Abschluss

2016 hatte seine guten wie auch schlechten Seiten. Das ist nun mal so. Das ist jedes Jahr so und dagegen kann man nichts machen. Auch 2017 wird uns das ein oder andere mal den Mittelfinger zeigen.

Allerdings war 2016 der Montag unter den Jahren. Das lässt sich wiederum nicht bestreiten. Insbesondere nicht, wenn man die Zeitungen liest. Aber das ist das große Ganze, das Panoramabild.

Wenn ich den Focus auf mein Leben setze, war 2016 okay. Es ist niemand meiner Liebsten gestorben und darüber bin ich sehr dankbar.

Im Februar sind Kasimir und ich endlich in die neue Wohnung gezogen. Sie ist wunderschön, bietet viel Platz und die Heizkosten übernimmt der Vermieter. Allerdings ist die Heizung im Schlafzimmer definitiv kaputt, was der Vermieter nicht verstehen will. Im Badezimmer musste der Boden zweimal verlegt werden, die Küche neu verputzt und gestrichen und auch die Toilettenspülung will ich nicht so, wie wir das wollen.

Ebenfalls im Februar hab ich das erste Mal seit 10 Jahren meine Halbzwillingsschwester wiedergesehen. Eine Zeitreise in die Teenager-Jahre. In Zeiten, in denen man noch auf Greenfield feierte, zusammen nach Canada flog und heimlich auf der Fensterbank sitzend geraucht hat – bzw. gepafft.

Mein Jura-Studium hat mir 15 Kilo mehr gebracht und wenig Spaß. Deswegen wurde im August die Notbremse gezogen und ich habe mit Germanistik und Geschichte angefangen. Erst, um zu testen, ob Jura doch das Richtige ist, oder eben nicht. Es ist nicht das richtige. Ich bleibe bei Germanistik. Vielleicht wechsle ich noch das Ergänzungsfach.

Das Verhältnis mit meinen Schwiegereltern hat sich verändert. Ich sage jetzt auch mal meine Meinung, etwas woran sie sich gewöhnen müssen. Sollten sie es geschafft haben, wird es hoffentlich wieder etwas entspannter.

Im November habe ich endlich wieder geschrieben. So richtig. Jeden verdammten Tag, mehrere Stunden. Es hat Spaß gemacht – es macht immer noch Spaß. Es hat mir gezeigt, dass ich genau das will. Geschichten erzählen. Dabei möchte ich mic nicht festlegen, viele Genres bedienen. Mich ausprobieren. Kein Ziel verfolgen, nur Spaß haben.

Meiner Familie geht es gut. Mein Großvater hat die Hüft-OP gut überstanden und läuft jetzt wie ein englischer Gentleman mit seinem Gehstock durch die Weltgeschichte. Er dient mittlerweile mehr zur Deko als zur Hilfe.

Meine Großmutter freut sich auf unsere gemeinsame Irlandreise, die 2017 ansteht. Ohne meinen Großvater. Der hatte schließlich seine Polen/Ukraine-Reise bereits im April 2016.

Im August habe ich, nach 2 Jahren Pause, wieder ein Tagebuch unter dem Motto „Alles wird gut“ begonnen. Darin hab ich mir 4 Eckpfeiler gesetzt, die mein Leben tragen sollen. Lesen, Schreiben, Lernen und Fitness. 2,5 von 4 hab ich bisher umgesetzt. 2017 wird weiter darauf aufgebaut.

Es geht mir besser. Ich fühl mich besser. Noch nicht ganz angekommen, aber auf dem Weg dahin. 2017 könnte daher ein Jahr mit viel Potential sein. Ich arbeite daran.

 

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