Von Zoos und Obstkörben

Ich brauch eine Pause. Ganz dringend.

Deswegen sind wir gestern spontan in den Zoo gefahren. So spontan, dass ich die falschen Schuhe anhatte (9 cm Absatz) und der Zoo sich als sehr sehr sehr hügelig raugestellt hat. Fast wie in meiner alten Heimat.

IMG_1376Ein Zoo gewinnt für mich immer dann, wenn er Pinguine hat. Da hat dieser Zoo dann in ganzer Hinsicht gewonnen, denn er hatte drei verschiedene Pinguine-Arten und überall flitzten Streifenhörnchen über die Wege. Auch die Löwen haben mich beeindruckt. Wie gelassen sie ganz nah am Glas lagen, obwohl sich dahinter ein riesiges Gehege erstreckte – mit vielen Schlupfwinkeln um sich vor nervenden Besuchern und deren Kindern (Omma guck ma, da is Simba! He Simba guck ma! Omma, wieso guckt der nich? Omma, klopf ma gegen die Scheibe!) 

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Abends sind wir dann in die Vorpremiere von „Can a Song save your life“. Einem netten musikalischen Film mit Keira Knightley, in der sie wie so oft einfach super sympathisch ohne Ecken und Kanten in die Kamera grinst und dabei diesmal auch singen darf. Die Story ist an sich recht platt, aber die Umsetzung sehr schön – und noch schöner ist der Soundtrack.
Es war „Ladys Night“ im CineStar und es gab zum Film Sekt (Zimmertemperatur), kleine Minipizzen und die Maxi. Als wir in den Kinosaal kamen, war ich dann doch etwas – überrascht. Es war tatsächlich Ladys Night und abgesehen von Kasimir war nur noch ein weiterer Mann da, der sich genauso fühlte wie sich Kasimir wohl gefühlt hat – nur das er es besser verbergen konnte. Um uns herum wurde geschwatzt und gelacht. Die meisten „Ladys“ waren weit über dreißig.
Um 19:45 sollte der Film anfangen, aber stattdessen kam ein Mitarbeiter herein und machte ein wenig den Animateur. Angekündigt war wohl ein Programm mit einer Frau (wer wurde nicht gesagt), die ihren Flug verpasst hat und deswegen erst nächsten Monat kommt. Aber dafür gäbe es ja immer noch das Gewinnspiel.
Eine große, silberne Schale wurde hereingetragen mit all den Kinokartenabschnitten, die am Anfang abgerissen worden waren… eine leicht missmutige Frau aus dem Publikum wurde ausgewählt die drei Gewinner zu ziehen.
„Hast du die Tickets?“, fragte ich leicht nervös nach. Wen schon n Gewinnspiel, dann wollte ich wenigstens die Chance haben zu gewinnen. Kasimir schüttelte den Kopf, nahm ohne Widerrede Nachos und Cola entgegen, sodass ich in meiner Handtasche nach den Tickets suchen konnte. “
„Also, die erste Gewinnerin sitzt in Reihe O!“, rief der Kinomitarbeiter.
„Das ist unsere Reihe!“, flüsterte mir Kasimir ins Ohr. Ich setzte mich aufrechter hin, linste nach rechts und links. Voll.
„Und unsere Gewinnerin sitzt auf Platz 11!“
Kasimir stupste mich an. „He, das bist du!“
Schnell sah ich nochmal auf mein Ticket. Tatsächlich…. scheiße! Ich hatte tatsächlich gewonnen!

10 Minuten später wurde mir dann ein großer Obstkorb in die Hand gedrückt. Mit Ananas, Äpfeln, Bananen, Zitrone und Grapefruit, Celebrations und zwei Kinogutscheinen für die nächste LadysNight.

Ja doch, das war ein schöner Tag 🙂

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