Was für ein Nachmittag – was für ein ShoppingErlebnis ^^

Ich hatte mir so viel vorgenommen… Wollte zum Friseur, ein Buch kaufen, eine neue Sonnenbrille bestellen und beim Schweden eine neue Küchenwaage kaufen nachdem die alte kaputt gegangen ist (und zusätzlich ein paar Duftkerzen 😉 )
Was habe ich davon geschafft?

Direkt nach der Schule gings zum Einkaufsparadies und dort zum Buchhändler. „Einmal Der große Gatsby bitte“, bestelle ich bei der nicht gerade sympathisch und sehr gehetzt wirkenden Buchhändlerin (der Laden war bis auf drei Kunden leer).
„Ausverkauft“, teilt die mir nüchtern mit. Das Buch würde aber in der nächsten Zeit neu geliefert. Ob ich es nicht bestellen wolle…
Nach hin und her, „Keine Versandkosten, morgen im Briefkasten“, dann auch bestellt. Das günstigste Exemplar. Für 4,90 €.

Dann zum Friseurtermin. Gott sei Dank war „Mein“ Friseur da. Der einzige, den ich an meine Haare lasse (seit Jahren), nachdem mir seine Kolleginnen allesamt die Haare je einmal versaut haben (zu blond, zu kurz, und eine hat es geschafft meine Augenbrauen verschwinden zu lassen). Der Laden ist auch fast leer und so komme ich sofort dran. 2 1/2 Stunden und einem ausgelesen Buch  später föhnt mir die Assistentin die Haare trocken und das Grauen wird mit jedem Lufthauch ersichtlicher. Sie. Sind. Blond. Nicht Sonnengeküsst blond, oder ein Blond wie der Weizen in der Ukraine… nein… Diese Art Blond, die solariumgegerbte Frauen öfters haben. Aber ich meide das Solarium (und die Sonne) und daher geht Strohblond gar nicht. Absolut nicht .
„Ich glaube, dass gefällt mir nicht“, bereite ich Phil auf das unvermeidliche vor, als er endlich wieder zu mir guckt und der Assistentin den Föhn aus der Hand nimmt. 

„Nein?“ er sieht leicht geschockt aus. Den Satz musste er von mir bisher noch nie hören.
„Nein. Das ist zu hell.“
„Wirklich?“, er hebt ein paar Haarsträhnen hoch, um mir zu zeigen, dass die Farbe auch wirklich stimmt.
Tut sie aber nicht. Zwar hat er recht. Meine Spitzen sehen wirklich so ähnlich aus, aber mein Ansatz eben nicht. Von wegen Sonnengeküsst und dezent. Gebleicht und DAS-SIND-STRÄHNEN-Schreiend!
„Nein. Das geht nicht. Das muss dunkler werden“, beharre ich drauf. Er nickt. Wir gehen zum Waschbecken und er pinselt mir noch eine weitere Farbe auf den Ansatz, lässt es ein paar Minuten einwirken und wäscht es raus. Nach weiteren zehn Minuten hat er es jetzt persönlich geföhnt und wir sehen beide zufrieden in den Spiegel.
„Stimmt. Das sieht jetzt viel besser aus“, meint er und nickt anerkennend.
„Ach ja?“, frage ich neckend nach. Gerade hat es sich noch anders angehört.
„Ja… jetzt wo ich den Unterschied sehe find ich das auch sehr viel besser.“ Er grinst.
Nach dem Bezahlen hilft er mir in den Mantel und schüttelt mir zum Abschied die Hand.
„Danke für das Vertrauen“.
„Jetzt sieht es ja auch gut aus. Bis demnächst“, verabschiede ich mich.
Mein neuer Haarschnitt und die Farbe gefallen mir wirklich.

Ein Blick auf die Uhr. Mist. Verdammt. Schon so spät? 
Ich nehme Kurs auf Fielmann. Ich brauch endlich eine Sonnenbrille und zurzeit gibt es ein Angebot für eine Nulltarifbrille mit geschliffenen getönten Gläsern für 25 Euro. Will ich haben. Brauch ich sowieso nur zum Autofahren.
Aber nix da. Der Laden ist voll. Jeder der angestellten Optiker ist besetzt und eine ist gnädig genug, mir zu sagen, dass es mind. eine Stunde dauern würde, bis ich dran komme. Allerdings dürfte ich nicht zwischendurch gehen, weil sie mir dann keinen Platz mehr freihalten könnte.
Mh… ich überlege kurz, ob ich in nächste Woche in Berlin eine Sonnenbrille brauche, aber auf meine Frage, wie lange es denn dauern würde, kommt ein „14 Tage“. Also hol ich mir die sowieso erst nach Berlin. Muss ich halt noch ein bisschen die Augen zusammenkneifen beim Fahren.

„Kannst du mir bitte ein Stück Kuchen vom Bäcker mitbringen?“ 
Kasimir hat mir eine SMS geschickt. Es ist mittlerweile fast 17:30 Uhr. In einer Stunde gibt es Essen. Den Schweden kann ich mir damit schon knicken.
„klar“, texte ich zurück und gehe zum gewünschten Bäcker (muss ja ein bestimmter sein) und stehe plötzlich vor einer großen Auswahl. Mh. Was will denn Kasimir für einen Kuchen?
Ich versuche ihn anzurufen. Keiner geht dran. Weder auf Handy noch auf Festnetz. Na toll. Spontan (hahaha) entscheide ich mich für zwei Sorten. Eine davon wird ihm sicherlich passen und die zweite gibt’s dann halt morgen zum Frühstück.

Eine halbe Stunde später parke ich mein Auto und merke: Du hast den Kaffee vergessen!

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2 Gedanken zu “Was für ein Nachmittag – was für ein ShoppingErlebnis ^^

  1. hehe wundert mich nicht, dass der große gatsby ausverkauft ist – immerhin kommt er bald ins kino.
    oh man du hast meinen absoluten friseur-alptraum erlebt! noch ein grund nicht zu einem friseur zu gehen^^ aber super, dass ihr es dann doch noch so hinbekommen habt wie du es dir vorgestellt hast.
    lg

    1. deswegen dachte ich eigentlich, dass sie genügend Exemplare davon auf Vorrat haben 🙂 Wie damals beim Hobbit (oder HDR)
      Ja, ich bin ganz glücklich, dass meine Haare dann doch gut aussehen. Da bin ich auch ganz stolz auf mich. Vor 5 Jahren hätte ich mich noch nicht getraut den Mund aufzumachen und wäre heulend nach Hause gegangen 🙂 Fehlendes Selbstvertrauen und so 🙂

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