11 Stunden sind zu lang…

Ich sitze seit mittlerweile 10 Stunden in der Uni und muss noch eine weitere Stunde. Eines kann ich definitiv sagen: Das ist zu lang!

Dabei war ich wirklich, wirklich motiviert. Habe die erste Vorlesung Sachenrecht genossen und mich danach in die Bib gesetzt um Strafrecht zu lernen. Wer hätte gedacht, dass der Diebstahl so viele Problemfelder aufweist?!

Jedenfalls gingen die ersten Stunden ganz passabel. Dann wurde es schleppender. Gegen halb drei bin ich dann zum Mittagessen und saß dabei draußen, um etwas frische Luft zu schnappen. Danach ging noch gut eine Stunde ohne Probleme. Dann wurde ich extrem müde. Also wieder raus, Spaziergang + Kaffee. Der hat mich zwar wieder fitter gemacht, aber motiviert bin ich gar nicht mehr. Zwar hab ich mir ein paar Bücher zum leidigen Baurecht rausgesucht… Aber will ich da wirklich reingucken? Jetzt? Nö.

Ich will ne Serie gucken – aber leider gibt es keine neuen Folgen meiner Lieblingsserien und alte Folgen will ich nicht gucken. Simon Templar ist zwar mit Roger Moore, aber die ersten 10 Minuten sind so langweilig, dass es völlig kontraproduktiv ist, sich das anzusehen, wenn man sowieso schon müde ist.

Irgendwas mit Superhelden ist zu actionlastig für die Bib und Benedict Cumberbatch würde entzückende Laute meinerseits hervorrufen, die alle anderen, die paar verstreuten, die noch in der Bib sitzen, irritieren könnten.

Außerdem ist so ein Tag teuer. So viel Kaffee kann ich gar nicht in der Thermoskanne mitnehmen! Und das mit dem vorkochen hab ich auf nächste Woche verschoben. Wer leckere Rezepte zum mitnehmen parat hat: immer her damit! Bloß keine langweiligen belegten Brote. Bitte!

Und nun eine Frage an alle, die es tatsächlich schaffen, 8 netto-Stunden am Tag produktiv zu lernen. Wie macht ihr das? Ernsthaft? WIE MACHT IHR DAS?

Mir saß die ganze Zeit, seit heute morgen, eine typische Jurastudentin mit spitzen Schlüsselbeinen und zerfledderten Schönfelder vor der Nase, die bis auf eine Mittagspause von 1 1/2 Stunden tatsächlich – zumindest scheinbar – produktiv lernte. Und dabei hat sie nicht ein einziges Mal gegähnt, sich gestreckt oder genervt die Luft ausgeschnaubt. Ich seufze schon seit vierzehn Uhr theatralisch.

Zumindest würde ich heute schon ein paar Mal freundlich von mir völlig fremden Studenten zugelächelt und zugenickt. Ich hoffe nur, es passiert nicht aus Mitleid. So fertig sehe ich nämlich nicht aus – hab das überprüft.

Mein Schönfelder ist heute leider immer noch nicht angekommen – dabei meinte dhl der käme heute ganz sicher.

Es beruhigt mich übrigens sehr, dass alle, die mir auf den letzten Post geantwortet haben, keine Unmengen an Schuhe besitzen.

 

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4 Gedanken zu “11 Stunden sind zu lang…

  1. Hm, mal nachdenken.
    Ad Serien) Kennst Du „Secret diary of a …“?
    Ad Essen zum mitnehmen) Es gibt doch jetzt überall so tuffiges Müsli to go. Ich bin großer Fan von Salaten zum mitnehmen. Allerdings nicht so ein grün-grüner Firlefanz, sondern wenn schon grün, dann mit lecker Hähnchen- oder Putenstreifen und Käse drin. Aber auch kalter Nudel- oder Kartoffelsalat ist was Feines!
    Ad Produktivität) Wie produktiv ist es, stundenlang theatralisch zu seufzen? Dann lieber nach Hause gehen, AKTIV Freizeit genießen und am nächsten Tag mit neuer Power durchstarten! 🙂
    Weiteres) Versuch mal weniger Kaffee! Das mit dieser ständigen Koffeinzufuhr kann man mal phasenweise machen, aber auf Dauer kann es sein, dass gerade das Dich müde und schlapp macht!

  2. Ich habe in der Staatsexamensphase festgestellt, dass ein „richtiges Mittagessen“ (fängt schon bei gut belegtem Brötchen an) mich ab 14 Uhr total runterzieht…Habe in der Phase eine Bibliothekszeit von 9:00 bis 18/19:00 gehabt. Mit 30 min Mittagspause (also frische Luft rumlaufen).
    Ich habe da wirklich gute Erfahrungen mit Studentenfutter gemacht. Das nebenbei beim lernen geknabbert hält den Blutzuckerspiegel auf einem konstanten Level (Mittagessen sorgte bei mir zu einem hohen Anstieg und entsprechendem späteren Tief).
    Abends gab es dann eine richtige Mahlzeit (zum drauf freuen) und nach so einer Lerneinheit ging zu Hause auch wirklich nix mehr (maximal noch ein bisschen Strukturformel-Zeichnen-üben beim Fernsehen).

    Das war mein Pensum für Montag bis Samstag, Sonntag war frei. Das ungefähr 2 Monate lang…danach war ich aber auch bedient 😉

      1. Salat und Obst habe ich ehrlich gesagt nicht versucht…wegen)
        Salat: Gab in der kleinen Bib wo ich war keinen Pausenraum…und Salat ohne Tisch essen ist nicht so meins 😉
        Obst: Ich reagiere komisch auf Fruktose. Bekomme da nach 15 Minuten riesigen Heißhunger von, nicht besonders förderlich. Die Rosinen im Studentenfutter gehen aber komischerweise…

        Wir hatten von unseren Uniprofessoren kleine „Reps“, wo sie mit uns noch ein bisschen Stoff durchgegangen sind (nicht alle). Es gibt auch externe Reps, die waren mir aber zu teuer…bis zu 500€. Habe mit Büchern (Basis schaffen), den Skripts der Professoren (Schwerpunkte erkennen und vertiefen) und Prüfungsprotokollen (Feinschliff) gelernt…aber war auch Pharmazie und nicht Jura.

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