NaNoWriMo – Tag 9 // Was für eine Woche

Wer hat an der Uhr gedreht… ist es wirklich schon so spät…
Argh ich könnte den rosaroten Panther gerade in diesen Wochen den Vogel zeigen. Denn… Zeit… Zeit kennen ich nur noch vom Hörensagen.
Die gesamte letzte Woche war geprägt von Termindruck, Zeitmangel und Stress.
An der Uni gab es mehrere Zusatzveranstaltungen, die verhinderten, dass ich Abends rechtzeitig zuhause war, um noch einen Moment der Ruhe zu haben. Am Dienstag war das lang ersehnte „Schnitzelessen“ 9 Freunde hatte ich eingeladen, 6 waren wir insgesamt. Am Donnerstag dann der Start in den Streik. Ausgerechnet an den beiden Tagen, an denen die Uni schon um 8:30 beginnt. Das hieß für mich: noch eine weitere Stunde früher aufstehen um ja pünktlich zu sein. Ich ließ es bleiben, kam lieber 15 Minuten zu spät zur Vorlesung. Dann die ersten AGs. Ich hatte sehr darauf gebaut, aber schnell musste ich feststellen, dass auch die nicht das Gelbe vom Ei waren. OK, eine ist wirklich, wirklich gut. Gott sei Dank die im ÖRecht. Meine AG-Leiterin in Strafrecht ist das, was man im Allgemeinen als Graue Maus betitelt und schafft es nicht, den Stoff einigermaßen verständlich zu erklären. Zu zart ihre Stimme, zu schwach ihr Erklärungsstil. Aber wenigstens kann sie hübsch ihre Beine übereinanderschlagen. Im Bürgerlichen Recht habe ich einen überambitionierten Doktoranden, der wirklich süß anzusehen ist, dabei aber so spricht wie die Typen von TheSimple Maths. Das mag zwar 10 Minuten witzig sein, aber 90 Minuten am Stück? Das untergräbt jede Anstrengung, konzentriert zuzuhören.

Am Freitag Abend kam Mia endlich wieder einmal in die Heimatstadt und wir haben sie abgeholt um danach gemeinsam was zu trinken. Sofort hat sich herauskristallisiert, dass sich unsere Freundschaft geändert hat. Nicht unbedingt zwischen Mia und mir, aber unsere kleine eingeschworene Gruppe hatte sich gelöst. Wir gehen allesamt andere Wege. Das tat weh. Bis jetzt konnte ich mir einreden, dass alles so ist wie immer. Nun, da ich mit der Nase drauf gestoßen bin, kann ich es nicht mehr ignorieren und ich weiß nicht, wie ich damit umgehen soll.

Am Mittwoch gab es dann auch noch einen kleinen Streit Kasimirs Mutter. Daher war ich fest davon überzeugt, dass wir nicht wie üblich am Samstag zum Markt gehen würden. Aber sie holte mich pünktlich ab. Über Mittwoch wurde kein Wort verloren. Und auch danach kam ich nicht zum Schreiben. Kasimir und ich fuhren schnell in das nahegelegene Einkaufszentrum um für ihn eine Jacke zu holen. Da er kommenden Dienstag arbeiten muss, war der Samstag der einzig mögliche Termin. Wir kamen so knapp nach Hause, dass ich keinerlei Zeit mehr hatte, mich auch nur für einen Moment hinzusetzen, denn ich musste sofort wieder los zur Arbeit – und es war ein hässlich Stressiger Arbeitstag. Über 30 Gäste, die alle um 19 / 19:30 Uhr ankamen. Stress pur, denn wir waren nur zu zweit. Kurz nach Mitternacht fiel ich dann todmüde ins Bett.

Der Plan heute? die Versäumnisse beim NaNoWriMo aufzuholen und Lernkarten fürs BGB zu schreiben. Ersteres habe ich tatsächlich geschafft – und ich muss sagen, das was ich bis jetzt geschrieben habe, gefällt mir. Jedenfalls soweit ich das beurteilen kann. Wahrscheinlich finde ich es im Dezember scheußlich! Aber die Story entwickelt sich gut und während des Schreibens kommen immer mehr Ideen, die ich einbauen möchte. Vielleicht wird es doch dicker, als gedacht. Jedoch kann ich schon verraten: ich bin auf Seite 72 und die Protagonisten hatten noch keinen Sex. Also er würde schon, aber sie ziert sich noch ein wenig 😉

Jetzt bestell ich erstmal etwas zu Essen und mach mich dann an die Lernkarten. Morgen kann ich ausschlafen und am Abend habe ich Zeit, meinen Wordcount zu erledigen. Zwar habe ich nur eine Vorlesung morgen, aber ich werde mich für 2 – 3 Stunden in die Bib setzten und weiter an den Lernkarten arbeiten. Da ist die Ablenkung jedenfalls sehr viel geringer als hier…

Bildschirmfoto 2014-11-09 um 19.01.21

 

Jetzt hätte ich es fast vergessen:

Seite: 63
Satz: 16

 Ich wollte nein sagen, aber meine Zunge gehorchte mir nicht, als mein Blick wieder auf seine vollen, geschwungenen Lippen fiel und ich mir unausweichlich erinnerte, wie sie mich gestern liebkost hatten.

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2 Gedanken zu “NaNoWriMo – Tag 9 // Was für eine Woche

  1. Freundschaften können sich sehr schnell ändern. Das ist auf der einen Seite ziemlich traurig. Unsere Gruppe hat sich nach dem Abi das erste Jahr noch gehalten. Aber schnell „verschwanden“ alle in irgendwelche Richtungen. Die Treffen finden mittlerweile nicht mehr statt. Es tut weh, aber das Leben bringt neue Menschen. 😉 Und zu Mia pflegst du immer noch Kontakt, auch wenn die Gruppe nicht mehr so besteht wie es früher der Fall war.

    Ich habe ja von diesen NaNoWriMo überhaupt keine Ahnung. Schreibt man da nur für sich selbst? Also kann ich als Leser auch dein Texte dort einsehen?

    1. Also eigentlich schreibt man den NaNoWriMo für sich allein. Es bleibt jedem selbst überlassen, wie er seinen Text dem Leser zugänglich macht. Während des NaNoWriMo wird hauptsächlich der Wordcount verglichen.
      Hoffe, dass mein Text nach einer Überarbeitung im Dezember so gut ist, dass ich ihn im Januar als eBook veröffentlichen kann 🙂 Ich werd auf alle Fälle hier bescheid sagen!

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