ein Wochenende Heimaturlaube

Das Wochenende habe ich in der Heimat verbracht. Das 10jährige Klassentreffen stand an und ich war so neugierig, dass ich tatsächlich 2×12 Stunden(!!!!) in einem Fernbus verbracht habe. Mittlerweile habe ich fast alle Möglichkeiten durch, die Strecke von 700 km zurückzulegen. Bahn, Fernbus, Flugzeug, Auto. Das nächste Mal nutz ich definitiv die Mitfahrzentrale oder BlaBlaCar.

Das Klassentreffen lief besser ab als erwartet. Von 26 Mädels waren nur 15 da. Und die 15 die da waren, waren jene, die sich für ihren Werdegang nicht zu schämen brauchten. Die meisten haben von ihnen haben es wie ich gemacht. Ausbildung, Abi, Studium. Ein paar sind bei ihrem Ausbildungsberuf geblieben. Molly, die damals – wie ich – eine Ausbildung zur ReFa gemacht hat, meinte nur zu mir, ich solle bitte eine bessere Chefin werden als ihre Anwälte es gewesen sind. Bisher hab ich von keiner ReFa, PaFa oder ReNo gehört, ihre Chefs wären großartig, toll oder in Ordnung gewesen. Berufskrankheit?
Eine von den Mädels hat ihr Design-Studium in Südtirol gemacht und uns ihre Abschlussarbeit, eine Jacke, vorgeführt, die wirklich schön ist und jetzt auf Bestellung produziert wird.
Verheiratet sind nur etwa eine Handvoll. Eine von ihnen hat eine 10 Monate alte Tochter, die wirklich bezaubernd ist – kann aber auch daran liegen, dass sie nur 20 Minuten da war, bis ihr Vater sie abgeholt hat und die ganze Zeit nicht geschrien hat.
Eine von den Mädels, die gestern nicht gekommen ist, hat mehrere Ausbildungen abgebrochen, dann geheiratet, zwei Kinder bekommen und ist mittlerweile geschieden. 
Nach 2 Stunden kam auch der ehemalige Direx. Mittlerweile Anfang 70. Er wechselte damals von einer Jungenschule zu uns an die Mädchenschule und machte sich sofort Freunde, als er penetrant immer wieder in seinen Unterrichtsstunden davon sprach, dass wir Mädels unbedingt Forelle-Blau kochen können müssten, sonst würden wir keinen Mann finden. Oder, auch sehr beliebt: Die meisten von euch werden sowieso Hausfrau und Mutter. Damit konfrontiert meinte er nur, er hätte das ja gar nicht so gemeint und er wollte einfach nur motivieren. Dennoch sollten wir nicht zu lange mit dem Kinderkriegen warten, denn „Mutterglück ist das größte Glück der Frau.“
Hätte uns ja auch gewundert, wenn er was anderes gesagt hätte.

Ich habe auch die Zeit genutzt meine Schwester und meine Lieblingstante zu besuchen. Es war sehr viel besser als erwartet.
Auch hab ich Zeit mit meiner besten Freundin verbracht. Sie hat ihr Studium abgeschlossen und wohnt mittlerweile mit ihrem Freund in einer atemberaubenden Wohnung und leistet sich eine Putzfrau. Sie arbeitet für die selbe Firma wie meine Schwester und ich hab vor, dort auch anzufangen.

Aber das absolute HighLight des Wochenendes? Das Essen. Schnitzel mit Gorgonzola und Rösti, Schweinebraten mit Knödel und Blaukraut und Butterbrezen. Hätte ich noch mehr Zeit in der Heimat verbracht, hätte ich noch Leberkäs, Sauerkraut mit Nürnberger und echte Käsespätzle gegessen – die kleinen runden, nicht die „Nudeln“ die sie im restlichen Deutschland als Spätzle bezeichnen. Das steht jedenfalls hoch oben auf meiner To-Do-Liste wenn ich im Sommer wieder in den Süden fahre.

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2 Gedanken zu “ein Wochenende Heimaturlaube

  1. Ich freue mich sehr, dass du so ein schönes Wochenende erlebt hast. Der Kater deiner Tante (oder war es die Schwester?) ist aber auch wirklich süß.

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