Neues vom Planeten WTF III

Wie ihr ja wisst, habe ich bis Dezember regelmäßig im Betrieb meiner Schwiegereltern gearbeitet (2x die Woche). Es gab das ein oder andere Mal Stunk und ich habe zum Ende des Jahres hin gekündigt.  Am Samstag hat mich Kasimir angefleht, es mir noch einmal zu überlegen. Und ich blöde Kuh hab das ernsthaft in Erwägung gezogen.

Bis das hier passierte: 

Einer unserer langjährigen Mitarbeiter wird kommende Woche 40. Die Chefs haben schon ein Geschenk und es ist Tradition, dass die Mitarbeiter zusammenlegen und ebenfalls was schenken. Ich hab angeboten einen Süßigkeitenkuchen zu backen, weil das Geburtstagskind für sein Leben gerne Süßigkeiten isst. Das war vor etwa 2,5 Wochen. Am Donnerstag hab ich dann alle informiert, dass ich am Samstag je 3€ einsammle für die Zutaten + eine Karte. Alle? Nein. Die Auszubildende (seit nunmehr 6 Monaten bei uns), war nicht da. Kasimir sollte sie per WhatsApp darüber informieren.

Gestern ging ich dann runter und sammelte die 3 € ein. Als ich zur Auszubildenden kam, reagierte sie geschockt. Sie wisse nichts von den 3 €. Kasimir hatte vergessen es ihr zu sagen. Also hab ich es ihr freundlich erklärt. Sie hat gelächelt und genickt.

Heute Morgen, ich bin schon eifrig am Backen, steht plötzlich meine Schwiegermutter vor der Tür.
„Was hast du gestern zur Azubine gesagt?“
Sprachlos starre ich meine Schwiegermutter an und gehe in Gedanken durch, was ich wohl gemeines gesagt haben könnte – oder falsches… dabei hatte ich doch nur 4 oder 5 Sätze zu ihr gesagt!
„Sie war total aufgeregt wegen der 3€. Sie hat dann, als du weg warst, ganz eifrig mit Paul darüber diskutiert, sie hätte ja schon seit 3 Wochen etwas für Karl und wie könne das sein und so weiter und so weiter.“
Ich ziehe die Augenbrauen hoch. Damit hatte ich jetzt nicht gerechnet.
„Aber ich hab das geklärt… ich hab sie gefragt, wieso das jetzt hier Thema ist und wieso sie das nicht dir gesagt hat. Und es wäre ja Tradition, dass man bei uns gemeinsam schenkt. Außerdem hab ich ihr gesagt, dass ich die 3 € jetzt für sie bezahle, wenn sie jetzt schon was für Karl hat.“
Meine Schwiegermutter holt Luft. „Ich klär das. Sag nur nichts zu Kasimir.“
Sie dreht sich um und geht… und ich bleibe zurück  und kann nur den Kopf schütteln.

Ehrlich, das ist mir zu anstrengend. Gott sei Dank hab ich am Donnerstag ein Vorstellungsgespräch für eine Teilzeitstelle. Nicht so gut bezahlt wie die Gastro – aber hoffentlich mit viel weniger Stress.

Übernächste Woche hat übrigens unser Koch Geburtstag. Ich hatte eigentlich daran gedacht, dass ich für die Mitarbeiter das Geschenk besorge. Das mach ich natürlich jetzt nicht mehr. Er bekommt von mir eine Kleinigkeit, der Rest soll gucken wie sie das regeln.

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