Ich weiß es einfach nicht…

Ich habe ihm gesagt, dass ich nicht mehr weiß, ob ich ihn liebe. Das ich mir ab und zu vorstelle, ich würde jemand anderes kennenlernen. Das ich ihn nicht heiraten werde, ihn nicht heiraten will. Das er es versaut hat.

Er will mir beweisen, dass es doch geht. Ein halbes Jahr Zeit will er. Nach dem ersten Semester könnte ich dann an die WU wechseln, wenn ich mich bis dahin nicht „neu“ in ihn verliebt habe. Er spricht davon, gemeinsam zu kochen, mir das Frühstück zu machen, mich von der UZW abzuholen. Sich bei meinen Freunden für sein Verhalten zu entschuldigen.
Plötzlich ist er extrem anhänglich. Umarmt mich alle paar Minuten, sagt mir, wie sehr er mich liebt. Das er sich wirklich ändern will. Er war ein Idiot, ein furchtbarer Idiot, sagt er.

Kurz denke ich darüber nach. Es wäre schön… aber will ich das wirklich?  Ich weiß es nicht. Ich weiß es einfach nicht…. Und mir läuft die Zeit davon.

 

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Kasimir arbeitet zurzeit ebenfalls im gleichen Restaurant wie ich. 2 Tage die Woche. Aber es gab Zeiten, da hat er gar nicht gearbeitet. Ab September hat er eine Teilzeitstelle gefunden, zusätzlich zum Dienst im Restaurant.

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4 Gedanken zu “Ich weiß es einfach nicht…

  1. Er hat typische Verlustängste und Angst vor neuem Leben. Meine persönliche Erfahrung ist, dass sich die Menschen nie positiv ändern – zumindest nicht auf Dauer. Wenn es jetzt nicht passt, wird es auch in ein paar Monaten und Jahren nicht. Jeder Beziehung hat mal einen Durchhänger, aber wenn die Gefühle grundlegend nicht vorhanden sind, kommen sie doch nicht wieder auf. Wenn er dich wirklich liebt, würde er dich gehen lassen. Wenn die Liebe groß ist, wird sie auch die Ferne durchstehen.

  2. Ich denke schon, dass Du weißt, was Du willst, und das Du nur – es ginge mir nicht anders! – Angst hast, es durchzuziehen, Angst vor den Konsequenzen hast. So schätze ich Dich ein.
    Aber ich schätze Dich auch als starke Frau ein, die mehr schaffen kann, als sie sich selbst zutraut. Also: vertrau auf Dich, Dein Bauchgefühl und Deine Stärke! Mal ehrlich: Hast Du nicht schon viel Schlimmeres überstanden?
    *Dicheinfachmaldrück* 🙂

  3. Dich zu bitten, auf dass, was du am meisten möchtest, zu verzichten, empfinde ich als Egoismus. Das persönliche Interesse über das Glück meiner Partnerin zu stellen, wäre für mich nicht vorstellbar. Hätte auch nichts mit meinem Begriff von Liebe zu tun.
    Und: Ich finde, jetzt ist nicht der Moment in deinem Leben, (berufliche) Kompromisse zu machen. Das kommt oft noch früh genug.
    Geh deinen Weg. Achte auf DEIN Glücklichsein…

  4. Wenn eine Person von selbst nicht merkt, dass etwas nicht gut läuft und dann erst darauf aufmerksam gemacht werden muss, wird sich dann auch nicht ändern. Das habe ich zu oft miterlebt. Er hat Verlustängste aber auch du. Aber du musst dir bewusst werden, was für dich am Besten ist. Was macht dich glücklich..

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