Geldprobleme

Aufgrund meiner Wurzelbehandlung habe ich heute mal bei meiner Krankenversicherung angerufen (AOK-Bayern, obwohl ich gar nicht mehr in Bayern wohne) und habe mich wegen der Kosten beschwert… nachdem ich fertig war, kam mir die Idee, die Gelegenheit mal wahrzunehmen und ein paar Eckdaten abzuklären.

Sollte ich zwischen Juli und Oktober keine feste Anstellung finden, muss ich pro Monat 158 Euro für die freiwillige Pflichtversicherung berappen. Während des Studiums sind es 78 Euro (aber nur bis ich dreißig bin, dann schraubt sich der Beitrag wieder auf die 158 Euro hoch).

Dazu kommen natürlich Miete, weitere Versicherungen und und und.

Und das alles ohne Bafög.

Ich muss zugeben, heute Morgen war ich ganz schön deprimiert. Es ist einfach frustrierend. Da versucht man sein Leben irgendwie auf eine anständige Bahn zu bringen und dann werden da erstmal Felsbrocken in den Weg gelegt.  Der finanzielle Druck, der sich da am Horizont auftut, ist gewaltig. Dabei will ich gar kein Leben im Luxus. Mir ist schon klar, dass ich die nächsten 5 – 8 Jahren (toi toi toi), auf schöne Klamotten, Kino- und Restaurantbesuche, Urlaub usw. verzichten muss. Aber sich mal vor Augen zu führen, was am Ende wirklich rauskommt, ist hart. Allein 10 Stunden kellnern um die Krankenversicherung zu bezahlen. 39 Stunden für die Miete, 25 Stunden für Lebensmittel und Nervennahrung… 19 für die restlichen Versicherungen. Noch nicht mit eingerechnet die Stunden für Bücher, Semesterticket oder Materialien.

Jetzt, 5 Stunden später, geht es mir etwas besser. Wahrscheinlich liegt das an der doppelten Dosis Ibuprofen die ich mir mit einem Glas Sekt rein gepfiffen habe, damit mein Kiefer nicht mehr pocht. Dennoch… ich bin etwas optimistisch.

Es gibt ja die Möglichkeit eines Studienkredits. Vielleicht lässt sich meine Bank auf ein Kontokurrentkredit ein, der nicht so hoch verzinst ist wie ein üblicher Dispositionskredit. Und ich werde mal eine Liste aller Anwaltskanzleien in den jeweiligen in Frage kommenden Städten zusammenstellen um dort mal eine Initiativbewerbung hinzuschicken. Vielleicht braucht ja jemand einen Werkstudenten. Vielleicht kann ich ein Buch schreiben was sich als Bestseller entpuppt ^^ (ah… die Ibuprofen wirken)

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18 Gedanken zu “Geldprobleme

    1. Ach, DAS ist also das von dem alle Welt spricht. das erklärt, warum mein Butler hat letzte Woche gekündigt hat. Mein Hintern wurde seit drei Tagen nicht mehr gepudert oder vielleicht habe ich mich aber auch an meinem goldenen Löffel verschluckt und mein Körnchen ist verrutscht. Interessant.

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      1. Gut – sage ich es deutlicher und ehrlicher:

        Ich bestelle den Feed zu Deinem Blog jetzt ab, weil ich nicht verstehen kann, wie man offenbar blauäugig eine solch tiefgreifende Entscheidung treffen kann und dann ständig herum jammert und lamentiert.

        Ich wünsche Dir für Deinen Weg – und das meine ich ehrlich – viel Glück – aber das Gejammer darüber sein Leben zu ändern, „höre“ ich mir keinesfalls länger an.

        Antwort braucht es nicht, da ich sie nicht mehr lesen werde.

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        1. obwohl du sie nicht mehr lesen wirst, werde ich antworten.
          Anscheinend hast du meinen Blogpost gar nicht zu Ende gelesen, sonst hättest du gemerkt, dass es für mein Problem durchaus Lösungen gibt und ich am Ende auch frohen Mutes bin.
          Und, wenn man Angst vor der Zukunft hat, darf man jammern. Egal ob mit 10, mit 20, mit 50 oder mit 90. Und wenn man einen Grund hat sich zu ärgern, darf man das auch. Egal ob es darum geht, sein Studium komplett selbst zu bezahlen weil man kein Bafög bekommt (und keine elterliche Unterstützung weil keine Eltern vorhanden) oder ob man sich ärgert, weil die Telekom keinen Wert auf Bestandskunden legt. Natürlich könnte ich auf das Studium verzichten und es gar nicht erst versuchen. Aber das würde mir genauso wenig garantieren, am Ende des Monats noch ’n Euro übrig zu haben, da man als ReNo recht mau bezahlt wird. Und die Aussicht, 40 Jahre zuzusehen wie sich meine Gehirnzellen verabschieden und Samba tanzen, weil ich in meinem Beruf völlig unterfordert bin, macht mir ebenfalls Angst und … ich würde jammern.
          Dies ist ein privater Blog. Darin schreibe ich über alles, was mir so auf den Herzen liegt. Da im Moment nicht sehr viel erfreuliches dabei ist, kann ich nicht viel erfreuliches schreiben.
          Ich bin nunmal zehn Jahre älter als die „normalen“ Studienanfänger und habe andere Sichtweisen, andere Probleme und andere Lösungsansätze. Aber es gibt sicherlich eine Vielzahl von „lieben“ Studentenblogs, in denen junge Studenten mit Bafög und oder elterlicher Unterstützung und Rettungsnetz von ihrem aufregenden Studentenleben erzählen. Ich hab zwar so einen unentwegt positiven Blog noch nicht entdeckt, aber ich bin sicher, es gibt sie. Irgendwo da draußen im WWW.

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  1. Ja, da kann einem schon flau werden im Magen nicht wahr? Ich leb momentan auch nur von der Unterstützung meiner Eltern und auch immer noch zu hause, mit 25. Es fühlt sich auf deutsch gesagt scheiße an… Bin mehr oder weniger verzweifelt auf der Suche nach einem Nebenjob und am Herbst nach einer Teilzeitstelle damit ich während des Masters über die Runden komme OHNE meine Eltern dafür zu beanspruchen. Ich bin auch ganz deiner Meinung, du hast das Recht dir Sorgen zu machen und diese zu kommunizieren, wen das nicht juckt oder interessiert soll halt weglesen! 😉 Kopf hoch! 🙂 Und ganz liebe Grüße!

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    1. Danke 🙂
      Ach, ich habe viele Klassenkameraden, die mit 25 noch Zuhause wohnen und es genießen. Insbesondere die Jungs.
      Ich drück dir die Daumen, dass du schnell eine guten, lukrativen Nebenjob / Teilzeitjob findest 🙂
      Liebe Grüße!

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      1. 🙂 Lieb von dir!
        Aber ich kann das nicht genießen, ich will auf eigenen Beinen stehen und meinen Eltern nicht zur Last fallen… hoffen wir also, dass sich schnell was ergibt! 😉
        Liebe Grüße!

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  2. Solltest du nicht eigentlich Bafög bekommen, weil du eine abgeschlossene Ausbildung hast?
    Finanzierung finde ich allgemein echt schwer. Eine Freundin geht nebenher arbeiten – 400€ Job. Denk einfach dran, dass du in den Semesterferien dann mehr arbeiten gehen und etwas an die Seite legen kannst.
    Sonst: Wohngeld und sonst was beantragen.. Hilft ja nichts, oder? WGs und Studentenwohnheime sind ja auch günstig. Schwierig, schwierig..

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        1. Das Arbeitsamt meinte, dass sie (zumindest in der Gegend hier) keinerlei Werkstudenten vermitteln, das würde alles über initiativ Bewerbungen laufen. Aber die Zeitungen werden auf alle Fälle durchforstet. Ich würde ja gerne auch weiter in meinem jetzigen Job bleiben, aber das geht z.B. in Monaten wie Januar und Februar nicht. Da ist flaute, was Termine angeht und keine Termine = kein Geld 😦

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