten-mal über die Eisenhower-Methode zu sprechen.

Nach 6 Stunden also hier die Quintessenz des Workshops und die „interessantesten“ Lernmethoden bzw. Methoden am Lernen zu bleiben.

  • Einen Lerngeruch finden (ich glaub, ich entscheide mich für Cool Water). Funktioniert aber auch mit Kaugummi kauen
  • Lerntypen kombinieren (Auditiv, Visuell usw.)
  • Lerntechniken kombinieren
  • Biorhythmus synchronisieren (die Uni München bietet dazu einen Test an, um überhaupt rauszufinden, was für ein Biorhythmus-Typ man ist, aber der Test ist nicht grad individuell und daher eigentlich völlig nutzlos)
  • Wochenplan / Tagesplan erstellen und eine Wochenbilanz anfertigen
  • Zum Stressabbau meditieren, tanzen, Ausdauersport betreiben (oder backen – so wie ich)
  • Mit Vokabelkästen lernen
  • Schreibtisch wechseln / fester Lernort
  • 3 positive Dinge am Abend notieren um die Grundstimmung zu heben (kann ich zumindest ins BuJo integrieren)
  • Die Leymann-Technik anwenden
  • Handschriftliches abtippen
  • Wiederholen nach 2 Tagen, 14 Tagen, 4 Wochen
  • Projektpläne für Hausarbeiten anfertigen
  • 30 Minuten pro Seminar / Vorlesung Vorbereitung
  • 30 Minuten pro Seminar / Vorlesung Nachbereiten (mindestens 10 Minuten)
  • Stapelattacke -> einfach alles abarbeiten; To-Do-Listen
  • Lernsprints (aka Pomodoro-Technik)
  • Auswendig lernen: Sprints à 20 Minuten, 5 Minuten Pause
  • Neues erarbeiten: 30-50 Minuten (Konzept, aktives Lesen, Mindmap)

Wenn ich mir übrigens eine Superheldenmacht aussuchen könnte, wäre es ein fotografisches Gedächtnis.

 

Ich will flirten!

Verdammt… ich will wieder flirten. Hemmungslos. Auf allen Ebenen. Schüchtern, offensichtlich, zweideutig, eindeutig zweideutig. Ich will wieder verstohlene erste Küsse  im Kino, offensichtliche erste Küsse in irgendeiner Seitengasse und das ganze Programm mit Schmetterlingen im Bauch.

Und was soll ich sagen… niemand in Sicht.

Perlen aus dem Unialltag

Dozentin: Wo lesen Sie denn heutzutage Texte? Lesen Sie mehr digital oder ganz klassisch auf Papier?
Kommilitone: Also wenn ich die Uni jetzt mal nicht berücksichtige…
Dozentin: Wieso schließen Sie die Uni aus?
Kommilitone: Weil wir ja da ganze Bücher lesen müssen…

Ach nein… wirklich! Und das in Germanistik! Sieh mal einer an.

Dozentin: Diesen Text haben wir verfasst um zu zeigen, was kein Text ist.

Wodurch ja wieder die Informationalität durch den Emittenten gegeben ist… oder nicht? Btw… gibt es das Wort tatsächlich? Google kennt es nicht… 

Kommilitonin: Ich verstehe den Text nicht… Was ist Front National und was Le Pen?

Muss schön sein auf dem Mond zu leben.

 

 

Die Welt ist im Wandel…

Jedenfalls meine!

FullSizeRender 2Begonnen hat alles am 1. Vorlesungstag nach den Semesterferien. Denn plötzlich fühlte ich mich in der Uni wohl. Pudelwohl, wie man so schön sagt. Ich weiß nicht woher es kam, aber ich hoffe, dieses Gefühl bleibt mir noch einige Zeit erhalten.
Zudem habe ich plötzlich eine Lernpartnerin. Wir gehen jeden Freitag zusammen den Stoff in Sprachwissenschaften durch (im Moment sie eher mit mir, weil ich in Phonetik und Phonologie eine Niete bin). Beim Wochenendseminar vergangene Woche habe ich tatsächlich mir nix dir nix jemanden gehabt, mit dem ich die Mittagspause verbrachte – und seitdem schreiben wir uns ab und zu bei WhatsApp. Sind das diese natürlich geknüpften sozialen Kontakte von denen die Welt immer so redet?

Aber das seltsamste war folgendes.

Letzte Woche bin ich in meinem Seminar über österreichische Autorinnen mit dem Mädel, neben dem ich zufällig saß, ins Gespräch gekommen. Sie hat das Studienfach gewechselt, etwas was uns schon irgendwie verband. Es sind ja die kleinen Dinge im Leben.
Gestern habe ich mich dann einfach wieder neben sie gesetzt und wir haben uns locker unterhalten, auch während des Seminars. Sie gab mir einen Kaugummi ab und ich hab
e mich zu Tode geschämt, als mir die silberne Verpackung samt Inhalt auf den Boden fiel und ich erst von ihr darauf aufmerksam gemacht werden musste.
Wir unterhielten uns darüber, dass wir den Dozenten ganz niedlich (sie) bzw. heiß (ich) finden und über die Darstellung von Männern (mächtig, heiß, dominant) in NA-Romanen. Plötzlich holte sie aus ihrer Tasche den Ausdruck eines Gedichts, den der Dozent am Ende der Stunde ausgeteilt und ich nicht mehr mitbekommen hatte, weil ich den Bus erwischen musste. DAS hat mich nun wirklich aus den Schuhen gehauen. Wir haben uns erst einmal gesehen, ein paar Sätze gesprochen und sie hat dennoch für mich bereits Unterlagen mitgenommen. Ohne, dass ich sie darum bitten musste. So etwas ist mir in Jura nie passiert. Da musste ich schon drum betteln, dass jemand für mich Unterlagen mitnahm, oder seine mit mir teilte.

Apropos betteln

Am Wochenende findet das CampusKino statt… ein Herr der Ringehobbiton-1586978_640 Marathon. Darauf warte ich seit Studienbeginn! Aber wer geht mit? Spontan fragte ich einen Kumpel, der, wie erwartet, herumdruckste. Und ich fragte eben meine Lernpartnerin. Und das unglaubliche ist, sie hat sofort zugesagt. Ohne „Mh… weiß nicht“, oder „Mal sehen… ich kann das nicht versprechen“ oder „12 Stunden Herr der Ringe? Tickst du noch richtig?“

Start in die Vorlesungszeit

phone-1196697_640Gestern war Vorlesungsstart und es tat gut, endlich wieder im regulären Trott zu sein. Aufstehen, die Bahn zur Uni nehmen und zu wissen, ich bleibe länger als 30 Minuten.  Zwischen zwei Veranstaltungen hatte ich zwei Stunden Leerlauf und saß  auf den Stufen vor dem Audimax. Die Sonne schien durch die Deckenfenster, ich knabberte mein Müsli und laß. Es fühlte sich gut an. Die Beine verschränkt, vor mir auf den Knien ein Buch. Studenten aller Fachrichtungen eilten oder schlenderten am mir vorbei. Niemand interessierte sich für mich, beurteilte mich. Ich kann mich nicht erinnern, jemals so entspannt in der Uni gesessen zu haben. Bin ich endlich angekommen? Nach 5 Semestern?

Für solche Momente liebe ich die Universität

Auf dem Campus hatte eine Hochschulpartei ihren Stand aufgebaut, sprach vorbeigehende Studenten an und hielt ihnen Flyer, Stifte und Bib-Chips entgegen. „Hey! Willst du dich über uns informieren?“ „Alles was ich will ist betrunken sein!“, die knappe Antwort eines BWLers um 10:30 Uhr.

Im Zug unterhielten sich zwei Medizin-Studentinnen. Als die eine der anderen erzählt, sie hätte im vergangenen Semester einmal an einem Tag 4 Tassen Kaffee getrunken, weil sie so müde war und danach war sie total hibbelig, musste ich mir ein lautes Lachen verkneifen.  Amateurin. Erstsemester. 

Motivationsschub

Im Lit-Wit-Seminar über Schriftstellerinnen setzte ich mich bewusst zwischen zwei Jungs. Die kichern wenigstens nicht, wenn der Dozent (Al Borland in jünger und cooler) über die erotischen Nebentöne des Gedichts redet. Im Gegensatz zu den beiden Kim Kardashian-Verschnitten mir gegenüber.
Leider hat mein Dozent mir schon in der ersten Stunde den Wind aus den Segeln genommen. Er möchte, dass wir sämtliche Unterlagen ausdrucken und mitnehmen. Dabei wollte ich dieses Semester doch mit GoodNote/Pages ein wenig tiefer ins papierlose Studium abtauchen – und meinen Rücken schonen. Hoffentlich klappt es zumindest bei den anderen Kursen.

Aber auch was die Kurse angeht, ist dieses Semester etwas besonders für mich. Zum ersten Mal hab ich aufmerksam das Kubus-Programmheft studiert und mich direkt für mehrere Workshops angemeldet. Zwar brauche ich die CPs nicht, weil ich alles aus Jura für den Wahlpflichtbereich anrechnen kann, aber die Kurse interessieren mich:

  • Logik & Argumentation
  • Einführung in das Marketing
  • Online Marketing & Web Usability
  • Karriere im Buchverlag
  • Zeitmanagement
  • Leicht(er) Lernen
  • Das Vorstellungsgespräch

Für ein paar davon bin ich schon zugelassen. Nun hoffe ich, dass ich auch zum Rest eine verbindliche Zusage bekomme. Außerdem überlege ich, ob ich nicht noch einen Rhetorik-Kurs belegen soll. Davon kann man schließlich nie genug haben!

Mega-Facepalm

Am Sonntag war ich wieder mit ein paar Kommilitonen unterwegs. Wir hatten ein paar Austauschstudenten aus Lettland zu Gast und haben uns daher zusammen ein paar der lokalen Sehenswürdigkeiten angesehen. Das Wetter war fantastisch und die Stimmung ausgelassen und fröhlich.

Dennoch gab es zwei Momente, in denen mir mit der Wucht einer Abrissbirne klar gemacht wurde, dass ich einfach 10-8 Jahre älter bin als meine Kommilitonen. Und diese 10-8 Jahre machen manchmal Welten aus!

Am Vormittag hatten wir uns ein altes, barockes Schloss angesehen. Um die dortigen Böden zu schonen, wurden wir gebeten eine Art Pantoffeln über unsere Schuhe zu ziehen.  Damit konnte man herrlich über die glatten Steinböden rutschen! Woraufhin ich einen auf Tom Cruise in Lockere Geschäfte machte.

SIvcTkusMWS4Als ich nur seltsame Blicke erntete, fragte ich schüchtern nach „Tom Cruise? Lockere Geschäfte?“ Es stellte sich heraus, dass niemand den Film kannte. Autsch.

Später am Nachmittag kam dann die Sprache auf das Alter. Ich weiß nicht mehr was die Ursache war, aber plötzlich ging es eben darum. Wir saßen zu viert um einen Tisch, nippten an unseren Getränken und unterhielten uns. Emilia meinte, sie wäretLpKIfRVzUk2A wahrscheinlich die älteste von uns. Woraufhin Karl vehement sagt „Nein, das ist definitiv Jezabel.“ Was mich dazu brachte, Emilia zu fragen, wie alt sie denn sei. 23. Woraufhin Otto mich fragte: „Du bist dann sicher 26, oder?“ Ich schüttelte den Kopf. „27?“ Ich schüttelte wieder den Kopf. „28?“ „Nein.“ Seine Augen wurden immer größer und er lehnte sich über den Tisch mir entgegen. „29????!!!“
„Jepp, in 4 Monaten werde ich 30.“
Emilia beglückwünschte mich dann dazu, dass ich mich ja gut gehalten hätte. Otto war einen Moment sprachlos, dann meinte er nur, „Ja, kommt vor.“
Ja, hab ich auch gehört, dass regelmäßig Menschen dreißig werden.

 

Mach ich’s, oder mach ich’s nicht…

In der alten Wohnung war mein Schreibtishc sozusagen mein ständiger Aufenthaltsort. Ich habe an meinem Schreibtisch gelebt. Nach 8 Jahren ist mir das in Fleisch und Blut übergegangen und es fällt mir schwer, diese Angewohnheit abzulegen.

Insbesondere fällt es mir schwer, an meinem Schreibtisch zu lernen. Das ist mir völlig fremd. In der Schule musste ich nicht lernen und in Jura hat es am besten in der Bibliothek geklappt. Jetzt möchte ich aber nicht unbedingt immer in der Bibliothek sitzen – ich möchte es auch schaffen, zuhause zu lernen. Allerdings habe ich die starke Vermutung, dass ich mich dazu konditioniert habe, an meinem Schreibtisch Unsinn zu machen (oder zu Schreiben, was keineswegs Unsinn ist).

Also hab ich überlegt, ob ich meinen Schreibtisch nicht erweitern sollte. Jetzt ist es ein stink normaler Schreibtisch, steht rechts mit 90 ° zum Fenster. Aber ich könnte eine weitere Schreibtischplatte und einen Bock besorgen und mir einen Eckschreibtisch bauen. Die eine Hälfte ist für den privaten Scheiß da, die andere Hälfte ausschließlich für die Uni.

Allerdings bin ich mir unsicher, ob ich das wirklich tun soll… Ob es sich lohnt. Vielleicht sieht es ja doof aus? Vielleicht nutze ich es nicht? Zumindest hätte ich dann mehr Platz noch mehr Unordnung zu fabrizieren. Andererseits müsste ich dann nicht immer „umräumen“. Von Privat zur Uni… Was es auch erleichtern würde.

Hach ich weiß nicht… Dabei würde mich das Ausprobieren nur 16 € kosten.

Schrödingers Asperger

Habe aus Jux und Tollerei einen Asperger-Test für Erwachsene gemacht. Früher dachte ich tatsächlich, ich hätte es – dabei bin ich einfach nur seltsam und sozial inkompatibel.

Der Test wurde einem Blogger empfohlen, nachdem er sich über die Glucken im Büro (meiner Meinung nach zurecht) beschwert hatte.

Natürlich war der Test mal wieder uneindeutig. Wie hätte es auch anders sein können. Schrödingers Asperger sozusagen.

Bildschirmfoto 2017-03-25 um 10.02.47Unabhängig davon, glaube ich, dass es nicht gerade hilfreich ist, wenn man jemanden, der kein zuckersüßes Sozialleben simuliert, sofort diesen Test hingeworfen bekommt. Das ist das falsche Signal. Nicht jeder mag Menschen und nicht jeder mag jeden Menschen. Wieso auch? Der ein oder andere ist einfach scheiße und soziale Interaktion raubt Kraft, wenn sie nur dazu dient gute Miene zum bösen Spiel zu machen. Außerdem macht es unsicheren Menschen wie mir oft Angst. Ich kann nicht schnell neue Freunde finden und mache ungern Smalltalk? Mit mir stimmt etwas nicht!

Seit wann ist das eigentlich so, dass man immer mit Freunden und Bekannten umgeben um die Häuser ziehen und sich mit allen sofort verstehen muss? War das schon in den letzten 50 Jahren so oder kam das erst mit den amerikanischen Feel-Good-Movies wo jeder jeden liebt und man als erstes im Geschäft gefragt wird, wie es einem geht? Mein Studium läuft besser ohne Sozialdruck und menschliche Interaktion hab ich genug. Dazu muss ich mit Menschen nicht einmal in einem Raum sein. Dank Twitter, Blog und WhatsApp hab ich genau die Portion soziales Leben, die mir gut tut und ich mich wohlfühlen. Ohne, dass ich mir dabei einsam oder alleine vorkomme.

 

Diskriminierung durch Hosentaschen

Letzte Woche haben mich drei Freundinnen besucht. Wir saßen auf meiner Couch und haben geredet – über Gott und die Welt im allgemeinen, über Männer im besonderen.  Man sagt, das Leben sc…

Quelle: Diskriminierung durch Hosentaschen