Brief vom Verlag

„Da liegt ein Brief für dich auf deinem MBP“, begrüßt mich Kasimir, als ich total übermüdet nach Hause komme. Ich nicke nur. Einzig und allein der Nespresso-Maschine  widme ich meine Aufmerksamkeit. Schalter umgelegt, Kapsel eingeworfen, Knopf gedrückt und schon strömt aus ihr eine wunderbare schwarze Flüssigkeit mit haselnussbrauner, fester Crema. Tief atme ich den köstlichen Geruch ein und setze mich mit dem Elixier auf meinen Schreibtischstuhl.
Es liegt tatsächlich ein Umschlag auf meinem MacBook.
„Der ist ja offen!“, werfe ich meinem Freund entrüstet vor. Mal wieder meine Post geöffnet. Na sowas!
„Ja… ich dachte, das wäre DER Brief vom Verlag. Und ich wollte wissen was drin steht, nicht das gleich die Welt untergeht.“
Ich nicke. Da hat er ja lieb gedacht. Wahrscheinlich hätte er dann nämlich bereits den Kuchen gebacken (Schokoladen-Gateau mit Kirschen) und ihn mir noch warm mit flüssigen Kern und leicht geschmolzenen Puderzucker serviert.
Aber er brauchte keinen Kuchen zu backen. In dem Brief ist nämlich nur eine Rechnung. Für mein Zeitschriftenabo der TextArt.

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