Ich nehme mein „Auslandssemester“

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Kleiner Tipp: Ich bin das Manschgerl rechts im Bild 😉

Das 5. Semester ist ziemlich lässig. Alle Klausuren der Zwischenprüfung sind geschrieben und der Schwerpunkt beginnt erst ab dem 6. Semester. Daher nutzt man das 5. Semester für das Auslandssemester, den Moot Court – oder „genießt noch einmal die Ruhe“ bevor Schwerpunkt und Examen einem endgültig jegliches Privatleben rauben.

Auch ich nutze mein 5. Semester für einen Blick über den juristischen Tellerrand – allerdings auf etwas ungewöhnlichere Art und Weise.

Der ein oder andere hier wird es ja schon mitbekommen haben: So richtig glücklich bin ich nicht mit Jura. Zwar finde ich den Stoff extrem interessant und die Falllösung macht auch Spaß – allerdings habe ich auch nach 4 Semestern noch immer Probleme mit dem Gutachtenstil. Der Gutachtenstil lässt keinerlei Raum für kleinere Spielereien und nimmt einem jegliche Möglichkeit, sprachlich kreativ zu werden – dabei liegt da meine Leidenschaft. Die Vorstellung, noch mindestens weitere 6 Semester (wir sind mal realistisch) keine große Freude am Studienfach zu haben, macht mir Angst.

Daher mache ich mein „Auslandssemester“ in der Germanistik (KF). Nebenbei bin ich ganz normal für das 5. Semester Rechtswissenschaft eingeschrieben. Im Februar weiß ich dann hoffentlich, was das richtige ist. Sollte es Jura sein, kann ich ganz normal ins 6. Semester wechseln – sollte es Germanistik sein… dann ist es halt so.

 

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11 Gedanken zu “Ich nehme mein „Auslandssemester“

  1. Ich hab ja auch Germanistik studiert und bin gespannt, wie es dir gefällt. 🙂 Ohne dir Illusionen nehmen zu wollen, sollte dir aber klar sein, dass Kreativität auch dort nicht unbedingt gefragt ist. Theorie und Methoden spielen eine große Rolle, gerade am Anfang. Ich hätte mir z. B. auch kreatives Schreiben gewünscht, aber das gab es an meiner Uni gar nicht. Stattdessen dann Mittelhochdeutsch… Naja, jedes Fach hat seine Tücken (…von den Jobaussichten für Geisteswissenschaftler fange ich lieber gar nicht erst an. Aber darüber hast du dir bestimmt auch Gedanken gemacht.). Trotzdem wünsche ich dir viel Spaß bei deinem Ausflug in die Germanistik! 🙂

    1. fürs klassische kreative Schreiben gibt es an unserer Uni ein Schreibkaffee 🙂 Mittelhochdeutsch kommt erst im 4. Semester. Habe Sprach- und Literaturwissenschaften im 1. Semester und auch die Lektüre bekommen. Klar bin ich mir bewusst, dass ich da keine Romane schreibe und die dann als Klausuren abgebe, aber hoffentlich darf man da in den Klausuren auch mal einen Nebensatz bilden 😉

      1. Haha, ja, Nebensätze sind erlaubt! Mach doch mal einen Kurs über Syntax, da wirst du dich darüber nicht mehr so freuen. 😀
        Was kann man sich denn unter „Lektüre“ für eine Veranstaltung vorstellen? Das kann ja alles sein!

        1. Ah, es ist also ein Kurs, in dem festgelegte Lektüren gelesen werden. Interessant. Du musst mal berichten, was ihr da so macht, denn es ist ja offensichtlich kein Literaturwissenschaftskurs. Sachen gibt’s…

      1. Ja, mich interessiert wo du dachtest, dass Platz dafür wäre. Oder verstehe ich das falsch und du wolltest damit sagen, dass du für dich festgestellt hast, dass dir das kreative da einfach fehlt? In dem Fall hab ich’s falsch verstanden und nehme alles zurück.

        1. Also… ich dachte anfangs, ich komme mit dem Gutachtenstil zurecht. Ist ja auch nur ein Prüfungsschema. Aber ich bekomm es einfach nicht gebacken, mich selbst, bzw. meine Schreibgewohnheiten, meine Schreibsprache, so zurückzustellen, dass es passt.

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