Jura-Studium oder World of Warcraft?

In einer viel zu kurzen Lernpause habe ich gerade beim Surfen im Netz diesen Artikel gefunden:

Motiviert Jura lernen – So macht Jura süchtig wie World of Warcraft 

Interessanter Ansatz, 🙂 denn ich gebe gerne zu, dass ich alle paar Monate wieder Lust auf das Spiel habe und zu BC Zeiten ziemlich eifrig dabei war, wieso also nicht das Prinzip des MMORPG auf das Studium anwenden?

Also… der Ansatz ist folgender:

World of Warcraft macht süchtig, weil man nicht alleine mit sich selbst spielt (wie sich das anhört 😉 ), sondern in einer Community tätig ist. Es ist ein Gemeinschaftsspiel, wobei es Gruppenquests und Raids gibt. Um beides zu bestehen braucht man eine Gruppe von ca 5 bis 30 um zu bestehen. Bei Jura nennt sich die Community Lerngruppe bzw. Arbeitsgemeinschaft.

World of Warcraft macht süchtig, weil man – um die Questziele zu erreichen und immer bessere Belohnungen zu bekommen, regelmäßig zocken. Viele machen das viele Stunden jeden Tag. Es wird zur Gewohnheit. Beim Jurastudium ist diese Zeit die tägliche Bib-Zeit. (ehrlich… den Vergleich find ich doof. Bei WoW bekommt man hübsche bunte Bildchen, schöne Reittiere, glänzende Rüstung, eine abwechslungsreiche Umgebung, eine Spielgeschichte geboten, die sich alle paar Minuten ändern. In der Bib ändert sich höchstens der Geruch wenn es mittags Bohneneintopf in der Mensa gab.) 

World of Warcaft macht süchtig, weil man ständig einen Plan hat, an dem man sich hält. Quests bringen EP, EP braucht man für n Level-UP, um in die richtig guten Schlachtzüge zu kommen (abgesehen von Karazhan, die ultimative beste Raidinstanz aller Zeiten), braucht man ein hohes Level, und je besser die Schlachtzüge werden, desto bessere Rüstung braucht man und die bekommt man durch… Quests, Instanzen, niedrig stufige Raids. Man weiß also immer was als nächstes kommt und was man dafür machen muss. Im Jurastudium ist diese Missionsplanung der … tada…. Lernplan. Ist ja genauso cool. 

World of Warcraft macht süchtig, weil man sich akribisch an den Plan halten muss, sonst wird das nichts mit dem legendären Ring. Also hält man sich am Plan… einmal an den kurzfristigen Plan, um die Wochenendraids mit der Gilde zu bestehen, und an den langen, bei dem man das große Ganze im Auge behält… der legendäre Ring.
Beim Jurastudium besteht der Missionsplan natürlich im Einhalten des Lernplans. Sonst haben all deine Freunde schon ihre Zwischenprüfung und du hechelst immer noch den Dominanzsteinen (SAKs) hinterher.

World of Warcraft macht süchtig, weil man schnell Feedback / Belohnungen erhält in Form von Levelups, Questbelohnungen usw.
Jurastudenten bekommen ihr Level-Up mit bestandenen Probe-, Übungs- und Semesterabschlussklausuren.

World of Warcraft macht süchtig, weil es abwechslungsreich ist. Immer neue Gegner, neue Instanzen, neue Quests, neue Spielklassen (ich liebe ja Schamanen und meinen Panda-Mönch 😉 )…  Klar, dass auch das Juraudium viel Abwechslung bietet. Vorlesungen, AGs, Lerngruppen, Probeklausuren, mehrere Rechtsgebiete usw.

Na ja, so richtig ausgegoren ist das ganze ja nicht… aber der Ansatz gefällt mir trotzdem. Hat was spielerisches.

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Ein Gedanke zu “Jura-Studium oder World of Warcraft?

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