Noch 4 Monate

Gerade meine Liste an Neujahrsvorsätze hervorgeholt.

  • Einen neuen Job finden  😉 Und der ist sogar bei einer Zeitung 
  • Ein Praktikum bei einer Zeitung suchen
  • Auf die Ernährung achten
  • 10 kg abnehmen lieber 15.. 
  • Yoga machen  8x im Kurs und gemerkt: ist absolut nichts für mich
  • In der Küche frühstücken
  • Einweihungsfeier machen 🙂 und es war toll!
  • „Ich atme dich“ veröffentlichen überarbeiten
  • andere Haarfarbe ausprobieren blau und rosa – sah beides doof aus.
  • Augen lasern lassen beste Entscheidung die ich in den letzten Jahren getroffen habe. 
  • Ans Meer fahren Nur ein paar Stunden – aber die haben sich gelohnt
  • Familienessen veranstalten nicht erledigt – aber hinfällig geworden
  • 52 Bücher lesen
  • 17 CP in Linguistik und 17 Punkte in LitWit
  • Öfters hohe Schuhe tragen

Ich hab noch 4 Monate Zeit die Liste abzuarbeiten.

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Kids der 90er

Heute morgen scrollte ich ein wenig durch meine Facebook-TL und stolperte über diesen Song. Seitdem spielt er in der Endlosschleife und ich schwelge in Erinnerungen. Die 90er, die hab ich komplett mitgemacht. Und damals war meine Welt noch in Ordnung.

Meine Inlineskates waren schwarz mit roten Einsätzen. Wir konnten ohne Angst auf der Straße fahren. Kam mal ein Auto, wurde angehalten, man hat drei oder vier Sätze mit dem Fahrer getauscht (in der bayerischen Provinz kennt man sich) und dann ging es weiter.

Bei uns gab es keinen Kiosk (gibt es immer noch nicht), dafür einen Bäcker, bei dem man sich eine gemischte Tüte holen konnte. Aus irgendeinem Grund war es ultra-cool, wenn man den Namen des Bäckers rückwärts aussprach. Lakritze durfte tatsächlich nicht in die Tüte, aber Frösche mussten mit hinein! Center Shocks (Apfel, alles andere war für Warmduscher) gibt es immer noch jedes Jahr zu meinem Geburtstag.

Britney Spears kann ich noch immer mitsingen… was ich auch hin und wieder mache:

Ich hatte damals den ersten Gameboy in grau zu Weihnachten bekommen und am nächsten Tag meine Mutter dabei erwischt, wie sie die Nacht damit durchgespielt hatte. Mit Tetris. Erst Monate später gab es Super Mario.

Im Ferienlager haben wir exzessiv Bänder geknüpft. Mit Sicherheitsnadeln an der Hose befestigt lehnten wir gegen die Zelte und mixten Farben. Hauptsache bunt. Verehrt wurde diejenige, die tatsächlich Buchstaben knüpfen konnte. Wer am Ende der Ferien nicht mit mindestens fünf neuen Bändchen wiederkam, war ein Loser.

Auf dem Pausenhof wurden ordentlich Diddl-Blätter getauscht. Später kamen Postkarten dazu. Meine Lieblingskarte zeigte die Diddl-Maus unter einem übergroßen Sonnenhut. „Willst du mit mir unter meinen Sombrero knutschen?“

Jo-Jos waren auf dem Pausenhof der Hammer! Und Seilhüpfen. Da war es egal ob man den anderen mochte oder nicht. Da spielten alle zusammen – und verdammt, ich war richtig gut!

Im Gegensatz zu meiner Tante, habe ich nie üEi-Figuren gesammelt. Mein Onkel hat ihr zum Geburtstag und zu Weihnachten jedesmal eine ganze Palette Überraschungseier geschenkt und bis heute ist das für mich der Inbegriff für wahren Liebe. Die Eier wurden fein säuberlich geöffnet, die Figuren behalten, alles andere (inklusive der Schokolade) zu einem Kindergarten gebracht.

Unsere Fenster waren über und über mit Window-Color-Bilder verziert. Blumen, Weinreben, Schmetterlinge.  Selbst als meine Mutter, meine Schwester und ich ausgezogen waren, hatte mein Dad die Bilder an den Fenstern kleben.
Ich habe damals schöne Flaschen gesammelt. Sie standen aufgereiht auf einem Hängeregal, das noch immer in meinem Schlafzimmer hängt. Ich hatte eine weiße, schlanke Likörflasche, die ich mit Weintrauben verziert hatte. Sie landete erst vor 10 Jahren im Altglas.

Nachdem unsere Kelly-Family Phase abgeklungen war, standen wir tatsächlich alle auf die Backstreet Boys. Nick Carter war natürlich der Liebling der meisten – aber ich mochte  Brian lieber … Mein Dad ist fast ausgetickt, als ich zu Weihnachten die BSB-Bettwäsche bekam und mit meinen acht Jahren stolz heuausposaunte, dass ich ab sofort mit 5 süßen Typen im Bett liegen würde.

Meine erste Freundin hatte dann tatsächlich ein mächtiges Arschgeweih… Die kam allerdings erst 2003 😉

Furby oder Tamagotchis hatte ich nie. Dafür die Trolle mit den bunten Haaren und dem Stein im Bauchnabel. Das Bäuchlein reiben brachte Glück!

Die 90er waren schon geil… wir rochen alle nach dem Spice-Girls-Deo von Impuls (oder Vanille) und hatten Glas-Schnuller am 4-You-Rucksack hängen.

Zum Glück sind die 90er jetzt lang genug vorbei um verklärt in Erinnerungen zu schwelgen und alles negative verdrängt zu haben (fast alles… ich sag nur: Adidas-Knopfhosen!).

Neues vom Planeten WTF

Ende Juni haben sich die Eltern meines Freundes ziemlich heftig mit Kasimir gestritten und obwohl ich in den folgenden Wochen (bis jetzt) meine Aufgaben (Pflege ihrer Facebook-Seite usw.) weiterhin erfüllt habe, sind sie ziemlich angepisst, dass ich nicht für sie offen Partei ergriffen habe.

Dienstag habe ich nun Geburtstag und gestern erreichte mich vorab ihr Geburtstagsgeschenk.

Die Anaconda-Ausgabe von Honoré de Balzac‘ Die Frau von dreißig Jahren.*

Meine beste, scharfzüngigste Freundin war sprachlos, als ich ihr davon erzählt habe. Selbst ihr fällt zu so einem passiv-aggressivem Geschenk nichts ein – was ein sehr seltener  Moment ist.

* Ja, ich gehe davon aus, dass sie das Buch tatsächlich gelesen und nicht nur nach dem Titel gekauft haben.

4 Tattoos / 1 Jahr

Tattoos

Ich will ein neues Tattoo… eigentlich vier, aber nicht alle auf einmal, die Dinger kosten ja auch. Und nicht zu knapp, wenn ich das mal bemerken darf. Aber ich warte jetzt schon seit 10 Jahren auf die nächste Sitzung beim Tätowierer und es ist jetzt einfach die Zeit gekommen.  Die Bilder zeigen übrigens nur wo ich mir etwas stechen lasse, nicht was.

Ziel sind 4 Tattoos innerhalb eines Jahres. Mit dem Handgelenk wird begonnen.

 

Wir gegen den Schwachkopf

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Trump kündigt das Pariser Abkommen um einen besseren Deal für die USA herauszuschlagen – dabei darf die USA laut dem Abkommen seine Ziele selbst formulieren – und sie sind nicht einmal daran gebunden. Wenn sie es nicht schaffen… tja, scheiß drauf! Es gäbe keine Konsequenzen

Also, was wäre der bessere Deal?

Es zeigt einfach, das Trump zu dämlich ist, das Abkommen zu verstehen – oder er einfach alles negieren möchte, was Obama in seiner Amtszeit geschafft hat. Egal was, es muss weg.

Die LGBTQ-Rechte wurden mit Füßen getreten, die Wissenschaft auf die hinteren Plätze  verwiesen, der amerikanische Rechtsstaat mit den Worten „Wir sehen uns vor Gericht“ herausgefordert und die Liste lässt sich noch weiterführen. Irgendwann hab ich den Überblick verloren, was der Olle mit der Tolle so fabriziert. Jeden Tag etwas neues, worüber man nur den Kopf schütteln und sich fragen kann, wieso dieser Schwachkopf immer noch den Rückhalt seiner Partei und einem Teil der Bevölkerung hat?

Aber klar, es lässt sich jetzt hervorragend auf den gelbhaarigen Troll schimpfen. Insbesondere nach der Aufkündigung des Pariser Abkommens. Wie kann man nur den Klimawandel leugnen? 

Aber mal ehrlich. Könnten wir nicht alle etwas mehr für die Umwelt tun? Aufhören aus Pappbechern unseren Kaffee trinken? Plastikflaschen kaufen, weil sie mehr Fassungsvermögen haben und leichter sind als Glasfalschen. Klamotten bei Primark oder vergleichbare Modeläden kaufen und nach 5x Waschen wegwerfen, weil sich der Stoff verzieht, sich Löcher bilden oder Nähte lösen.

Als ich noch ein Kind war, so vor 20 Jahren, war das Waldsterben ein großes Problem. Die Nachrichten waren voll davon. Damals hieß es, wir müssten Energie sparen. Die Lichter ausschalten, wenn man den Raum verlässt. Klar, jetzt haben wir Energiesparlampen – aber Licht ausschalten ist immer noch eine gute Idee.

Statt mit dem Auto selbst kurze Strecke zu fahren lieber mal zu Fuß gehen, das Fahrrad nehmen oder in den ÖPNV einsteigen.

Lebensmittel, auch wenn sie günstig sind oder sein müssen, weil man eben sehr haushalten muss, mit Bedacht kaufen. So wenig wie möglich, am Besten nichts davon, wegwerfen. Foodsharing ist eine Sache… wenn man sich damit wohl fühlt. Und natürlich kann man auf Fleisch verzichten – oder so gut wie möglich. Und auf heimisches, saisonales Gemüse umsteigen.

Auch beim Papier aufpassen. Muss man wirklich alles ausdrucken? Nur um es ausgedruckt zu haben? Muss das Blatt Papier wirklich weggeworfen werden – nur weil man auf einer Seite sich verschrieben hat? Die Rückseite könnte für Notizen noch gut genutzt werden. Die Prospekte bei Aldi und Lidl mitnehmen obwohl man sie noch im Zug liest und dann wegwirft? Wieso nicht online kurz gucken, oder noch im Laden und es dann zurück in den Ständer stellen?

So wenig Müll wie möglich produzieren… ja das geht!

Der WWF hat hier einen Ratgeber veröffentlicht, wie man selbst mehr für die Umwelt tun kann. Auch SOSPlanet liefert. Die Welt brachte schon 2007 etwas zu dem Thema.  Und Greenpeace natürlich auch!

Klar, wir könnten weiter auf Trump rummeckern und ihm den verbalen Stinkefinger zeigen. Allerdings ist das alles sehr scheinheilig, wenn wir dabei aus einem Coffee-2-Go Becher unseren Kaffee trinken und im klimatisierten Auto die 800 m zum nächsten Supermarkt fahren um dort Schweinenackensteak für 1,99 € zu kaufen.

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3 Monate BuJo

3 Monate hab ich jetzt mein aktuelles BuJo und meine Weeklys haben schon eine ganze Menge durchgemacht.

GifBuJo

Von kunterbunt zu sehr viel schlichter. Ich mag mein BuJo. Es gefällt mir, dass es so dick ist (400 Seiten) und Champagnerfarbene Seiten hat. Es wäre sehr viel besser, wenn es kariert und ultimativ, wenn es punktkariert wäre. Allerdings gibt es das von Hema nicht. Die Leuchtturm-Notizbücher sind mir zu dünn.

Mein nächstes wird wohl kariert. Aber nur, weil ich noch einen leeren Buchblock davon Zuhause rumliegen habe. Pappe bekomm ich von den Ergänzungslieferungen und Einbandpapier hab ich auch. Auch das wird dann halt nicht das perfekte BuJo – aber bis 2017 sollten hoffentlich noch mehr Firmen auf den Trichter gekommen sein, das punktkariert das neue Must-Have ist.

Nein, das möchte ich nicht!

Seit Jahren knirsche ich nachts mit den Zähnen und wenn ich mich konzentriere, oder gestresst bin, auch tagsüber. Also wird es mal wieder Zeit für eine neue Beissschiene. Heute war der Termin für den Abdruck.

Eine kleine, blondierte Arzthelferin führt mich ins Sprechzimmer, platziert mich auf den Stuhl und will mir sofort einen Löffel in den Mund schieben um zu testen, ob er passt. Einziges Problem: Es ist ein Löffel für den Oberkiefer.
Ich: „Nein, die Schiene soll für den Unterkiefer sein.“
Sie: „Ah okay, dann hol ich einen neuen Löffel.“
Sie verlässt den Raum und zurück bleibt die Auszubildende, die meine Akte intensiv studiert.
Nach drei Minuten kommt die Arzthelferin wieder.
„Wir brauchen einen Abdruck vom Ober- und Unterkiefer.“
Ich bin überrascht. „Wieso das denn? Bisher musste das doch auch nicht gemacht werden.“
„Ja, aber wir brauchen das, damit die Schiene besser angepasst werden kann.“
Ach ja? „Aber in den letzten Jahren habe ich meine Schiene doch auch bei Ihnen machen lassen. Das ist jetzt die vierte. Wieso war das denn die letzten Jahre nicht nötig?“
Sie zuckt mit den Schultern. „Das weiß ich auch nicht. Ich weiß nicht, was in den letzten Jahren bei Ihnen gemacht worden ist.“
Ich werfe einen Blick zu der Auszubildenden, die noch immer meine Akte in den Händen hält.
„Okay, aber das möchte ich nicht. Mir ist es wirklich sehr unangenehm einen Abdruck vom Oberkiefer machen zu lassen. Ich bekomme dann einen Würgreflex und muss kotzen. Es wäre mir wirklich lieber, wenn nur ein Abdruck vom Unterkiefer gemacht wird.“
„Dann kann die Schiene aber nicht ordentlich angepasst werden.“
Ich werde stinkig, dennoch bleibe ich ruhig. „Heißt das, dass die Schienen, die ich die letzten 3 Jahre hatte, nicht gut angepasst waren?“
„Das will ich so nicht sagen. Wissen Sie was, ich hole die Frau Doktor.“
„Danke.“
Die Arzthelferin verlässt wieder das Zimmer. Im Geist gehe ich kurz die Pros und Kontras durch. Pro: Stell dich nicht so an, das ist ne Sache von 4 Minuten. Kontra: Du hast vor einer Stunde gegessen und wirst alles voll kotzen weswegen aus den 4 Minuten 8 werden,weil sie den Abdruck wiederholen müssen.
Die Arzthelferin kommt wieder.
„Also Frau Doktor meint, man könnte das dann besser anpassen.“
„Ich habe die letzten Jahre gute Schienen von Ihnen bekommen. Damit war ich sehr zufrieden. Bitte machen Sie nur eine normale Schiene für den Unterkiefer. Es ist mir wirklich unangenehm den Abdruck für den Oberkiefer machen zu lassen. Ich muss kotzen und das ist für alle Beteiligte nicht schön.“
„Können Sie bitte normal mit mir sprechen! Ich rede ja auch normal mit Ihnen. “
Hö? Ich war ruhig. Ich habe Sie nicht beschimpft, angeschrien oder dergleichen. Ich habe versucht jede Antwort so zu formulieren, dass sie eindeutig war. Ich bin Angstpatient. Mir einen Löffel mit ekliger Abdruckmasse in den Mund zu rammen und mich kotzen zu lassen ist da nicht förderlich. Eine Arzthelferin, die mir meine Fragen nicht beantworten kann weil sie nicht in meine Akte gucken will, auch nicht.
„Ich spreche ruhig und normal mit Ihnen. Ich möchte einfach nicht diesen Abdruck machen lassen. Vielleicht kann Frau Doktor kommen und mir erklären, was diesmal anders ist.“
„Wenn ich mit Ihnen normal spreche, dann können Sie auch mit mir normal sprechen.“
Aha. In Gedanken zähle ich bis zehn. Am liebsten würde ich ihr entgegen schleudern, dass sie gerade einfach ein Problem hat, weil sie wegen mir mit ihrer Chefin anscheinend eine Diskussion führen muss, die sie nur verlieren kann. Aber so sympathisch ist sie mir dann doch nicht, dass ich ihr zu Liebe kotze!
„Ich möchte einfach nur die normale Unterkieferschiene.“ Wiederhole ich wie ein Leierkasten. Diesmal an die weiße Wand gerichtet.
Die Arzthelferin steht auf, verlässt den Raum. Kurz darauf kommt sie wieder, drückt der Azubine einen Löffel in die Hand und verschwindet.
Die Azubine braucht dann 2 verdammte Versuche den Abdruck richtig zu machen. Ich soll den Mund spülen. Ein Tuch zum Säubern erhalte ich nicht. Also werfe ich einen Blick in die Handy-Kamera und putze die restlichen rosa Krümel um meinen Mund mit den Fingern ab. Die Ärztin kommt nicht ein einziges Mal in den Behandlungsraum. Auch die Arzthelferin lässt sich nicht mehr blicken.
Die Azubine macht mit mir einen neuen Termin zur Anpassung. Ich wünsch allen einen schönen Tag und ein entspanntes Wochenende.

Jetzt ich bin ich ernsthaft am überlegen, meinen Zahnarzt zu wechseln.

Die Schöne und das Biest

Gestern waren Kasimir und ich, zusammen mit einer Freundin, endlich in Die Schöne und das Biest. Abgesehen davon, dass der Film im OT bestimmt sehr viel besser ist, war er wunderschön. Dennoch erreichter nicht den Stellenwert der Originalversion von 1991 – das war schließlich der erste Film, den ich im Kino sehen durfte. Mit 5! Und Mama war nicht nur einmal mit mir darin, sondern dreimal. Diese fest mit dem Film verwobenen Kindheitserinnerung können selbst Emma Watson und Dan Stevens (der Kerl ist einfach heiß!) einfach nicht toppen…

Dennoch… Hach ich schwebe noch immer auf Wolke 7. Ich bin halt doch romantisch. Ich will das Biest und ich will die Bibliothek. Ich will mit einem Kleid im Schnee tanzen ohne das mir sämtliche Gliedmaßen abfrieren (ach was, ich will tanzen!) und ich will wieder Erste-Date-Küsse.

Hinter uns saß nämlich ein Pärchen beim ersten Date. Am Anfang, als vorne noch Werbung lief, ging ihre Unterhaltung noch über Bio-Gemüse und die Tatsache, dass man erste Dates eigentlich am besten bei Alltäglichkeiten hat, Einkaufen z.B.. Als der Abspann lief, haben sie diese typischen Erstes-Date-Küsse ausgetauscht. Vorsichtig, laut und schmatzig.

Ich hör übrigens seit etwa zwei Stunden Evermore von Dan Stevens in Dauerschleife. Danke Spotify!

Schrödingers Asperger

Habe aus Jux und Tollerei einen Asperger-Test für Erwachsene gemacht. Früher dachte ich tatsächlich, ich hätte es – dabei bin ich einfach nur seltsam und sozial inkompatibel.

Der Test wurde einem Blogger empfohlen, nachdem er sich über die Glucken im Büro (meiner Meinung nach zurecht) beschwert hatte.

Natürlich war der Test mal wieder uneindeutig. Wie hätte es auch anders sein können. Schrödingers Asperger sozusagen.

Bildschirmfoto 2017-03-25 um 10.02.47Unabhängig davon, glaube ich, dass es nicht gerade hilfreich ist, wenn man jemanden, der kein zuckersüßes Sozialleben simuliert, sofort diesen Test hingeworfen bekommt. Das ist das falsche Signal. Nicht jeder mag Menschen und nicht jeder mag jeden Menschen. Wieso auch? Der ein oder andere ist einfach scheiße und soziale Interaktion raubt Kraft, wenn sie nur dazu dient gute Miene zum bösen Spiel zu machen. Außerdem macht es unsicheren Menschen wie mir oft Angst. Ich kann nicht schnell neue Freunde finden und mache ungern Smalltalk? Mit mir stimmt etwas nicht!

Seit wann ist das eigentlich so, dass man immer mit Freunden und Bekannten umgeben um die Häuser ziehen und sich mit allen sofort verstehen muss? War das schon in den letzten 50 Jahren so oder kam das erst mit den amerikanischen Feel-Good-Movies wo jeder jeden liebt und man als erstes im Geschäft gefragt wird, wie es einem geht? Mein Studium läuft besser ohne Sozialdruck und menschliche Interaktion hab ich genug. Dazu muss ich mit Menschen nicht einmal in einem Raum sein. Dank Twitter, Blog und WhatsApp hab ich genau die Portion soziales Leben, die mir gut tut und ich mich wohlfühlen. Ohne, dass ich mir dabei einsam oder alleine vorkomme.