Insomnia

Es ist fünf Uhr morgens und ich kann nicht mehr schlafen… hellwach sitz ich im Bett und versuch mein Gehirn dazu zu bringen Schäfchen zu zählen oder rückwärts von 100 zu 0 in der Hoffnung, wieder einzuschlafen. Aber ich schaff es nicht… zu wütend bin ich. Keine Ahnung wieso gerade jetzt, aber mir ist schmerzlich bewusst, dass Sonntag der November zu Ende geht und diese Wohnung noch schlimmer aussieht als vor einem halben Jahr, dabei hatte Kasimir so felsenfest versprochen, dass er im Oktober diese Wohnung auf Vordermann bringt. Es war eine der Voraussetzungen, dass ich bleibe.

In der winzigen Küche stapeln sich drei vollbepackte Plastikkisten, im Wohnraum ein voller Umzugskarton. Sie müssten nur ins Auto geschleppt und zu Kasimirs Eltern gebracht werden. Es passiert nicht und für mich allein sind sie zu schwer. Sie müssten endlich weg, damit wir hier weiter ausräumen können. Aber nichts passiert und es sieht auch nicht so aus, dass im Dezember etwas passiert… Und die größere Wohnung im Sommer wird wohl auch nichts. Dazu müsste der derzeitige Mieter im Dezember gekündigt werden – und weder Kasimirs Eltern noch seine  Großmutter zeigen irgendwelche Regungen, es zutun. Aber weitere 6 Jahre kann und will ich in diesem Rattenkäfig nicht leben. Ich hoffe inständig, wir finden bald eine Lösung… sonst versteh ich nicht, wieso sie mich im Sommer nicht einfach haben gehen lassen…

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7 Gedanken zu “Insomnia

  1. Wen meinst Du denn bei „wieso sie mich im Sommer nicht einfach haben gehen lassen“ mit „sie“?
    Und: Hmpf. Solche Dinge macht man meist SOFORT – oder eben gar nicht. Eine Lösung finden? Die war doch schon da: Kasimir hat es versprochen! Setzt Dich doch mal durch, Weib! Zähne zeigen! Wirst Du als angehende Juristin eh lernen müssen, da kannst Du auch schon mal an Kasimir üben! 😉

    1. ich versuche ja… aber es ist, als würde ich gegen eine Wand reden. Wenn ich ihn drauf anspreche heißt es immer: Wir wollten ja zerrst seinen Schrank machen… aber er tut auch nichts um das voranzubringen.
      „Sie“ sind Kasimir und seine Eltern, die damals im Sommer fast rund um die Uhr auf mich eingeredet haben, wie schade und traurig das wäre, wenn ich ginge und das sie das nie von mir gedacht hätten und wie sehr sie das verletzt hätte usw.

  2. Ich würde dir gern etwas aufmunterndes schreiben, aber es fällt schwer. Ich habe es geahnt (weil ich soetwas selbst schon durch habe, willst du genauso wenig hören wie: dann musst du es wohl selbst irgendwie machen… So wie Moll sagt: es ist DEIN EIGENES LEBEN!

  3. Jetzt wo du geblieben ist, ist wohl auch das Versprechen vergessen. Schade, wirklich schade!
    Tritt ihn nochmal in den Hintern. Das wird doch wohl zu schaffen sein!

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