Wir gegen den Schwachkopf

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Trump kündigt das Pariser Abkommen um einen besseren Deal für die USA herauszuschlagen – dabei darf die USA laut dem Abkommen seine Ziele selbst formulieren – und sie sind nicht einmal daran gebunden. Wenn sie es nicht schaffen… tja, scheiß drauf! Es gäbe keine Konsequenzen

Also, was wäre der bessere Deal?

Es zeigt einfach, das Trump zu dämlich ist, das Abkommen zu verstehen – oder er einfach alles negieren möchte, was Obama in seiner Amtszeit geschafft hat. Egal was, es muss weg.

Die LGBTQ-Rechte wurden mit Füßen getreten, die Wissenschaft auf die hinteren Plätze  verwiesen, der amerikanische Rechtsstaat mit den Worten „Wir sehen uns vor Gericht“ herausgefordert und die Liste lässt sich noch weiterführen. Irgendwann hab ich den Überblick verloren, was der Olle mit der Tolle so fabriziert. Jeden Tag etwas neues, worüber man nur den Kopf schütteln und sich fragen kann, wieso dieser Schwachkopf immer noch den Rückhalt seiner Partei und einem Teil der Bevölkerung hat?

Aber klar, es lässt sich jetzt hervorragend auf den gelbhaarigen Troll schimpfen. Insbesondere nach der Aufkündigung des Pariser Abkommens. Wie kann man nur den Klimawandel leugnen? 

Aber mal ehrlich. Könnten wir nicht alle etwas mehr für die Umwelt tun? Aufhören aus Pappbechern unseren Kaffee trinken? Plastikflaschen kaufen, weil sie mehr Fassungsvermögen haben und leichter sind als Glasfalschen. Klamotten bei Primark oder vergleichbare Modeläden kaufen und nach 5x Waschen wegwerfen, weil sich der Stoff verzieht, sich Löcher bilden oder Nähte lösen.

Als ich noch ein Kind war, so vor 20 Jahren, war das Waldsterben ein großes Problem. Die Nachrichten waren voll davon. Damals hieß es, wir müssten Energie sparen. Die Lichter ausschalten, wenn man den Raum verlässt. Klar, jetzt haben wir Energiesparlampen – aber Licht ausschalten ist immer noch eine gute Idee.

Statt mit dem Auto selbst kurze Strecke zu fahren lieber mal zu Fuß gehen, das Fahrrad nehmen oder in den ÖPNV einsteigen.

Lebensmittel, auch wenn sie günstig sind oder sein müssen, weil man eben sehr haushalten muss, mit Bedacht kaufen. So wenig wie möglich, am Besten nichts davon, wegwerfen. Foodsharing ist eine Sache… wenn man sich damit wohl fühlt. Und natürlich kann man auf Fleisch verzichten – oder so gut wie möglich. Und auf heimisches, saisonales Gemüse umsteigen.

Auch beim Papier aufpassen. Muss man wirklich alles ausdrucken? Nur um es ausgedruckt zu haben? Muss das Blatt Papier wirklich weggeworfen werden – nur weil man auf einer Seite sich verschrieben hat? Die Rückseite könnte für Notizen noch gut genutzt werden. Die Prospekte bei Aldi und Lidl mitnehmen obwohl man sie noch im Zug liest und dann wegwirft? Wieso nicht online kurz gucken, oder noch im Laden und es dann zurück in den Ständer stellen?

So wenig Müll wie möglich produzieren… ja das geht!

Der WWF hat hier einen Ratgeber veröffentlicht, wie man selbst mehr für die Umwelt tun kann. Auch SOSPlanet liefert. Die Welt brachte schon 2007 etwas zu dem Thema.  Und Greenpeace natürlich auch!

Klar, wir könnten weiter auf Trump rummeckern und ihm den verbalen Stinkefinger zeigen. Allerdings ist das alles sehr scheinheilig, wenn wir dabei aus einem Coffee-2-Go Becher unseren Kaffee trinken und im klimatisierten Auto die 800 m zum nächsten Supermarkt fahren um dort Schweinenackensteak für 1,99 € zu kaufen.

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3 Monate BuJo

3 Monate hab ich jetzt mein aktuelles BuJo und meine Weeklys haben schon eine ganze Menge durchgemacht.

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Von kunterbunt zu sehr viel schlichter. Ich mag mein BuJo. Es gefällt mir, dass es so dick ist (400 Seiten) und Champagnerfarbene Seiten hat. Es wäre sehr viel besser, wenn es kariert und ultimativ, wenn es punktkariert wäre. Allerdings gibt es das von Hema nicht. Die Leuchtturm-Notizbücher sind mir zu dünn.

Mein nächstes wird wohl kariert. Aber nur, weil ich noch einen leeren Buchblock davon Zuhause rumliegen habe. Pappe bekomm ich von den Ergänzungslieferungen und Einbandpapier hab ich auch. Auch das wird dann halt nicht das perfekte BuJo – aber bis 2017 sollten hoffentlich noch mehr Firmen auf den Trichter gekommen sein, das punktkariert das neue Must-Have ist.

Nein, das möchte ich nicht!

Seit Jahren knirsche ich nachts mit den Zähnen und wenn ich mich konzentriere, oder gestresst bin, auch tagsüber. Also wird es mal wieder Zeit für eine neue Beissschiene. Heute war der Termin für den Abdruck.

Eine kleine, blondierte Arzthelferin führt mich ins Sprechzimmer, platziert mich auf den Stuhl und will mir sofort einen Löffel in den Mund schieben um zu testen, ob er passt. Einziges Problem: Es ist ein Löffel für den Oberkiefer.
Ich: „Nein, die Schiene soll für den Unterkiefer sein.“
Sie: „Ah okay, dann hol ich einen neuen Löffel.“
Sie verlässt den Raum und zurück bleibt die Auszubildende, die meine Akte intensiv studiert.
Nach drei Minuten kommt die Arzthelferin wieder.
„Wir brauchen einen Abdruck vom Ober- und Unterkiefer.“
Ich bin überrascht. „Wieso das denn? Bisher musste das doch auch nicht gemacht werden.“
„Ja, aber wir brauchen das, damit die Schiene besser angepasst werden kann.“
Ach ja? „Aber in den letzten Jahren habe ich meine Schiene doch auch bei Ihnen machen lassen. Das ist jetzt die vierte. Wieso war das denn die letzten Jahre nicht nötig?“
Sie zuckt mit den Schultern. „Das weiß ich auch nicht. Ich weiß nicht, was in den letzten Jahren bei Ihnen gemacht worden ist.“
Ich werfe einen Blick zu der Auszubildenden, die noch immer meine Akte in den Händen hält.
„Okay, aber das möchte ich nicht. Mir ist es wirklich sehr unangenehm einen Abdruck vom Oberkiefer machen zu lassen. Ich bekomme dann einen Würgreflex und muss kotzen. Es wäre mir wirklich lieber, wenn nur ein Abdruck vom Unterkiefer gemacht wird.“
„Dann kann die Schiene aber nicht ordentlich angepasst werden.“
Ich werde stinkig, dennoch bleibe ich ruhig. „Heißt das, dass die Schienen, die ich die letzten 3 Jahre hatte, nicht gut angepasst waren?“
„Das will ich so nicht sagen. Wissen Sie was, ich hole die Frau Doktor.“
„Danke.“
Die Arzthelferin verlässt wieder das Zimmer. Im Geist gehe ich kurz die Pros und Kontras durch. Pro: Stell dich nicht so an, das ist ne Sache von 4 Minuten. Kontra: Du hast vor einer Stunde gegessen und wirst alles voll kotzen weswegen aus den 4 Minuten 8 werden,weil sie den Abdruck wiederholen müssen.
Die Arzthelferin kommt wieder.
„Also Frau Doktor meint, man könnte das dann besser anpassen.“
„Ich habe die letzten Jahre gute Schienen von Ihnen bekommen. Damit war ich sehr zufrieden. Bitte machen Sie nur eine normale Schiene für den Unterkiefer. Es ist mir wirklich unangenehm den Abdruck für den Oberkiefer machen zu lassen. Ich muss kotzen und das ist für alle Beteiligte nicht schön.“
„Können Sie bitte normal mit mir sprechen! Ich rede ja auch normal mit Ihnen. “
Hö? Ich war ruhig. Ich habe Sie nicht beschimpft, angeschrien oder dergleichen. Ich habe versucht jede Antwort so zu formulieren, dass sie eindeutig war. Ich bin Angstpatient. Mir einen Löffel mit ekliger Abdruckmasse in den Mund zu rammen und mich kotzen zu lassen ist da nicht förderlich. Eine Arzthelferin, die mir meine Fragen nicht beantworten kann weil sie nicht in meine Akte gucken will, auch nicht.
„Ich spreche ruhig und normal mit Ihnen. Ich möchte einfach nicht diesen Abdruck machen lassen. Vielleicht kann Frau Doktor kommen und mir erklären, was diesmal anders ist.“
„Wenn ich mit Ihnen normal spreche, dann können Sie auch mit mir normal sprechen.“
Aha. In Gedanken zähle ich bis zehn. Am liebsten würde ich ihr entgegen schleudern, dass sie gerade einfach ein Problem hat, weil sie wegen mir mit ihrer Chefin anscheinend eine Diskussion führen muss, die sie nur verlieren kann. Aber so sympathisch ist sie mir dann doch nicht, dass ich ihr zu Liebe kotze!
„Ich möchte einfach nur die normale Unterkieferschiene.“ Wiederhole ich wie ein Leierkasten. Diesmal an die weiße Wand gerichtet.
Die Arzthelferin steht auf, verlässt den Raum. Kurz darauf kommt sie wieder, drückt der Azubine einen Löffel in die Hand und verschwindet.
Die Azubine braucht dann 2 verdammte Versuche den Abdruck richtig zu machen. Ich soll den Mund spülen. Ein Tuch zum Säubern erhalte ich nicht. Also werfe ich einen Blick in die Handy-Kamera und putze die restlichen rosa Krümel um meinen Mund mit den Fingern ab. Die Ärztin kommt nicht ein einziges Mal in den Behandlungsraum. Auch die Arzthelferin lässt sich nicht mehr blicken.
Die Azubine macht mit mir einen neuen Termin zur Anpassung. Ich wünsch allen einen schönen Tag und ein entspanntes Wochenende.

Jetzt ich bin ich ernsthaft am überlegen, meinen Zahnarzt zu wechseln.

Die Schöne und das Biest

Gestern waren Kasimir und ich, zusammen mit einer Freundin, endlich in Die Schöne und das Biest. Abgesehen davon, dass der Film im OT bestimmt sehr viel besser ist, war er wunderschön. Dennoch erreichter nicht den Stellenwert der Originalversion von 1991 – das war schließlich der erste Film, den ich im Kino sehen durfte. Mit 5! Und Mama war nicht nur einmal mit mir darin, sondern dreimal. Diese fest mit dem Film verwobenen Kindheitserinnerung können selbst Emma Watson und Dan Stevens (der Kerl ist einfach heiß!) einfach nicht toppen…

Dennoch… Hach ich schwebe noch immer auf Wolke 7. Ich bin halt doch romantisch. Ich will das Biest und ich will die Bibliothek. Ich will mit einem Kleid im Schnee tanzen ohne das mir sämtliche Gliedmaßen abfrieren (ach was, ich will tanzen!) und ich will wieder Erste-Date-Küsse.

Hinter uns saß nämlich ein Pärchen beim ersten Date. Am Anfang, als vorne noch Werbung lief, ging ihre Unterhaltung noch über Bio-Gemüse und die Tatsache, dass man erste Dates eigentlich am besten bei Alltäglichkeiten hat, Einkaufen z.B.. Als der Abspann lief, haben sie diese typischen Erstes-Date-Küsse ausgetauscht. Vorsichtig, laut und schmatzig.

Ich hör übrigens seit etwa zwei Stunden Evermore von Dan Stevens in Dauerschleife. Danke Spotify!

Schrödingers Asperger

Habe aus Jux und Tollerei einen Asperger-Test für Erwachsene gemacht. Früher dachte ich tatsächlich, ich hätte es – dabei bin ich einfach nur seltsam und sozial inkompatibel.

Der Test wurde einem Blogger empfohlen, nachdem er sich über die Glucken im Büro (meiner Meinung nach zurecht) beschwert hatte.

Natürlich war der Test mal wieder uneindeutig. Wie hätte es auch anders sein können. Schrödingers Asperger sozusagen.

Bildschirmfoto 2017-03-25 um 10.02.47Unabhängig davon, glaube ich, dass es nicht gerade hilfreich ist, wenn man jemanden, der kein zuckersüßes Sozialleben simuliert, sofort diesen Test hingeworfen bekommt. Das ist das falsche Signal. Nicht jeder mag Menschen und nicht jeder mag jeden Menschen. Wieso auch? Der ein oder andere ist einfach scheiße und soziale Interaktion raubt Kraft, wenn sie nur dazu dient gute Miene zum bösen Spiel zu machen. Außerdem macht es unsicheren Menschen wie mir oft Angst. Ich kann nicht schnell neue Freunde finden und mache ungern Smalltalk? Mit mir stimmt etwas nicht!

Seit wann ist das eigentlich so, dass man immer mit Freunden und Bekannten umgeben um die Häuser ziehen und sich mit allen sofort verstehen muss? War das schon in den letzten 50 Jahren so oder kam das erst mit den amerikanischen Feel-Good-Movies wo jeder jeden liebt und man als erstes im Geschäft gefragt wird, wie es einem geht? Mein Studium läuft besser ohne Sozialdruck und menschliche Interaktion hab ich genug. Dazu muss ich mit Menschen nicht einmal in einem Raum sein. Dank Twitter, Blog und WhatsApp hab ich genau die Portion soziales Leben, die mir gut tut und ich mich wohlfühlen. Ohne, dass ich mir dabei einsam oder alleine vorkomme.

 

eine neue Espresso-Maschine

eine neue Espresso-Maschine

Gestern ist meine Nespresso-Maschine nach 7 Jahren und 3 Monaten kaputt gegangen. Zuerst dachte ich, sie müsste entkalkt werden, aber es sind mechanische Mängel. Ökonomisch ist eine Reparatur nicht lohnend… meine Laune ohne Espresso im Keller – also wurde heute sofort eine neue bestellt.

Eine Inissia von De’Longhi. Es gab 20 % Rabatt und einen 40 € Gutschein für Kaffeekapseln. Die Maschine hat also effektiv nur 39,20 € gekostet, weswegen mein schlechtes Gewissen gering belastet ist.

Mit der neuen Maschine zieht aber auch eine andere Neuheit in unserer trautes Heim. Die neue Maschine wird in der Küche stehen, nicht im Wohnzimmer.

Neues vom Planeten Wtf

Freitag bekomme ich eine SMS von meinem Schwiegervater.
„Sollen wir Dienstag gemeinsam kochen? Du machst den Kartoffelsalat, ich brate die Würstchen?“
Ich ignorierte die Tatasche, dass die Arbeitsverteilung völlig ungleichmäßig verteilt ist und ich von dem von mir zubereiteten Kartoffelsalat nichts essen kann (Fastenzeit), und sagte zu. Wir verabredeten uns für 13:00 Uhr.

Dienstag, Punkt 13:00 Uhr bin ich mit dem Kartoffelsalat fertig und habe den Schlafanzug aus- und ausgehtaugliche Kleidung angezogen (etwas, was in den Semesterferien nicht selbstverständlich ist). Das Telefon klingelt. Man könnte jetzt nicht essen. Freunde wären vorbei (was man vorher wusste) gekommen, da müsse man erst mit denen reden. Das gemeinsame Essen wurde kurzerhand auf 15:00 Uhr verschoben.

Ehrlich? Da stellt man sich aufs gemeinsame Essen ein (oder auf Essen im Allgemeinen) und dann wird das einfach verschoben, ohne sich darüber Gedanken zu machen, dass Kasimir und ich eventuell Hunger haben?? Sorry, das ist doch unverschämtes Verhalten, oder bin ich jetzt doof?

Neues vom Planeten Wtf

„Ach, du fastest?“, fragt mich der Kollege, der unter Nonnen aufgewachsen ist.
„Klar, du etwa nicht?“, frage ich scherzhaft nach. Schließlich hat er mir noch vor zehn Minuten einen Vortrag darüber gehalten wie katholisch er ist und er weder Neid, Hass und Missgunst kennt.
„Nein. Aber weißt du, ich bin so diszipliniert und alles ist so durchgetaktet, da wüsste ich gar nicht, auf was ich verzichten sollte. Das würde mein ganzes Leben aus der Bahn werfen.“
„Moment, willst du grad sagen, dass dein Leben schon so perfekt ist, dass du gar nicht fasten musst?“
Er nickt. „Ja, genau.“

Moment… war Hochmut (Stolz, Eitelkeit, Übermut) nicht die erste der sieben Todsünden?

 

ich bin ein schlechter Mensch

Ich bekam heute Post von Freundin 36. Sie hat mir 3 Stifte für mein BuJo geschickt und sich in einem wirklich, wirklich netten Brief noch einmal für die paar Tage bei uns bedankt, sie hätte viel Spaß gehabt.

Ich bin echt ein schlechter Mensch 😦