Das Blogstöcken

Die liebe Summer hat mich gestern für das Blogstöckchen nominiert 🙂 Danke dafür!!

******************************************

Denkst du in deinem realen Leben an deinen Blog, bzw. an Menschen, die du so kennengelernt hast? Wenn ja, was geht dir durch den Kopf?
Ich habe das Glück, dass einige der Menschen, die ich hier kennengelernt habe, allesamt so liebenswert, außergewöhnlich und fantastisch sind, dass sie mich mittlerweile auch im sogenannten Real Life begleiten. Mit manchen schreibe ich Briefe, mit anderen wird sogar telefoniert und vielleicht trifft man sich sogar mal.

Was bedeutet bloggen für dich?
Bloggen ist für mich eine Art geschützter Raum, sich zu öffnen. Klar, man schreit praktisch seine Probleme öffentlich heraus, zieht blank und wenn man ehrlich ist, würde man das bei Freunden und Verwandten, die einem jeden Tag begegnen, nicht tun. Aber das ist das großartige. Man kann sich öffnen, kann von seinen Problemen und Freuden erzählen und bleibt dennoch geschützt, weil man sich dennoch fremd ist. Oft weiß man nicht einmal wo die Person lebt, wie sie aussieht und wie alt sie ist. Das alles bietet theoretisch auch ein Tagebuch, aber das Antwortet nicht, zeigt keine Hilfestellungen auf oder bietet Lösungsansätze.

Hast du einen Traum/ein Ziel an dem du schon länger kontinuierlich arbeitest? Wenn ja, schreibe etwas darüber. Was macht es so wertvoll oder besonders, dass du schon so lange dran bleibst und Zeit investierst?
Es gibt ein Foto von mir. Darauf bin gerade einmal etwas über ein Jahr. Mein Hintern ist noch gepampert, wie man so schön sagt.. und ich sitze auf dem alten 80er Jahre Stuhl in unserer alten Küche, strahle in die Kamera, während meine kleinen, dicken Finger auf einer grauen, alten Olympus einhämmern.
Ich konnte noch nicht einmal alle Buchstaben des Alphabets, da habe ich schon meine erste kleine Geschichte geschrieben. Auf kleinen DIN A6 Zetteln, die ich mit Tesa zu einem Buch gebunden haben.
Mit 11 habe ich meinen ersten „Roman“ an einen Verlag geschickt.
Ich kann noch nichts großartiges Vorweisen, keine prestigeträchtige Publikation, keine Preise oder sonstigen Veröffentlichungen. Aber ich weiß, dass ich schreiben will. Geschichten, Novellen, Romane. Und ich werde sie veröffentlichen. Wahrscheinlich nicht im Diogenes-Verlag oder bei Random House, aber bei Neobooks. Für 1,99 € das Stück.

Wenn du Kinder hast: wie hat sich dein Leben durch sie geändert, welche Sichtweisen haben sich krass verändert? Wenn du keine Kinder hast: wie stellst du dir dein Leben mit Kindern vor? Was meinst du ändert sich deutlich? (Damit meine ich nicht nur die ersten Monate, wenn man keinen Schlaf mehr bekommt^^)
Ich glaube, ich wäre eine schlechte Mutter. Daher kann ich mir die Situation gerade gar nicht vorstellen. Aber wer weiß, vielleicht ändert sich das in 5 – 6 Jahren.

Treibst du regelmäßig Sport (außer Sex)? Wenn ja, welchen? Aus welchem Grund? Macht es Spaß?
Ich liebe das Laufen. Wenn der Körper übernimmt und man einfach nur einen Schritt nach dem anderen macht. Der Kopf wird frei und man funktioniert einfach, ohne dass man sich Gedanken machen muss.
Leider ist die Muskulatur in meinem rechten (oder um mein) Knie nicht stark genug und dadurch habe ich schnell Schmerzen. Außerdem sind die Knorpel nicht rund und es gibt eine Zyste im Anfangsstadium. Ich könnte das operieren lassen, aber dann ist die Gefahr, dass ich ziemlich früh Artrose bekomme. Also kann ich im Moment leider nicht joggen. Aber ich mache fleißig Muskelaufbauübungen für das Knie 🙂

Wie pflegst du Freundschaften? Wann gibst du Freundschaften auf?
Freundschaften sollte man aufgeben, wenn man merkt, dass man die einzige ist, die daran arbeitet. Wenn man nichts mehr von der anderen Person hört, wenn man plötzlich das Gefühl hat, man müsste sich vor der anderen Person rechtfertigen. Ich hatte eine langjährige Freundin, die ihr Studium aufnahm, als ich in die Ausbildung ging. Mit der Zeit wurde sie immer miesepetriger und ich bin nun auch kein Mensch voller Empathie. Man „klammerte“ sich fest, weil die Freundschaft ja mal gut war und das wollte man nicht aufgeben. Aber irgendwann hatte ich das Gefühl, egal was ich mache, egal was ich erzähle, ich müsste mich rechtfertigen. Ich sagte „Ich bin froh wenn ich die Ausbildung rum habe, ein Chef mit Demenz ist echt nicht so prickelnd.“ Ihre Antwort: „Dann hast du den falschen Job!“ … ich sag, „Nach 3 Jahren Schule bin ich froh, wenn ich endlich das Studium beginnen kann.“ Ihre Antwort „Dann ist das Studium aber nichts für dich, wenn du nach 3 Jahren Schule schon genervt bist.“ Oder ich wage es zu sagen, dass ich mich nicht für eine Uni entscheiden kann. Als Antwort bekam ich eine Standpauek was für ein mieses Miststück ich doch wäre, weil cih einem anderen den Studienplatz wegnehmen würde.

Irgendwann habe ich mich nicht mehr bei ihr gemeldet und von ihr kam auch nie wieder etwas. Aber ich denke oft an sie. Sie studiert mittlerweile im 13 Semester Jura und für mich ist sie ein abschreckendes Beispiel, wie ich nie werden möchte. Ich möchte nie so miesepetrig und passiv-aggressiv werden, egal wie gut oder schlecht das Studium läuft.

Welche (3) Werte möchtest/würdest du deinen Kindern auf ihrem Lebensweg mitgeben?
Achtsamkeit, Vertrauen in sich selbst

Was nervt dich an der (heutigen) Gesellschaft am allermeisten?
Dieser unerträgliche Leistungszwang. Man muss immer und überall Bestleistungen erbringen und das alles so wirken lassen, als ginge es völlig leicht von der Hand. Immer rasierte Beine, perfekt sitzende Haare, jedes Jahr n Marathon laufen, dabei das Studium noch mit 24 abschließen, mit 30 Abteilungsleiter, mit 35 die perfekte Familie im perfekten Einfamilienhaus mit perfekten Garten, perfekten Weinkeller und das perfekte Auto vor der Garage.

Was fehlt dir in deinem Leben zur Zeit am allermeisten?
meine Mutter

Wenn du durch einen Teilzeitjob ausreichend Geld hättest um deinen Lebensstandard zu halten, was würdest du in der freien Zeit tun?
meine freie Zeit vertrödeln. Wünschte es wäre anders, aber mein innerer Schweinehund ist wahrscheinlich Kerberos.

Wo und in welcher Position befindest du dich jetzt gerade, während du meine Fragen beantwortest?
Ich lungere an meinem Schreibtisch herum..
So, und hier meine Fragen:

  1. Was meinst du, machst du, wenn du mit dem Bloggen aufhörst? Lässt du den Blog so wie er ist oder löscht du ihn?
  2. Bist du ein Früh- oder Spätaufsteher
  3. Deine größte Schwäche?
  4. Welchen Film kannst du ohne Probleme mitsprechen? In welcher Sprache?
  5. Wie viele Bücher hast du im letzten Jahr gelesen? War eines dabei, dass du sicherlich mal wieder lesen wirst?
  6. Liest du ein schlechtes Buch zu Ende oder brichst du es ab?
  7. Dein größter Traum?
  8. Lässt sich dein größter Traum verwirklichen?
  9. Wenn dein Leben einen Soundtrack hätte, welcher wäre es? Nenne 5 Songs
  10. Machst du jetzt das, was dein 16 jähriges ich von dir erwartet hätte?
  11. Würde dein 16 jähriges Ich mögen?

Ich nominiere für dieses Stöckchen heute mal nur 2 Blogs.
Zum einen Marcel, zum anderen Maggy. 🙂 Ich bin gespannt 🙂

Advertisements

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s