Kekse

Eigentlich sollte ich lernen. Mathe. Oder Geschichte. Egal was. Nur nicht Deutsch, da ich das heute morgen schon gebüffelt habe.

Aber ich kann nicht lernen. Ich kann nur daran denken, dass ich in ein paar Tagen wieder Kekse essen kann. Ich sehe vor meinen geistigen Augen Schokoladenkekse Ballett tanzen und Oreo-Kekse applaudieren während die Prinzenrolle lieber im Background abhängt. 

Wenn meine Großeltern zum nachmittäglichen Tee die langweiligen Kekse aus der Metalldose picken und Kaffeekränze mit ihren Kaumuskeln zergliedern möchte ich am liebsten aufspringen und ihnen das süße Gebäck aus dem Mund klauen. 

Ich will KEKSE!!!

War diese verfluchte Fastenzeit letztes Jahr auch so verdammt fies in der letzten Woche? Irgendwie kann ich mich gar nicht mehr daran erinnern. Die letzten Wochen allerdings waren bei weitem nicht so schlimm. Ich habe nicht mehr von Süßigkeiten geträumt und die Mangoplätzchen des Küchenchefs habe ich auch gekonnt ignoriert, wohl wissen wie lecker sie sind. Dagegen die langweiligen, geschmacksneutralen dänischen Butterplätzchen führen mich ganz schön in Versuchung. Wahrscheinlich hätte ich das Fasten gebrochen, hätte ich nicht meinen Großeltern groß davon berichtet, dass ich eben Faste. Und blamieren will ich mich auch nicht.

Aber ich will Kekse. Kekse zum Tee, zum Kaffee, zum Lernen. Und Schokolade! Und am Sonntag den Osterzopf mit Füllung – und Eis zum Tatort und zu Barnaby. 

Das gute ist, dass ich gerade nur so auf den Süßigkeitenentzug so reagiere und nicht auf die Flasche Jack Daniels Honey, die genau gegenüber von meinem Bett auf der Kommode steht. 

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7 Gedanken zu “Kekse

  1. HAHA 😀 Wie ich das nachvollziehen kann. Ich bin nun auch in meiner letzten Fastenwoche und male mir jetzt schon aus, was ich danach alles wieder genüsslich essen kann. Ich habe letztens die Dickmann-Verpackung von meiner Mitbewohnerin gesehen und hätte am liebsten die Krümel aus der Verpackung gegessen !!! Krank oder ? 😀

        1. Grad einen älteren Artikel vom Stern gelesen. Darin folgende Aussage gefunden: die Abstinenz von Süßigkeiten und Alkohol mag zwar schwerfallen, schlechte Stimmung wie das knallharte Fasten schafft sie nicht.

          Das ich nicht lache.
          Die haben mich nach 6 Wochen auf Entzug noch nicht erlebt

        2. Also bei mir waren in der ersten und zweiten Woche, die Entzugserscheinungen am schlimmsten. Dann ging es ne Weile und jetzt kurz vor Ende der Fastenzeit beginnt es wieder XD Wir Junkies 😀

  2. wirklich?ich finde es sehr interessant zu lesen wie es anderen in der fastenzeit so ergeht. für mich waren die ersten 1-2 wochen am schwersten. mitlerweile fehlt mir das süßzeugs gar nicht mehr. klar wenn alle rund um mich kuchen essen, seh ich mich leid aber ich hab nicht mehr wirklich verlangen danach. aber ich kenne mich. sobald ich dann den ersten osterschokohasen esse, bin ich wieder im zuckerkreislauf.

    fehlt dir sonst auch noch was außer alle arten von kekse?
    lg leuka

    1. Echt? Die ersten Wochen fallen mir immer leicht. Zwar träume ich von Süßigkeiten und hab dann ein schlechtes Gewissen, aber ich kann noch gut verzichten. Aber die jetzige Woche fällt mir sehr schwer….
      Ach mir fehlt die Feigenmarmelade zum Käse, oder das Gläschen Sekt mit der Freundin. Aber das ist nichts, was ich schmerzlich vermisse. Aber Kekse zum Nachmittagstee und zum Lernen, die fehlen mir wirklich

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